Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Südwestfalen und das Ruhrgebiet: RUB-Studie zur stärkeren Vernetzung

05.09.2013
Die Regionen Südwestfalen und Ruhrgebiet sind mehr denn je aufeinander angewiesen und müssen ihre Chancen gemeinsam suchen.

Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von Wissenschaftlern der RUB, unterstützt vom Unternehmensverband Westfalen-Mitte und dem Initiativkreis Ruhr. Beide Regionen sind zwar mit ähnlichen Herausforderungen wie dem Strukturwandel und dem Fachkräftemangel konfrontiert, bieten aber jeweils eigene Möglichkeiten, dies zu meistern.

Die Bochumer Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Jörg Bogumil und Prof. Dr. Rolf G. Heinze haben ihre Bestandsaufnahme unter dem Titel „Zukunftsweisend. Chancen der Vernetzung zwischen Südwestfalen und dem Ruhrgebiet“ im Klartext-Verlag veröffentlicht.

Knotenpunkte der Wissensströme

Während Südwestfalen mittlerweile die führende Industrieregion in NRW ist, hat sich das Ruhrgebiet zu einer hochdifferenzierten und leistungsfähigen Wissenschaftsregion entwickelt. Beide würden voneinander profitieren, wenn sie ihre Stärken zusammenlegen und noch intensiver kooperieren als bisher.

Südwestfalen hat einen erfolgreichen produzierenden Sektor mit einer flexiblen, mittelständischen Industrie. Es fehlt aber an einer starken Wissenschaftslandschaft, die den Unternehmen mit innovativer Technologie und Fachkräftenachschub zuarbeitet. Das Ruhrgebiet verfügt über eine Vielzahl an Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit einer gut ausgebauten Transferlandschaft. Von diesen „Knotenpunkten der Wissensströme“ kann auch das südliche Westfalen zehren.

Pendlerverbindungen und Brückenprobleme

So könnten beispielsweise arbeitslose Fachkräfte aus dem Revier einen Job in Südwestfalen finden. Voraussetzung wäre allerdings, die Pendlerverbindungen zwischen dem östlichen Ruhrgebiet und Südwestfalen auszubauen, so die RUB-Forscher, etwa durch eine IC-Verbindung Winterberg-Amsterdam oder durch den Streckenausbau der Oberen Ruhrtalbahn, die früher von Dresden, Kassel, Arnsberg bis ins Ruhrgebiet ging. Auch der Güterverkehr ließe sich auf der Ruhr-Sieg-Strecke intensivieren, was angesichts der „Brückenprobleme“ auf der A45 eine besondere Herausforderung sei.

Experten für Regionalstudien

Die 216 Seiten starke Studie entstand in Kooperation des Lehrstuhls für Öffentliche Verwaltung, Stadt- und Regionalpolitik von Prof. Jörg Bogumil und des Lehrstuhls für Allgemeine Soziologie, Arbeit und Wirtschaft von Prof. Rolf Heinze an der Fakultät für Sozialwissenschaft der RUB. Die Bochumer Sozialwissenschaftler Sascha Gerber, Fabian Hoose und Marc Seuberlich sind Mitautoren der Bestandsaufnahme. Prof. Jörg Bogumil und Prof. Heinze haben im vergangenen Jahr bereits eine Studie über das Ruhrgebiet unter dem Titel „Viel erreicht – wenig gewonnen: Ein realistischer Blick auf das Ruhrgebiet“ veröffentlicht (zusammen mit Prof. Peter Strohmeier und Prof. Franz Lehner).

Titelaufnahme

J. Bogumil, R. Heinze, S. Gerber, F. Hoose, M. Seuberlich: Zukunftsweisend. Chancen der Vernetzung zwischen Südwestfalen und dem Ruhrgebiet. Klartext Verlag 2013, 216 S., 17,95 €, ISBN: 978-3-8375-1043-0

Weitere Informationen

Prof. Dr. Jörg Bogumil, Lehrstuhl für Öffentliche Verwaltung, Stadt- und Regionalpolitik, Fakultät für Sozialwissenschaft der RUB, 0234/32-27805

joerg.bogumil@ruhr-uni-bochum.de

Prof. Dr. Rolf G. Heinze, Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie, Arbeit und Wirtschaft, Fakultät für Sozialwissenschaft der RUB; Tel. 0234/32-22981, rolf.heinze@rub.de

Angeklickt

Informationen zur Neuerscheinung im Klartext-Verlag:
http://www.klartext-verlag.de/bookdetail.aspx?ISBN=978-3-8375-1043-0
Redaktion: Jens Wylkop

Jens Wylkop | idw
Weitere Informationen:
http://www.ruhr-uni-bochum.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Dialysepatienten besser vor Lungenentzündung schützen
17.01.2018 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

nachricht Neue Studie der Uni Halle: Wie der Klimawandel das Pflanzenwachstum verändert
12.01.2018 | Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie