Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Studien zur Veränderungen von Verhalten und geistigen Fähigkeiten bei Kindern und Jugendlichen

20.10.2010
An der Professur für Entwicklungspsychologie der TU Dresden erforschen Professor Matthias Kliegel und sein Team Veränderungen von Verhalten und geistigen Fähigkeiten von der frühen Kindheit bis ins hohe Erwachsenenalter.

Aktuell starten gleich mehrere u.a. von der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstützte Projekte, die sich insbesondere mit Entwicklungsprozessen in der Kindheit und Jugend beschäftigen.

Wie entwickeln sich geistige Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen und was ist dabei förderlich? Wie trägt die Gedächtnisfähigkeit zur Selbstständigkeit von Kindern bei? Zur Beantwortung dieser Fragen haben gerade zwei neue Forschungsprojekte an der Professur für Entwicklungspsychologie begonnen.

Babett Voigt, wissenschaftliche Mitarbeiterin, untersucht beispielsweise die Fähigkeit, sich geplante Handlungen zu merken und zum richtigen Zeitpunkt auszuführen bei Kindern zwischen 5 und 13 Jahren. Das sogenannte prospektive Gedächtnis brauchen Kinder in ihrem Alltag häufig, sei es um das Haustier jeden Morgen zu füttern, nach dem Spielen die restlichen Hausaufgaben zu machen oder den Turnbeutel montags mit in die Schule zu nehmen. „Wir vermuten, dass diese Fähigkeit in diesem Altersbereich stetig zunimmt, untersucht haben das bisher nur wenige. Besonders spannend ist für uns die Frage, welche zusätzlichen Fähigkeiten für diese Art von Gedächtnis entscheidend sind. Nahe liegend ist natürlich die Fähigkeiten sich Dinge allgemein gut merken zu können, aber auch die Fähigkeit ein Verhalten unterbrechen zu können, um sich dann flexibel mit etwas Anderem zu beschäftigen, scheint eine wichtige Rolle zu spielen.“

Außerdem beschäftigt Katharina Zinke die Frage, ob Sport sich auch positiv auf unsere Denkprozesse auswirken kann. Ist Sport gut für unsere grauen Zellen? Dabei interessieren vor allem Auswirkungen auf geistige Fähigkeiten, die in der Schule wichtig sind, z.B. die Fähigkeit zwischen verschiedenen Aufgaben wechseln zu können oder mehrere Dinge gleichzeitig im Kopf zu behalten. „Wir wissen, dass man solche geistigen Fähigkeiten durch gezieltes Üben fördern kann. Nun wollen wir herausfinden, ob solch eine Förderung auch durch sportliche Betätigung, z.B. Fahrradfahren, oder eine Kombination aus Sport und Üben möglich ist.“ In einer ersten Studie sollen deshalb verschiedene Trainingsprogramme und ihre Auswirkungen auf geistige Fähigkeiten bei Jugendlichen im Alter von 10 bis 14 Jahren verglichen werden. Die Teilnehmer können dabei auch gleich ausprobieren, wie fit sie sind.

Für beide Projekte werden aktuell weitere Studienteilnehmer gesucht. Melden können sich Interessenten oder deren Eltern jederzeit unverbindlich bei Babett Voigt, Tel. 0351 463-39005 oder bei Katharina Zinke, Tel. 0351 463-39193 bzw. unter teilnehmen@psychologie.tu-dresden.de.

Informationen für Journalisten:
Prof. Matthias Kliegel, Tel. +49 351 463-34162
E-Mail: kliegel@psychologie.tu-dresden.de

Kim-Astrid Magister | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-dresden.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave
02.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

nachricht Europaweite Studie zu Antibiotikaresistenzen in Krankenhäusern
18.11.2016 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Flüssiger Wasserstoff im freien Fall

05.12.2016 | Maschinenbau

Forscher sehen Biomolekülen bei der Arbeit zu

05.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungsnachrichten