Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Telematiksysteme wirken der Reichweitenbeschränkung von Elektroautos entgegen und verbessern das Fahrerlebnis

10.05.2010
Bedenken bezüglich der Reichweite von Elektrofahrzeugen sind nach wie vor eine der wichtigsten Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt, um eine massive Markteinführung von Elektroautos in den nächsten Jahren durchzusetzen.

Dabei stellt der Einsatz von Telematiksystemen in Elektrofahrzeugen, die dem Fahrer Informationen über so genannte Points of Interest (POI) liefern und mit Meldefunktionen bezüglich der Auflademöglichkeiten ausgestattet sind, einen wichtigen Aspekt dar.

Die meisten für diese Dienstleistungen erforderlichen Hardware-Elemente, die bei konventionellen Fahrzeugen bislang kostspielige Extras darstellen, sind bei Elektroautos bereits in die Kosten einkalkuliert. Der Fahrer eines Elektroautos zahlt also nur einen zusätzlichen Betrag für Dienstleistungen, der in der vertraglichen Gebühr für Batterie-Leasing und Energiepläne beinhaltet ist.

Eine neue Studie von Frost & Sullivan (http://www.automotive.frost.com) zur strategischen Markteinschätzung und Technologiebewertung für Telematik-Anwendungen bei Elektroautos zeigt, dass Telematiksysteme bei allen bis 2015 neu verkauften Elektroautos eine Marktdurchdringung von über 80 Prozent aufweisen werden. Intelligente Navigations-Hardware wird bei neuen Elektroautos Teil der Standardausstattung sein, egal auf welche Art die Nutzer die mit den Energieplänen gekoppelten zusätzlichen Servicekosten dann tatsächlich bezahlen.

„Elektrofahrzeuge für den Nah- und Stadtverkehr verfügen über eine relativ geringe Reichweite von zumeist weniger als 160 km,“ erläutert Praveen Chandrasekar, Global Program Manager für Telematik und Infotainment bei Frost & Sullivan. „Erforderlich sind daher auf das Ladeumfeld bezogene Meldefunktionen und intelligente Navigationssysteme, die den Fahrer über den Ladezustand und die mit der verbleibenden Ladung zu hinterlegende Distanz informieren, sowie über die auf der Strecke liegenden Ladestationen.”

Die Nachfrage nach Elektroautos für den Nah- und Stadtverkehr wird durch die Expansion der Ballungsräume ansteigen, und dadurch wird die Entwicklung der Telematiksysteme für diese Fahrzeugsegmente an entscheidender Bedeutung gewinnen.

Wichtigste Telematikdienstleistung wird hierbei sein, Informationen bezüglich der Lademöglichkeiten zu liefern, wie die Lokalisierung der nächstliegenden Ladestation und die Möglichkeit, dort eine Reservierung vorzunehmen. Eine weitere wichtige Dienstleistung ist das Abfragen des Batteriestandes. Dies sind die Serviceleistungen, die zuerst auf den Markt kommen werden.

Einige OEMs, einschließlich Renault, Nissan und GM, entwickeln zur Zeit ausgefeilte Telematikkonzepte für ihre neuen Elektroautomodelle, wie Fluence, LEAF und Chevrolet Volt. Die echte Herausforderung wird jedoch darin bestehen, eine Masseneinführung von Elektrofahrzeugen zu bewirken und die entsprechende Infrastruktur bereit zu stellen. Da Elektrofahrzeuge jedoch für die Mehrheit der konventionellen OEMs ein Nischenprodukt bleiben werden, ist zudem abzuwarten, ob diese bereit sind, Geld und Zeit in die Entwicklung von speziellen Telematikkonzepten für ihre Elektroautos zu investieren. Das wird einen indirekten Einfluss auf die Beteiligung von traditionellen Telematikunternehmen an der Elektroauto-Initiative haben.

„Obwohl Elektroautos ein potenzielles neues Geschäftsmodell für Telematik-Anwendungen darstellen, in welchem diese statt als kostspieliges Extra nun als Standardausstattung verkauft werden, hängt die Zukunft dieses Marktes am Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur und an der Entwicklung einer intelligenten Energieplanung,” betont Chandrasekar. „Die Entwicklung im Bereich der Telematiksysteme wird jedoch merklich langsam vorangehen, sollten diese ein Nischensegment bleiben.”

Staatliche Förderungen und steuerliche Anreize in Europa und den Vereinigten Staaten werden die anfängliche Lancierung von Elektrofahrzeugen vorantreiben. Zusätzlich entwickeln einige Unternehmen derzeit nützliche Dienstleistungspakete für Elektroautos, die vom Aufladeservice/Batteriewechsel bis zu allumfassenden Telematikpaketen reichen. Solche Pakete bieten den OEMs die Chance, die Führung in diesem Markt zu übernehmen.

„OEMs wie GM und BMW werden voraussichtlich ihre bereits bestehenden Telematikpakete wie ‘OnStar’ und ‘Assist’ auch für Elektroautos einsetzen,” erklärt Chandrasekar abschließend. „OEMs, die zurzeit über keine Telematik-Angebote verfügen, sollten sich für Pakete wie das Servicepaket für Elektroautos von Better Place entscheiden, die alle für Elektroautos erforderlichen Dienstleistungen in einem Paket bündeln.”

Bei Interesse an weiteren Informationen zu Frost & Sullivans neuster Studie Strategic Market and Technology Assessment of Telematics Applications for Electric Vehicles (M4F0) wenden Sie sich bitte unter Angabe Ihrer vollständigen Kontaktdaten an Katja Feick - Corporate Communications (katja.feick@frost.com). Die Informationen werden Ihnen nach Eingang der Kontaktdaten per E-Mail zugesendet.

Über Frost & Sullivan
Frost & Sullivan ist eine weltweit tätige Unternehmensberatung, die in Partnerschaft mit ihren Kunden innovative Wachstumsstrategien entwickelt. Mit einem Serviceportfolio bestehend aus den Bereichen Growth Partnership Services, Growth Consulting und Corporate Training & Development unterstützt Frost & Sullivan seine Kunden dabei, eine auf Wachstum ausgerichtete Kultur zu etablieren und entsprechende Strategien umzusetzen.
Seit über 45 Jahren in unterschiedlichen Branchen und Industrien tätig, verfügt Frost & Sullivan über einen enormen Bestand an Marktinformationen und unterhält mittlerweile 40 Niederlassungen auf sechs Kontinenten. Der Kundenstamm von Frost & Sullivan umfasst sowohl Global-1000-Unternehmen als auch aufstrebende Firmen und Kunden aus der Investmentbranche.

Weitere Informationen zum Thema Growth Partnerships unter http://www.frost.com.

Titel der Studie: Strategic Market and Technology Assessment of Telematics Applications for Electric Vehicles (M4F0)

Kontakt:
Katja Feick
Corporate Communications – Europe
Clemensstr. 9
D – 60487 Frankfurt
Tel.: +49 (0) 69 7703343
E-Mail: katja.feick@frost.com
http://www.frost.com
Twitter: twitter.com/frost_sullivan

Katja Feick | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://www.frost.com
http://www.automotive.frost.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Neue Studie „Education first! Bildung entscheidet über die Zukunft Sahel-Afrikas“
29.11.2017 | Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung

nachricht Zukunftsstudie zum Autoland Saarland veröffentlicht
29.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Immunsystem - Blutplättchen können mehr als bislang bekannt

LMU-Mediziner zeigen eine wichtige Funktion von Blutplättchen auf: Sie bewegen sich aktiv und interagieren mit Erregern.

Die aktive Rolle von Blutplättchen bei der Immunabwehr wurde bislang unterschätzt: Sie übernehmen mehr Funktionen als bekannt war. Das zeigt eine Studie von...

Im Focus: First-of-its-kind chemical oscillator offers new level of molecular control

DNA molecules that follow specific instructions could offer more precise molecular control of synthetic chemical systems, a discovery that opens the door for engineers to create molecular machines with new and complex behaviors.

Researchers have created chemical amplifiers and a chemical oscillator using a systematic method that has the potential to embed sophisticated circuit...

Im Focus: Nanostrukturen steuern Wärmetransport: Bayreuther Forscher entdecken Verfahren zur Wärmeregulierung

Der Forschergruppe von Prof. Dr. Markus Retsch an der Universität Bayreuth ist es erstmals gelungen, die von der Temperatur abhängige Wärmeleitfähigkeit mit Hilfe von polymeren Materialien präzise zu steuern. In der Zeitschrift Science Advances werden diese fortschrittlichen, zunächst für Laboruntersuchungen hergestellten Funktionsmaterialien beschrieben. Die hiermit gewonnenen Erkenntnisse sind von großer Relevanz für die Entwicklung neuer Konzepte zur Wärmedämmung.

Von Schmetterlingsflügeln zu neuen Funktionsmaterialien

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Call for Contributions: Tagung „Lehren und Lernen mit digitalen Medien“

15.12.2017 | Veranstaltungen

Die Stadt der Zukunft nachhaltig(er) gestalten: inter 3 stellt Projekte auf Konferenz vor

15.12.2017 | Veranstaltungen

Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil

14.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltrekord: Jülicher Forscher simulieren Quantencomputer mit 46 Qubits

15.12.2017 | Informationstechnologie

Wackelpudding mit Gedächtnis – Verlaufsvorhersage für handelsübliche Lacke

15.12.2017 | Verfahrenstechnologie

Forscher vereinfachen Installation und Programmierung von Robotersystemen

15.12.2017 | Energie und Elektrotechnik