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Transatlantische Studie zeigt steigendes Interesse an Joint- und Double-Degree-Programmen

30.01.2009
Studie der Freien Universität Berlin und des Institute of International Education

Joint- und Double-Degree-Studiengänge sind einer Studie der Freien Universität Berlin und des Institute of International Education zufolge vor allem in Europa verbreitet. Aber auch immer mehr US-amerikanische Hochschulen erkennen das Potenzial solcher Hochschulkooperationen und bauen diese aus.

Die Beweggründe sind auf beiden Seiten des Atlantiks ähnlich. Die Hochschulen wollen die Internationalisierung der Hochschulen voranbringen und Studienangebote mit hoher Anziehungskraft schaffen. Neben vielen Erkenntnissen zu Aufbau und Funktionsweise gemeinsamer Studiengänge fördert die Studie Trends zutage.

Die meisten Joint- und Double-Degree-Programme werden in den Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften angeboten, gefolgt von Natur- und Sozialwissenschaften. Auch bei Partnerregionen gibt es der Untersuchung zufolge deutliche Präferenzen. Sowohl Europäer als auch Amerikaner bezeichnen besonders oft Hochschulen auf der jeweils anderen Seite des Atlantiks als bevorzugte Partner, zunehmend rücken aber auch China, Indien und die Länder Südamerikas in den Fokus.

Auch Herausforderungen werden in der Studie angesprochen. Während in Europa die Rahmenbedingungen für den Aufbau und die Anerkennung von gemeinsamen Studiengängen besser werden, sehen sich US-amerikanische Institutionen oft durch starre Rechtsvorschriften und Akkreditierungsprobleme behindert. Beim Aufbau von gemeinsamen Programmen prallen außerdem nicht selten unterschiedliche Mentalitäten und Verwaltungsrealitäten aufeinander, wie die Erhebung ergab. Dabei müsse auf beiden Seiten die Bereitschaft zum Kompromiss vorhanden sein, denn Vertrauen und das Schaffen einer Win-Win-Situation für die beteiligten Partner ist für den Erfolg gemeinsamer Studienprogramme essenziell.

Die Studie basiert auf den Ergebnissen einer Umfrage, die im Auftrag der Europäischen Kommission und des US Department of Education erstellt wurde. Sie richtete sich an Hochschulen in den USA und Europa. Sie ist Teil des Projekts "Transatlantic Degree Programs" (TDP), das vom "EU-US Atlantis Program" gefördert wird. Das TDP-Projekt wird gemeinsam getragen durch ein Konsortium, das aus dem Institute of International Education (IIE), der State University of New York, der Freien Universität Berlin, der Deutsch-Französischen Hochschule und der Lettischen Rektorenkonferenz besteht.

Call for Papers:
Um Erfahrungswerte mit Joint- und Double-Degree-Programmen sowie Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze zu erörtern, haben die Herausgeber einen Call for Papers veröffentlicht. Die Studie sowie weitere Informationen zum Call for Papers sind im Internet erhältlich: www.tdp-project.de.
Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:
Matthias Kuder, Center for International Cooperation, Freie Universität Berlin, Telefon: 030 / 838-73942, E-Mail: matthias.kuder@fu-berlin.de

Kerrin Zielke | idw
Weitere Informationen:
http://www.fu-berlin.de

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