Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Studie der Mannheim Business School: Zukunftsmarkt Management-Weiterbildung

08.12.2011
Internationale Befragung von über 1.000 Fach- und Führungskräften aller Branchen und Hierarchieebenen zu Interesse und Erwartungen an Management-Weiterbildung

Verbesserung der Führungskompetenzen Hauptmotiv für Entscheidung / Master of Business Administration (MBA) wird als Abschluss klar präferiert

Hohe Nachfrage nach frauenspezifischen Weiterbildungsangeboten
Das Interesse an Management-Weiterbildungsangeboten ist groß – und zwar auf allen Hierarchieebenen. Zu diesem Ergebnis kommt eine branchen- und länderübergreifende Studie der Mannheim Business School (MBS), an der über 1.000 Fach- und Führungskräfte aller Karrierestufen – größtenteils aus Deutschland und Frankreich – teilgenommen haben. Demnach ist für 92,5 Prozent der Befragten eine Management-Weiterbildungsmaßnahme zumindest vorstellbar, ein Drittel haben sie sogar schon fest geplant.

Besonders hoch ist die Nachfrage nach Weiterbildungsangeboten in der Gruppe der Berufseinsteiger: Fast die Hälfte von ihnen will sich mit einem weiteren Studiengang oder Kursen in den kommenden Jahren für den nächsten Karriereschritt fit machen. „Hier zeigen sich die Auswirkungen des Bologna-Prozesses sehr deutlich. Gerade wer ein Bachelor-Studium absolviert hat, plant häufig schon sehr bald den nächsten Schritt in der persönlichen Weiterbildung“, erklärt Professor Dr. Jens Wüstemann, Präsident der Mannheim Business School. Aber auch im Top-Management ist der Weiterbildungsbedarf hoch: Immerhin ein Viertel der Befragten aus diesem Kreis hat eine Entwicklungsmaßnahme kurz- bis mittelfristig vorgesehen. „Die Resultate unserer Studie zeigen, dass sowohl Arbeitgeber wie auch Bildungsanbieter vor enormen Herausforderungen stehen: Beide müssen Management-Weiterbildungsmaßnahmen für alle Zielgruppen – von Berufseinsteigern bis zu erfahrenen Führungskräften – entwickeln. Für Unternehmen werden attraktive Personalentwicklungsinstrumente für ihre Führungskräfte zukünftig mehr denn je ein Wettbewerbsvorteil und ein Bindungstool sein“, betont Wüstemann.

Eindeutig sind auch die Motive für eine Management-Weiterbildung. So geht es dem Großteil der Befragten vor allem darum, die eigenen Führungskompetenzen zu verbessern. Ein höheres Gehalt, die Vertiefung von Fachkenntnissen und die persönliche Weiterentwicklung sind ebenfalls starke Treiber. Auf den hinteren Plätzen landen hingegen der Wunsch nach einer neuen beruflichen Herausforderung oder der eigenen Selbständigkeit.

Wenn es um das Absolvieren eines Studiengangs geht, sind die Präferenzen der Befragten eindeutig: Auf allen Karrierestufen wird der MBA (Master of Business Administration) als Abschluss klar gegenüber dem M.Sc. (Master of Science) bevorzugt. Der Großteil wünscht außerdem berufsbegleitende Studiengänge; Vollzeitprogramme sind fast nur für Personen mit wenigen Jahren Berufserfahrung interessant. Deutlich ist auch das Votum für Englisch als Unterrichtssprache (84,2 Prozent) und für mindestens eine in das Studium integrierte Auslandsstation – vorzugsweise in Nordamerika, Europa oder Ostasien. Die große Mehrheit der Befragten zieht außerdem einen Präsenzstudiengang einem reinen Online-Studium vor.

Ein weiteres bemerkenswertes Ergebnis der Studie: Das Interesse an Management-Weiterbildung ist bei Frauen und Männern gleich hoch. „Das ist vor dem Hintergrund überraschend, dass Frauen beispielsweise in MBA-Programmen noch deutlich unterrepräsentiert sind. So haben von den weltweit 100 besten Executive-MBA-Programmen im aktuellen Ranking der Financial Times nur fünf Studiengänge einen Frauenanteil von über 40 Prozent“, unterstreicht MBS-Präsident Wüstemann. Auch gibt es eine Nachfrage nach frauenspezifischen Weiterbildungsprogrammen am Markt. Wüstemann: „Über 70 Prozent der Studienteilnehmerinnen wünschen sich solche Angebote. Hierauf sollten Arbeitgeber und Weiterbildungsinstitutionen reagieren.“

Die ersten Ergebnisse der Studie sind im Internet unter www.mannheim-business-school.com/studie abrufbar. Die komplette Dokumentation wird im Februar 2012 veröffentlicht werden.

Kurzprofil Mannheim Business School

Die Mannheim Business School ist das organisatorische Dach für Management-Weiterbildung an der Universität Mannheim und eine der führenden Institutionen ihrer Art in Europa. Sie ist als einzige deutsche Institution bei den drei international bedeutendsten Vereinigungen wirtschaftswissenschaftlicher Bildungseinrichtungen (AACSB International, EQUIS und AMBA) akkreditiert. Gerade einmal ein Prozent der Business Schools weltweit besitzen diese „Triple Crown“.

Auch in den maßgeblichen internationalen Rankings ist Mannheim eine feste Größe: Der ESSEC & MANNHEIM Executive MBA belegte im Oktober 2011 im weltweiten Ranking der Financial Times Rang 33 sowie eine Top-Ten-Platzierung in den Kategorien „Karrierefortschritt“ und „Gehaltszuwachs“. The Economist führt Mannheim als erste und einzige deutsche Institution in ihrem internationalen Business-School-Ranking aktuell auf Rang 42.

Neben dem ESSEC & MANNHEIM Executive MBA gehören das Vollzeit-Programm „Mannheim MBA“, der im Frühjahr 2011 gestartete MANNHEIM & TONGJI Executive MBA sowie der Mannheim Master of Accounting & Taxation für den Führungsnachwuchs in Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung zur Angebotspalette. Zudem entwickelt die Mannheim Business School maßgeschneiderte Weiterbildungsangebote für Unternehmen und bietet praxisnahe Intensivkurse zu ausgewählten Managementthemen an.

Ralf Bürkle | idw
Weitere Informationen:
http://www.mannheim-business-school.com/studie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Soziale Phobie: Hinweise auf genetische Ursache
10.03.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen