Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Studie macht deutlich: Ernährungsforschung muss besser werden

25.10.2010
Schavan: "Gesunde Ernährung wichtiger Baustein für die Bekämpfung von Volkskrankheiten"

Anlässlich der Veröffentlichung einer neuen, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Auftrag gegebenen Studie, die den Innovationssektor Lebensmittel und Ernährung analysiert, sagte Forschungsministerin Annette Schavan: "Eine gesunde Ernährung ist ein wichtiger Baustein für die Bekämpfung und Prävention von Volkskrankheiten."

Hierfür ist eine starke Forschung ebenso wichtig wie ein schneller Transfer der Forschungsergebnisse in die Praxis. Es müssen dringend neue Wege gefunden werden, um die drastische Zunahme von Krankheiten zu bekämpfen, die mit der Ernährung in Zusammenhang stehen. Dazu gehörten neben Adipositas (Fettleibigkeit) auch Diabetes, Arteriosklerose und Krebs, die zunehmend auch bei Kindern und Jugendlichen auftreten.

Das BMBF wird deshalb sein Engagement in der Ernährungsforschung weiter ausbauen und einen Schwerpunkt auf strukturbildende Maßnahmen setzen. Sie zielen insbesondere auf Kompetenzbündelung, Profilschärfung der einzelnen Forschungsstandorte, Verbesserung des Wissens- und Technologietransfers zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sowie auf die spezielle Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Die Studie, die gemeinsam vom Fraunhofer Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung und der TU München, Wissenschaftszentrum Weihenstephan, erarbeitet wurde, bietet erstmals eine umfassende Betrachtung und Analyse des Innovationssektors Lebensmittel und Ernährung, der neben der Wissenschaft auch die Wirtschaft, Förderer und Rahmenbedingungen umfasst. Die Verfasser stellen fest, dass der Innovationssektor eine große und in Zukunft noch steigende Bedeutung für die Lösung aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen hat, wie die Bekämpfung von Volkskrankheiten und Sicherung der Welternährung. Sie arbeiten aber auch heraus, dass weder Lösungs- noch Wachstumspotenziale unter den derzeitigen Bedingungen voll ausgeschöpft werden können. So seien zum Beispiel die akademischen Forschungskapazitäten stark zersplittert mit einer Vielzahl von Standorten der Universitäten und Fachhochschulen und zu wenig inhaltlicher Schwerpunktsetzung. Außerdem bestehen Defizite bei der interdisziplinären Zusammenarbeit. Hier sind vor allem die Universitäten und die Förderer gefragt, die akademische Ernährungsforschung strategisch erfolgreich aufzustellen.

Große Innovationspotenziale sieht die Studie auch auf Seiten der Ernährungswirtschaft, die in ihren überwiegend mittelständischen Unternehmen bei der Weiterentwicklung ihrer Produktpalette noch zu wenig auf Forschung setzt. "Um die Märkte der Zukunft, die stark auf Gesundheitsaspekte ausgerichtet sein werden, wettbewerbsfähig mitzugestalten, ist ein höheres Engagement auf Seiten der Ernährungswirtschaft in Forschung und Entwicklung erforderlich", so Schavan. Hier sind Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam gefordert, die Zusammenarbeit zu verbessern.

Die Studie finden Sie im Internet unter http://www.bmbf.de/de/1033.php

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/de/1033.php
http://www.bmbf.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Soziale Phobie: Hinweise auf genetische Ursache
10.03.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise