Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Studie Kollaborative Produktentwicklung und digitale Werkzeuge

23.09.2011
Anfang Oktober starten das Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK und die CONTACT Software GmbH mit dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) eine Online-Umfrage zum Thema kollaborative Produktentwicklung unter einer ausgewählten Gruppe der über 140 000 ­VDI-Mitglieder.

Die Antworten werden vom Fraunhofer IPK ausgewertet und in einer abschließenden Studie zusammengefasst. Untersucht werden soll, wie Ingenieure ihre heutige Situation wahrnehmen, was vorrangige Anforderungen und Problemstellungen in der Zusammenarbeit mit anderen sind und wo digitale Werkzeuge eine bessere Unterstützung als bisher leisten müssten.

Zielgruppe der vom Fraunhofer IPK konzipierten Erhebung sind vor allem Produktentwickler und Konstrukteure, aber auch Projektmanager, Verantwortliche für den Betrieb der Engineering-IT sowie Entwicklungsleiter. Erste Ergebnisse der Studie mit dem Titel »Kollaborative Produktentwicklung und Digitale Werkzeuge. Defizite heute – Potenziale morgen« werden voraussichtlich im Dezember 2011 veröffentlicht.

Was sind die besonderen Kennzeichen der heutigen, kollaborativen Produktentstehung? Wie agiert der Ingenieur in seiner virtuellen Arbeitswelt? Welche Vor- und Nachteile bringt dies mit sich? Wo besteht Verbesserungsbedarf in Hinblick auf digitale Werkzeuge und Prozesse? Welche Rolle spielen die neuen Medien wie soziale Netzwerke? Diese und andere Fragen zählen zu den Kernthemen der Studie. »Gerade in einem besseren Zusammenspiel aller Beteiligten der kollaborativen Produktentstehung liegt noch ein großes Verbesserungspotenzial für die Fertigungsindustrie«, erklärt Prof. Dr.-Ing. Rainer Stark, der das Geschäftsfeld Virtuelle Produkt­entstehung im Fraunhofer IPK leitet. »Mit der repräsentativen Befragung der VDI-Mitglieder wollen wir die heutige Arbeitsweise von Ingenieuren unter wissenschaftlichen Aspekten analysieren, um belastbare Informationen u. a. für den Einsatz bedarfsgerechter Softwaretools zu liefern.« Die Studienergebnisse sollen auch in eine »Roadmap IT 2020« einfließen, die der VDI im nächsten Jahr vorstellen möchte.

Über das Fraunhofer IPK
Das Fraunhofer IPK betreibt in sieben Geschäftsfeldern und zahlreichen Dienstleistungszentren angewandte Forschung und Entwicklung für den industriellen Produktionsprozess. Das Institut erarbeitet Methoden und Technologien für das Management, die Produktentwicklung, den Produktionsprozess und die Gestaltung industrieller Fabrikbetriebe. Neben eigenen Beiträgen zur anwendungsorientierten Forschung werden neue Lösungen in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaft entwickelt. Die im Rahmen von Forschungsprojekten erzielten Basisinnovationen überführen unsere Fachleute gemeinsam mit Industriepartnern in funktionsfähige Anwendungen, deren Erprobung im Versuchsfeld des Produktionstechnischen Zentrums (PTZ) Berlin oder direkt vor Ort beim Kunden erfolgt.

Im Geschäftsfeld Virtuelle Produktentstehung entstehen neue Vorgehensmodelle, Entwicklungsmethoden und digitale Werkzeuge für die Informations- und Prozesssteuerung sowie das modellbasierte Entwickeln. Die Entwicklung der digitalen Engineering-Werkzeuge wird begleitet von Studien und industriellen Forschungsprojekten.

Über den VDI
Der VDI Verein Deutscher Ingenieure e. V. ist Sprecher der Ingenieure und der Technik. Mit seinen über 140 000 Mitgliedern ist der VDI der größte technisch-wissenschaftliche Verein Europas. Als gemeinnützige und unabhängige Organisation ist er zentraler Ansprechpartner für technische, berufliche und politische Fragen. Sein starkes Netzwerk unterstützt den Austausch zwischen Industrie, Wissenschaft, Gesellschaft, Politik und Ingenieuren. Der Fachbereich Informationstechnik in der VDI-Gesellschaft Produkt- und Prozessgestaltung widmet sich diesem Themenfeld in einer interdisziplinären, querschnittsorientierten Vorgehensweise. Betrachtet wird insbesondere die anwendungsnahe Informationstechnik. Es werden aktuelle Themen aufgegriffen und neue Aktivitäten initiiert. Verschiedene Fachausschüsse beschäftigen sich derzeit vor allem mit den Themen Wissensmanagement im Engineering, wissensbasierte Konstruktion sowie MES (Manufacturing Execution Systems).
Über die CONTACT Software GmbH
CONTACT Software ist einer der führenden Anbieter von Lösungen für den Innovationsprozess und das Product Lifecycle Management (PLM). Schnelleres Time-to-Market, zuverlässigere Daten und Prozesse, verbesserte Steuerungsfähigkeit, Compliance sowie geringere Produkt- und Entwicklungskosten zählen dabei zu den wichtigsten Vorteilen. Zu den Kunden gehören zahlreiche Marktführer der Branchen Automotive, Maschinen- und Anlagenbau, Medizintechnik und Aerospace sowie Betreiber öffentlicher Infrastrukturen.
Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen
Patrick Müller
Telefon +49 30 39006-294, patrick.mueller@ipk.fraunhofer.de

Steffen Pospischil | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.ipk.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Studie zu Bildungsangeboten für die Industrie 4.0 in Österreich
05.02.2018 | Fachhochschule St. Pölten

nachricht Schildkrötengehirne sind komplexer als gedacht
05.02.2018 | Eberhard Karls Universität Tübingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kameratechnologie in Fahrzeugen: Bilddaten latenzarm komprimiert

21.02.2018 | Messenachrichten

Mit grüner Chemie gegen Malaria

21.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Periimplantitis: BMBF fördert zahnärztliches Verbund-Projekt mit 1,1 Millionen Euro

21.02.2018 | Förderungen Preise

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics