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Studie zeigt: Rachsucht zahlt sich nicht aus

26.03.2009
Rachsucht zahlt sich nicht aus. Das zeigt eine aktuelle Studie der Universitäten Bonn und Maastricht.

Wer Unfairness vorzugsweise mit gleicher Münze heimzahlt, ist demnach im Schnitt häufiger arbeitslos als andere Menschen. Rachsüchtige haben zudem weniger Freunde und sind mit ihrem Leben unzufriedener. Die Studie ist in der aktuellen Ausgabe des Economic Journal erschienen.

Wir verhalten uns oft nach dem Motto "wie du mir, so ich dir": Für die Einladung zum Abendessen revanchieren wir uns mit einer Gegeneinladung; umgekehrt zahlen wir Gemeinheiten gerne mit gleicher Münze heim.

Wissenschaftler sprechen auch von Reziprozität: Wer sich für freundliche Handlungen entsprechend revanchiert, verhält sich positiv reziprok. Wer sich bei Unfairness rächt, handelt negativ reziprok.

Die Forscher aus Bonn und Maastricht wollten herausfinden, welchen Einfluss diese Charakter-Eigenschaften auf Größen wie "Erfolg" der "Lebenszufriedenheit" haben. Dazu griffen sie auf Daten des so genannten sozioökonomischen Panels zurück. Darin befragt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung jährlich rund 20.000 Personen in Deutschland zu verschiedenen Themen.

Die Bonner Forscher nutzten dieses Instrument, um etwas über die reziproken Einstellungen der Teilnehmer herauszufinden. Die Befragten sollten beispielsweise angeben, inwieweit sie sich für einen Gefallen revanchieren oder andererseits eine Beleidigung mit gleicher Münze heimzahlen würden. "Sowohl positive als auch negative Reziprozität sind in der deutschen Bevölkerung weit verbreitet", fasst Professor Dr. Armin Falk von der Universität Bonn die Resultate zusammen.

Die Forscher setzten diese Daten dann zu anderen Umfrage-Ergebnissen in Beziehung. "Positiv-reziproke Menschen leisten demnach im Schnitt mehr Überstunden, allerdings nur dann, wenn sie ihr Gehalt als fair empfinden", erklärt Professor Dr. Thomas Dohmen von der Universität Maastricht. "Zudem verdienen sie in der Regel mehr Geld." Negativ-reziproke Menschen sind hingegen signifikant häufiger arbeitslos, haben im Schnitt weniger Freunde und sind mit seinem Leben deutlich unzufriedener.

Professor Dr. Armin Falk | Universität Bonn
Weitere Informationen:
http://www.uni-bonn.de

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