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Trotz Röntgen: Viele Knochenbrüche nicht sichtbar

24.03.2010
Im Zweifelsfall zusätzliche Magnetresonanztomographie angeraten

Bis zu ein Drittel der Knochenbrüche im Hüftbereich und dem Becken wird beim Röntgen nicht erkannt. Wissenschaftler der Duke University warnen daher, dass das Verlassen auf das normale Standard-Röntgen allein zu falschen Diagnosen und in der Folge zu Rechtsstreitigkeiten führen kann.

Ein Team von Wissenschaftlern um Charles Spritzer überprüfte die Röntgenbilder von 92 Patienten mit einem MRI-Scanner. Es zeigte sich, dass 35 Brüche nicht erkannt worden waren. Spritzer betonte, dass die Diagnose traumatischer Frakturen häufig mit dem Röntgen von Hüfte, Becken oder beidem beginne und ende. In manchen Fällen sei das Ausschließen einer traumatischen Fraktur jedoch schwierig.

Zusätzliche Magnetresonanztomographie

Teilnehmer der aktuellen Untersuchung hatten nach einer Verletzung der Hüfte oder des Beckens weiter über Schmerzen geklagt. Bei 13 Personen mit normalen Ergebnissen beim Röntgen wurden mittels Magnetresonanztomographie insgesamt 23 Brüche festgestellt. Bei weiteren 15 Patienten mit diagnostizierten Brüchen wurden zwölf zusätzliche Brüche erkennbar, die sonst übersehen worden wären. Bei elf anderen Studienteilnehmern, deren Röntgenbilder auf Brüche hindeuteten, konnten keine Knochenbrüche festgestellt werden.

Die Wissenschaftler argumentieren, dass es sich auszahle, im Zweifelsfall zusätzlich zum Röntgen auch die Magnetresonanztomographie einzusetzen. Das sei vor allem sinnvoll, da Patienten mit derartigen Verletzungen häufig älter und gebrechlich sind. Sie verfügten daher über ein überdurchschnittlich hohes Risiko an Komplikation zu leiden oder zu sterben.

Diagnose von Brüchen

Spritzer betonte, dass eine genaue Diagnose von Brüchen der Hüfte und des Beckens in der Notaufnahme eine möglicherweise notwendige Behandlung der Patienten beschleunigen kann. Zusätzlich würden so auch jene Patienten nicht mehr im Krankenhaus bleiben müssen, deren Knochen gar nicht gebrochen sind, berichtet die BBC.

Details der Untersuchungen wurden im American Journal of Roentgenology http://www.ajronline.org veröffentlicht.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.duke.edu

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