Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Studie „Trendts“ belegt den hohen Stellenwert effizienter Antriebstechnologie

23.11.2010
Mit effizienter Antriebstechnik von Siemens große Einsparungen bei zukünftigen Industrieanforderungen erzielen

Antriebstechnik ist einer der Schlüssel für eine nachhaltige Entwicklung zukunftsträchtiger Technologien. Das zeigt die Studie „Trendts“ der Siemens-Division Drive Technologies (DT): In den Bereichen Produktion, Transport und Energie wird Antriebstechnologie die Effizienz erhöhen, beispielsweise durch sich selbst überwachende Systeme oder den wartungsarmen Transport von Flüssigstoffen. Mit der Studie untersuchte die Division die Veränderungen in ihrem Geschäftsumfeld in den nächsten 15 Jahren und nutzt nun dieses Wissen, um mit gezielten Investitionen ihren Erfolg nachhaltig zu sichern.


Für die Studie „Trendts“ wurden über 100 Interviews vor allem mit Wissenschaftlern, Regierungsorganisationen und Siemens-Kunden, aber auch mit Experten von Siemens geführt, in denen sie nach ihren Vorstellungen der Welt im Jahr 2025 befragt wurden. Neben gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen wurden Technologien, Kundenanforderungen und Wettbewerbsfaktoren berücksichtigt.

Ein Ergebnis der Studie war, dass in der industriellen Produktion die Erhöhung der Effizienz der Fertigungsabläufe zu einem noch wichtigeren Wettbewerbsfaktor werden wird. Die Fabrik der Zukunft wird von Maschinen geprägt sein, die autonom untereinander kommunizieren. Zudem werden sich selbst regulierende und sich selbst überwachende Systeme entstehen wie etwa „Condition Monitoring“. Dabei werden Zustandsberichte einzelner Fabrik-Komponenten analysiert und interpretiert, bevor eine Reaktion, zum Beispiel eine Meldung an das Gesamtsystem, erfolgt. Das kann soweit gehen, dass Produktionssysteme selbständig Ersatzteile bestellen, lange bevor eine Komponente ihren Dienst versagt.

Die Mensch-Maschine-Kommunikation wird durch die Übernahme von Alltagstechnologien intuitiver. In Zukunft werden Produkte und die zugehörige Produktion nahezu ausschließlich virtuell geplant und im Vorfeld ebenso simuliert, was die Entwicklungs- und Inbetriebnahmezeiten stark verkürzt. Diese umfassende Digitalisierung wird es erst möglich machen, weitere Anforderungen an Produkte zu realisieren: so beispielsweise die energie- und rohstoffeffiziente Produktion, eine kostengünstige Regionalisierung von Produkteigenschaften bis hin zur kompletten Individualisierung der Produkte. Ein wesentlicher Aspekt in dem Konzept ist das „Design to Recycle“, also die Berücksichtigung der späteren Wiederverwertbarkeit der enthaltenen wertvollen Rohstoffe am Ende des Produktlebenszyklus’. Natürlich wird in Zukunft auch der eigene Produktionsabfall in einem unternehmensinternen Prozess noch gezielter recycelt werden, nicht nur um verschärften gesetzlichen Vorschriften gerecht zu werden, sondern auch um Rohstoffe zu sparen.

Ein weiteres Thema der Interviews betraf die Energie. Da der Energiebedarf weltweit exponentiell ansteigt und zugleich einfach zugängliche Vorkommen an Öl und Gas erschöpft sein werden, werden neue Fördertechniken zur Ausbeutung schwer erschließbarer Lagerstätten nötig, etwa Tiefseebohrungen. Bei steigenden Energiepreisen wird zudem die Effizienz des Transports der Energieträger Öl und Gas an Bedeutung gewinnen. Moderne, sichere und energieeffiziente Antriebstechnologie wird im Umfeld von Pumpen- und Kompressorstationen sowie Pipelines, zum Einsatz kommen. Auch der Anteil an erneuerbaren Energien wird weiter zunehmen. So wird etwa der Windenergiemarkt laut Experten in den nächsten fünf Jahren um das 14-fache steigen. Der Anteil der wartungsarmen und effizienten Antriebs- und Generatorentechnologie wird auch in diesem Gebiet der Energieerzeugung wachsen. Das gilt auch für Konzepte der dezentralen Energieerzeugung, zum Beispiel mit Mini-Windturbinen oder Solaranlagen.

Um den Energiebedarf zu decken, ist es aber nicht nur entscheidend, die Energiemenge zu erhöhen, sondern auch den Verbrauch zu senken. Dazu dienen energiesparende Komponenten wie hocheffiziente Motoren. Zukünftig wird der gesamte Produktionsprozess stärker unter dem Gesichtspunkt des Energieverbrauchs konzipiert werden. Schon beim Produktdesign werden die Energieeffizienz, sowohl des Produkts als auch dessen Produktion, eine Rolle spielen. Für den „Trendts“-Projektleiter Klaus Pache gibt die Siemens-Studie die Richtung für die Forschungs- und Entwicklungsprojekte der Siemens-Antriebstechnik an: „Wir sind bereits auf dem richtigen Weg und können erste Ergebnisse zeigen. So werden wir vom Trendforscher zum Trendsetter.“

Leseranfragen bitte unter Stichwort „DT 3012“ an:
Siemens Drive Technologies, Infoservice, Postfach 23 48, D-90713 Fürth.
Fax ++49 (911) 978-3321 oder E-Mail: infoservice@siemens.de
Der Siemens-Sektor Industry (Erlangen) ist der weltweit führende Anbieter von umweltfreundlicher Produktions-, Transport-, Gebäude- und Lichttechnik. Mit durchgängigen Automatisierungstechnologien und umfassenden Branchenlösungen steigert Siemens die Produktivität, Effizienz und Flexibilität seiner Kunden aus Industrie und Infrastruktur. Der Sektor besteht aus den sechs Divisionen Building Technologies, Drive Technologies, Industry Automation, Industry Solutions, Mobility und Osram. Mit weltweit rund 204.000 Mitarbeitern (30. September) erzielte Siemens Industry im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von rund 34,9 Milliarden Euro. http://www.siemens.com/industry
Die Siemens-Division Drive Technologies (Nürnberg) ist weltweit führend bei Produkten, durchgängigen Systemen, Applikationen und Services für den gesamten Antriebsstrang mit elektrischen und mechanischen Komponenten sowie Motion-Control-Systemen für Produktions- und Werkzeugmaschinen. Drive Technologies beliefert alle Branchen in der Fertigungsindustrie, der Prozessindustrie sowie das Segment Infrastruktur/Energie. Mit diesen Leistungen erfüllt die Division die Hauptanforderungen der Kunden nach Produktivität, Energieeffizienz und Zuverlässigkeit. Im Geschäftsjahr 2010 erzielten die rund 36.000 Mitarbeiter der Division (30. September) einen Umsatz von 7,0 Milliarden Euro. www.siemens.com/drivetechnologies

Siemens AG
Corporate Communications and Government Affairs
Wittelsbacherplatz 2, 80333 München
Deutschland
Informationsnummer: IDT201011.3012 fp
Media Relations: Julia Kauppert
Telefon: +49 911 895-7952
E-Mail: julia.kauppert@siemens.com
Siemens AG
Industry Sector - Drive Technologies Division
Gleiwitzerstr. 555, 90475 Nürnberg

Julia Kauppert | Siemens Industry
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/presse/drives

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave
02.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

nachricht Europaweite Studie zu Antibiotikaresistenzen in Krankenhäusern
18.11.2016 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie