Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Trendwende im Attraktivitätsvergleich der Innenstädte: Noch hat Mainz die Nase vorn, aber Wiesbaden holt kräftig auf

31.08.2009
Passanten in der Mainzer und Wiesbadener City wurden für Langzeitstudie nach ihrem Einkaufsverhalten und ihrer Beurteilung der beiden Innenstädte befragt

Das Geographische Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz führt seit 2003 eine Langzeitstudie zur Entwicklung der Stadtzentren von Mainz und Wiesbaden durch.

Im Abstand von zwei Jahren befragen Geographiestudenten unter Leitung von Prof. Günter Meyer Passanten in der Mainzer und Wiesbadener City nach ihrem Einkaufsverhalten und ihrer Beurteilung der beiden Innenstädte. Im Rahmen dieser Studie wurden 2003, 2005, 2007 und 2009 mehr als 5000 Passanten in der Mainzer und der Wiesbadener City danach befragt, wie attraktiv sie die Innenstadt der beiden benachbarten Landeshauptstädte finden.

Die Einschätzung der Mainzer Innenstadt fällt deutlich positiver aus als die Beurteilung des Zentrums der Nachbarstadt: 85 Prozent der in Mainz Interviewten und 77 Prozent der in Wiesbaden Befragten finden die Mainzer Innenstadt "attraktiv" oder sogar "sehr attraktiv". Ein ebenso positives Urteil über Wiesbaden geben nur 69 Prozent der dort und 68 Prozent der in Mainz befragten Innenstadtbesucher ab.

Dementsprechend ist der Anteil derer wesentlich höher, die die Wiesbadener Innenstadt als "wenig attraktiv" oder "unattraktiv" beurteilen: 31 Prozent der in Wiesbaden und 32 Prozent der in Mainz Befragten vertreten diese Meinung. Eine derartig negative Einschätzung der Mainzer Innenstadt findet sich nur bei 16 Prozent der Mainzer und 23 Prozent der Wiesbadener Passanten.

Im Vergleich zu 2007 hat die Mainzer Innenstadt leicht an Attraktivität verloren. Der Anteil der Passanten, die im Jahr 2009 das Mainzer Stadtzentrum als "sehr attraktiv" oder "attraktiv" beurteilten, ist aus Mainzer Sicht um 4 Prozent, aus Wiesbadener Perspektive um 5 Prozent zurückgegangen. Dagegen hat sich die Attraktivität der Wiesbadener City nach dem Urteil der dort Befragten um 6 Prozent und der in Mainz Interviewten sogar um 7 Prozent erhöht.

"Der deutliche Attraktivitätsgewinn der Wiesbadener Innenstadt ist offensichtlich vor allem durch die Eröffnung des neuen Einkaufszentrums LuisenForum und den weitgehenden Abschluss der Bauarbeiten in der Fußgängerzone bedingt", kommentiert Meyer die jüngste Trendwende in der Kurstadt. "Der leichte Attraktivitätsverlust in Mainz - trotz Fertigstellung der Markthäuser - ist dagegen ein erstes Warnzeichen dafür, dass in Zukunft mehr getan werden muss, um die Innenstadt weiter aufzuwerten und einer Abwanderung der Kunden in die Nachbarstadt entgegenzuwirken."

Weitere Ergebnisse werden im Rahmen des Wissenschaftsmarktes am 12. und 13. September auf dem Gutenbergplatz in Mainz vorgestellt.

Kontakt und Informationen:
Univ.-Prof. Dr. Günter Meyer
Geographisches Institut
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
55099 Mainz
Tel. (06131) 39-22701
Fax (06131) 39-24736
E-Mail: g.meyer@geo.uni-mainz.de

Petra Giegerich | idw
Weitere Informationen:
http://www.geo.uni-mainz.de/meyer

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Europaweite Studie zu „Smart Engineering“
30.03.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie