Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Studie zu Working Capital Management

30.06.2009
Eine Optimierung des Umlaufvermögens erschließt Liquiditäts-Potenzial und hilft wirksam gegen Insolvenzrisiken

- Studie "Working-Capital - 'Cash for recovery'" umfasst 216 europäische Unternehmen mit einem Umsatz von 3.700 Milliarden EUR und einem EBIT von 422 Milliarden Euro

- Das Insolvenzrisiko der Unternehmen steigt, da erhöhter Cash-Bedarf auf ein vermindertes Cash-Angebot mit hohen Finanzierungskosten trifft

- Interne Finanzierungsquellen werden interessanter: Einer der Haupthebel ist Cash-Potenziale im Working Capital frei zu setzen

- Bei den untersuchten Unternehmen summiert sich das Potenzial auf 353 Milliarden Euro im ersten Quartal 2009, knapp ein Drittel mehr als 2008

- Relativ zum gebundenen Working Capital weisen Energieversorger und Maschinenbau das größte Potenzial zur Freisetzung von Cash-Potenzialen auf

In der derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Lage ist das Insolvenzrisiko für Unternehmen hoch: Einem erhöhten Cash-Bedarf steht nur ein geringes Cash-Angebot bei gleichzeitig hohen Finanzierungskosten gegenüber. In der Studie "Working-Capital - 'Cash for recovery'" hat Roland Berger Strategy Consultants 216 europäische Unternehmen analysiert und auf interne Finanzierungsquellen untersucht: Die Freisetzung von Potenzialen im Working Capital bietet dabei derzeit die größten Möglichkeiten. Die Experten von Roland Berger ermittelten bei den untersuchten Unternehmen ein Cash-Gesamtpotenzial von 353 Milliarden Euro, vor allem bei Energieversorgern und Maschinenbauern.

"Working Capital ist vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Lage gerade jetzt eine wichtige interne Finanzierungsquelle," sagt Roland Schwientek, Partner im Competence Center Operations Strategy von Roland Berger Strategy Consultants.

Denn durch den erhöhten Cash-Bedarf bei gleichzeitig vermindertem Angebot an Cash-Quellen und höheren Finanzierungskosten steigt das Insolvenzrisiko. In der Studie "Working-Capital - 'Cash for recovery'" haben die Experten alternative interne Finanzierungsquellen gefunden: "Da einige traditionelle Cash-Quellen versiegt sind, bietet die Freisetzung von Potenzialen im Working Capital derzeit die größten Möglichkeiten", fasst Schwientek die Ergebnisse zusammen. Die interne Finanzierung über Working Capital Optimierung ist nach Angaben der Experten deutlich wirksamer als externe Finanzierung: Schon durch kleine Verbesserungen bei Kundenforderungen, Vorräten und Lieferantenverbindlichkeiten können sich signifikante Reduzierungen des externen Finanzierungsbedarfs ergeben.

Studie unter 216 europäischen Unternehmen

Die Untersuchung basiert auf einer Analyse von 216 europäischen Unternehmen aus wesentlichen Industriesektoren, etwa den Bereichen Automobil, Chemie & Öl, Konsumgüter & Handel sowie Pharma. Die betrachteten Firmen erwirtschafteten im vergangenen Jahr einen Umsatz von 3.700 Milliarden Euro und ein EBIT von 422 Milliarden Euro beziehungsweise 30 Prozent des EU-25-Bruttoinlandsprodukts. Die Experten von Roland Berger ermittelten bei den untersuchten Unternehmen ein Cash-Gesamtpotenzial von 353 Milliarden Euro im ersten Quartal 2009 - während bei der Vorgängerstudie 2004 nur 193 Milliarden Euro zur Verfügung standen. Auch im Vorjahresvergleich wuchs das Cash-Potential - trotz Finanzkrise - noch einmal um 32 Prozent an. Innerhalb der Working Capital Komponenten verbirgt sich in den Lieferantenverbindlichkeiten mit 41 Prozent das größte Potenzial, gefolgt von Kundenforderungen (37 Prozent) und Vorräten (22 Prozent).

Deutliche Unterschiede zwischen den Branchen

Relativ zum gebundenen Working Capital weisen Energieversorger und Maschinenbau das größte Potenzial auf. Die durchschnittliche Reichweite des Nettoumlaufvermögens (Net Working Capital Tage) ist in der Telekommunikation am niedrigsten, in der Luftfahrtindustrie am höchsten. Bergbau und Automobilhersteller sind führend im Forderungsmanagement, Bauwirtschaft und Telekommunikation im Vorratsmanagement. Die Bereiche Telekommunikation, Bauwirtschaft und Energieversoger liegen bei Lieferantenverbindlichkeiten weit vorne.

Erfolgsfaktoren bestimmen die Nachhaltigkeit

Eine Reihe von Erfolgsfaktoren sind zu berücksichtigen, um die Nachhaltigkeit des Working Capital Projekterfolgs zu sichern. Roland Berger Strategy Consultants etwa bietet Unternehmen ein umfangreiches Toolset (Cash Navigator, "Hebel Bibel" Toolbox, EVA/Cash-Rechner, Kundenrisiko- und Wertflussanalyse) zur Verbesserung des Working Capital Management an.

"Vor allem in Krisenzeiten mit dem deutlich höheren Risiko einer Insolvenz sollten Unternehmen ihr Potenzial sehr genau kennen und nutzen - niemand kann es sich leisten, Milliarden Euro von Working Capital brach liegen zu lassen", betont Roland Berger Experte Schwientek die Notwendigkeit eines wirksamen Working Capital Managements.

Die vollständige Studie können Sie kostenfrei bestellen: www.rolandberger.com/pressreleases

Roland Berger Strategy Consultants, 1967 gegründet, ist eine der weltweit führenden Strategieberatungen. Mit 36 Büros in 25 Ländern ist das Unternehmen erfolgreich auf dem Weltmarkt aktiv. Mehr als 2.100 Mitarbeiter haben 2008 einen Umsatz von rund 670 Mio. EUR erwirtschaftet. Roland Berger Strategy Consultants ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 180 Partnern.

Sebastian Deck | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.rolandberger.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wiederverwendung von IT- und Kommunikationsgeräten schont Klima und Ressourcen
23.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Klimawandel verstärkt Selenmangel
21.02.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie