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Studie der PH Schwäbisch Gmünd zeigt: Fitness von Kindern ist mangelhaft

09.07.2010
Fitness, Aktivität und Gesundheit gelten als zentrale Bausteine der kindlichen Persönlichkeitsentwicklung. Mangelnde Fitness, zu wenig Bewegung und Übergewicht werden dabei auch über die Grenzen des Bundesgebietes hinaus als ernstzunehmende Problemfelder wahrgenommen.

Daher forschen Prof. Dr. Annette Worth und Dr. Matthias Wagner, Lehrende im Fach Sport der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd in Kooperation mit Prof. Dr. Klaus Bös, Karlsruher Institut für Technologie, seit 2004 in regelmäßigen Untersuchungen zu Fitness, Aktivität und Gesundheit der Kinder und Jugendlichen in Deutschland und Luxemburg.

Die kürzlich veröffentlichten Ergebnisse der Luxemburger Längsschnittstudie zur Entwicklung von Fitness, Aktivität und Gesundheit im Kindes- und Jugendalter zeigen für die luxemburgischen Schüler deutlich: es ist 5 vor 12! Keine der untersuchten Schülergruppen erreicht das erforderliche Mindestmaß von fünf oder gar sieben Mal wöchentlicher 60-minütiger Aktivität pro Tag.

Wenig überraschend ist daher auch das Ergebnis, dass vor allem Mädchen bereits ab dem neunten Lebensjahr ihre Ausdauerleistungsfähigkeit kaum noch steigern können. Auch wenn die untersuchten luxemburgischen Kinder und Jugendlichen ihre Gesundheit selbst als gut einschätzen, so sind dennoch 20-30 Prozent der Jugendlichen übergewichtig. Die ständig zunehmende Anzahl an übergewichtigen und adipösen Kindern und Jugendlichen ist ebenfalls als eine Folgeerscheinung der rückläufigen Bewegungsaktivität zu werten.

Professorin Worth: "Die Zusammenarbeit mit den luxemburgischen Projektpartnern ermöglicht den Blick über den Tellerrand. Der enge Austausch liefert wertvolle Impulse für die eigene Ausbildung von Sportlehrerinnen und -lehrern und die Ausbildung der Studierenden des Bachelor- und Masterstudiengangs Gesundheitsförderung an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd."

Um ein Mehr an Bewegung und Sport zu erreichen, brauchen Kinder und Jugendliche ein bewegungsfreundliches Umfeld sowie bewegte Vorbilder. "Eltern, Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher und Übungsleiterinnen und -leiter sind gleichermaßen gefordert, den Heranwachsenden möglichst vielfältige, vor allem aber freudvolle und intensive Bewegungs- und Können-Erfahrungen zu ermöglichen", betont Professorin Worth. In Luxemburg werden die vier an der Studie beteiligten Ministerien – Bildung, Sport, Gesundheit und Familie – in den nächsten sechs Monaten auf Basis der vorliegenden aktuellen Gesundheitsdaten den bereits bestehenden Aktionsplan "gesund essen – mehr bewegen" weiter ausarbeiten, um ab Januar 2011 erneut an den Start zu gehen.

Weitere Informationen zur Studie:
Prof. Dr. Annette Worth, Dr. Matthias Wagner
Oberbettringer Str. 200
73525 Schwäbisch Gmünd
Tel: 07171 / 983-324 / -320
E-Mail: annette.worth@ph-gmuend.de, matthias.wagner@ph-gmuend.de

Jasmin Stiegler | idw
Weitere Informationen:
http://www.ph-gmuend.de

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