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Studie unterstreicht Fortschrittspotenziale im Bereich Bioökonomie in NRW

07.06.2011
Wissenschaftsministerin Schulze: Ohne ein Mehr an sozialer Gerechtigkeit gibt es kein Mehr an Fortschritt

Eine aktuelle Studie bescheinigt der Bioökonomie in Nordrhein-Westfalen ein hohes Potenzial bei der Lösung globaler Herausforderungen.

„Auf dem Weg zu einem nachhaltigen Wachstum bietet die Bioökonomie die einzigartige Chance, mit einer Kreislaufwirtschaft eine Alternative zur derzeitigen auf Erdöl basierenden Wirtschaft zu schaffen“, fasst Wissenschaftsministerin Schulze die Ergebnisse der Studie zusammen, die Capgemini im Auftrag des nordrhein-westfälischen Wissenschaftsministeriums erstellt hatte. „Gerade für das Industrieland Nordrhein-Westfalen bieten hochwertige Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen eine enorme Fortschrittsoption.“

Die Studie sieht für Nordrhein-Westfalen als größten Energie- und Chemiestandort in Deutschland ein großes Potenzial für die Implementierung der Bioökonomie. Zugleich verfüge das Land über hinreichend nachwachsende Rohstoffe und eine starke wissenschaftliche Basis in bioökonomie-relevanten Bereichen. Um diese Möglichkeiten zukünftig noch besser nutzen zu können, mahnt die Studie mehr Interdisziplinarität und eine stärkere Vernetzung von Forscherinnen und Forschern mit den Unternehmen an.

„Wir haben hier in Nordrhein-Westfalen eine hervorragende Wissensbasis“, so Schulze. „Jetzt muss es uns gelingen, Innovationen zu fördern, die ökonomische, ökologische und soziale Aspekte einbeziehen und deshalb mehr sind als nur technologische Neuerungen.“

Vorgestellt wurde die Studie anlässlich des zweiten Forums des Fortschritts, zu dem das Wissenschaftsministerium Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft eingeladen hatte. Die Veranstaltung ist Teil der Initiative Fortschritt NRW des Wissenschaftsministeriums für einen breiten gesellschaftlichen Diskurs über den Fortschrittbegriff.

Dirk Borhart | idw
Weitere Informationen:
http://www.wissenschaft.nrw.de

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