Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Studie offenbart ungenutzte Potenziale im Einkauf

08.12.2011
Spezifisches Controlling und wirksame Anreize als Erfolgsfaktoren

Viele Unternehmen messen die Leistung ihres Einkaufs nicht differenziert genug, sie verschenken so große Optimierungspotenziale. Wer dagegen ein differenziertes Performance Management im Einkauf nutzt, weist eine deutlich bessere Kostensituation und eine höhere Produktivität im Einkauf auf. Das sind zwei zentrale Ergebnisse einer branchenübergreifenden Studie zum "Performance Management im Einkauf 2011", an der 260 Unternehmen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg teilnahmen.

In der Untersuchung der Managementberatung Horváth & Partners und des Bundesverbands Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) in Kooperation mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg stimmen fast 90 Prozent der Befragten der Aussage zu, dass die Performance im Einkauf durch den Einsatz eines Steuerungskonzepts deutlich gesteigert werden konnte. Zwei Drittel der befragten Unternehmen setzen bereits ein solches Konzept ein.

Die Studie zeigt weiter, dass knapp drei Viertel der Befragten ein Controlling im Einkauf durchführen, allerdings nur die Hälfte über die Funktion eines eigenen Controllers im Einkauf verfügt. Lediglich ein Fünftel baut auf eine eigene Abteilung zum Controlling der Einkaufsperformance. "Ein Vergleich verschiedener Kennzahlen hat ergeben, dass die Existenz eines Einkaufscontrollers ein zentraler Erfolgsfaktor ist, um Kostenpotenziale zu identifizieren und optimal zu realisieren", so Thomas Nadilo, Einkaufsexperte bei Horváth & Partners.

Ein weiteres Erfolgskriterium ist die Kopplung des Performance Management an ein wirksames Anreizsystem für die Mitarbeiter im Einkauf. Es gilt also, die erbrachten Leistungssteigerungen adäquat zu honorieren. Bisher verknüpft nur die Hälfte der Befragten die Ergebnisse der Leistungsmessung im Einkauf mit dem variablen Anteil der Vergütung.

Fazit
"Die transparente Messung der Einkaufsleistung und ganzheitliche Steuerung der Einkaufsorganisation sind für Unternehmen entscheidende Wettbewerbsfaktoren angesichts sinkender Wertschöpfungstiefen und steigender Einkaufsvolumina", sagt BME-Hauptgeschäftsführer Dr. Holger Hildebrandt. Traditionelle Mess- und Steuerungskonzepte würden dem jedoch aufgrund ihres einseitigen Kostenfokus nicht mehr in vollem Umfang gerecht.

Thomas Nadilo: "Nötig ist eine Leistungsmessung, die neben dem finanziellen Ergebnis auch Faktoren wie Einkaufsqualität, Einkaufseffizienz, Risikomanagement oder Innovationsmanagement anhand geeigneter Kennzahlen berücksichtigt und damit eine umfassende Steuerung des Einkaufs ermöglicht." Immerhin: Mehr als die Hälfte der Befragten, die angeben, bisher über kein Performance Management im Einkauf zu verfügen, plant eine zeitnahe Einführung dieses Konzepts.

"Performance Management im Einkauf 2011"
Ein ausführlicher Bericht der Studienergebnisse kann gegen eine Schutzgebühr von 100 Euro unter den folgenden Kontaktdaten bestellt werden: Thomas Nadilo, Horváth & Partners Management Consultants, E-Mail: procurement@horvath-partners.com

Oliver Weber | pressetext
Weitere Informationen:
http://www.horvath-partners.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Studie zu sicherem Autofahren bis ins hohe Alter
19.06.2017 | Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mainzer Physiker gewinnen neue Erkenntnisse über Nanosysteme mit kugelförmigen Einschränkungen

27.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wave Trophy 2017: Doppelsieg für die beiden Teams von Phoenix Contact

27.06.2017 | Unternehmensmeldung

Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb

27.06.2017 | Informationstechnologie