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Studie stellt BÖLN gutes Zeugnis aus

28.02.2013
Das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN), bis 2010 Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL), erfüllt seine Aufgaben überwiegend gut bis sehr gut. Das ist das Ergebnis einer unabhängigen Studie, in der die Relevanz und Wirksamkeit der BÖL-Arbeit von 2005 bis 2010 wissenschaftlich evaluiert wurde.
Externe Wissenschaftler, Praktiker und Gutachter beurteilten in einer zweijährigen Studie das BÖL unter anderem anhand von 83 zufällig ausgewählten Forschungsprojekten, Online-Befragungen von Projektleitern und einer internen Projektdatenbank.

Praxisnahe Forschung und zielgerichtete Informationen
Als eine der größten Stärken des Programms sehen die Prüfer den engen Praxisbezug der betreuten Forschungsprojekte. Laut den externen Gutachtern hatten 83 Prozent der vom BÖL geförderten Projekte einen hohen Nutzen für Praktiker in der ökologischen Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung. Dies zeigt nach Ansicht der Experten, dass die Bedürfnisse und Probleme der Praktiker bei der Auswahl von Forschungsprojekten optimal berücksichtigt wurden.
Auch die breite Streuung von Informationen und Ergebnissen aus abgeschlossenen Studien über verschiedenste Medien sahen die Gutachter als positiv an. So konnten zahlreiche Ergebnisse über Fachmedien, Workshops und Konferenzen direkt an die Zielgruppen weitergegeben werden. Um eine nachhaltigere Wirkung zu erzielen, empfahlen die Prüfer, die Informationsvermittlung in ein übergreifendes Konzept einzubetten und verstärkt langfristig ausgerichtete Kommunikationswege zu etablieren. Zudem raten sie dazu, für das BÖLN eine klarere strategische und programmatische Ausrichtung zu entwickeln.

Kritik: Zu starke Ausrichtung auf Bereiche Pflanze und Boden
Kritisch wurde die starke Ausrichtung der Projekte auf die Bereiche Pflanze und Boden gesehen, die im Durchschnitt etwa 46 Prozent aller Studien ausmachen. Trotz dieser etwas einseitigen Ausrichtung hätten die Ergebnisse dieser Projekte größtenteils (78 Prozent) einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung von Forschung und Praxis geleistet. Die geförderten Forschungs- und Transfervorhaben seien im systemischen Sinne mehrheitlich sehr innovativ.

Effizienter Mitteleinsatz
Über alle geprüften Projekte hinweg bescheinigten die Gutachter dem BÖL zudem eine sehr hohe Effizienz beim Einsatz der Forschungsmittel. Auch die Mittelaufteilung auf Grundlagenforschung, Status-quo-Studien und für die Wissensvermittlung sahen die Fachleute als sinnvoll an. Die Gutachter ermittelten zudem eine hohe Zufriedenheit der befragten Projektleiter mit der in der BLE angesiedelten BÖL-Geschäftsstelle.

Insgesamt hat das BÖL von 2001 bis 2011 über 650 Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit knapp 75 Millionen Euro gefördert. Das BÖL wurde 2001 mit dem Ziel aufgelegt, den ökologischen Landbau in Deutschland zu stärken und den Marktanteil ökologischer Lebensmittel zu erhöhen. Bis Ende 2012 wuchsen die Anzahl der Biobetriebe in diesem Zeitraum um 81 Prozent, die ökologisch bewirtschaftete Fläche um 91 Prozent und der Markt für Biolebensmittel um 233 Prozent.

Tassilo Frhr. v. Leoprechting | idw
Weitere Informationen:
http://www.ble.de/

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