Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Studie „Chinese Champions“: Patente made in China

01.03.2012
Chinesische Unternehmen investieren massiv in Forschung und Entwicklung.

Gleichzeitig setzen sie verstärkt auf Internationalisierung und sichern ihre Erfindungen durch eine wachsende Zahl von Patentanmeldungen ab. Das ist das Ergebnis der kürzlich von der Technischen Universität München (TUM) und der Munich Innovation Group veröffentlichten Studie „Chinese Champions“. Für die Studie analysierten die Wissenschaftler unter anderem aktuelle Patentportfolios und erstellten auf dieser Grundlage detaillierte Profile marktführender Unternehmen.

Im internationalen Vergleich belegt China seit dem Jahr 2010 einen der vorderen Plätze bei der Anzahl von Patentanmeldungen. Lange waren chinesische Firmen als flexible und kostengünstige Produzenten von im Westen entwickelten Produkten tätig. Heute investieren viele Unternehmen selbst und sichern ihre Erfindungen durch Patente ab. Forscher der TU München und der Munich Innovation Group haben 21 chinesische Marktführer mit herausragenden Forschungsaktivitäten analysiert, die in den Branchen Elektronik, Solar/Photovoltaik, Automobil oder Maschinenbau teilweise heute schon eine führende Position auf dem Weltmarkt haben.

Dabei wurden insbesondere die Internationalisierungsstrategie, der Bereich Forschung und Entwicklung und der Aufbau internationaler Patentportfolios untersucht. In ihre Analysen bezogen die Wissenschaftler auch weitere von den Unternehmen gehaltene Schutzrechte ein, da diese Einblick in die Unternehmensstrategie geben. Das Ergebnis: Den größten Anteil ihrer Schutzrechte beantragen chinesische Unternehmen für den Binnenmarkt. Allerdings zeigt sich ein deutlicher Trend, eigene Erfindungen auch weltweit abzusichern: Spitzenreiter bei den internationalen Anmeldungen von Schutzrechten sind die USA und Europa.

Das riesige Innovationspotenzial Chinas gründet sich unter anderem auf die hohe Anzahl junger Ingenieure: Jedes Jahr schließt eine halbe Million junger Chinesen ein Studium der Ingenieurwissenschaften ab. Zudem unterstützt und fördert der Staat Unternehmen mit zukunftsweisenden Strategien. Vor dem Hintergrund globaler Patentkriege, vor allem im Bereich der Telekommunikation und Informationstechnologie, sind der Aufbau und die Absicherung geistigen Eigentums immer wichtiger geworden.

In China haben sich zahlreiche Unternehmen in den letzten Jahren auf dem heimischen Markt bewiesen und wagen nun den Gang ins Ausland. Sie produzieren zunehmend hochwertige und innovative Produkte. Vor allem in Branchen wie der Elektronik-, der Solar, der Automobil- und der Maschinenbauindustrie gehören chinesische Firmen bereits zu den führenden Unternehmen.

„Die Anzahl der von diesen Unternehmen angemeldeten Patenten ist in den letzten Jahren förmlich explodiert“, erklärt Dr. Philipp Sandner vom Lehrstuhl „Strategie und Organisation“ an der TUM. „In China gibt es aufstrebende Konzerne, die im großen Stil Internationalisierungsstrategien verfolgen und zehntausende Mitarbeiter haben – Unternehmen, die wir hier in Deutschland aber kaum kennen. Ziel der Chinese Champions-Studie ist es, deutschen Markteilnehmern diese Unternehmen vorzustellen.“

Ansprechpartner:
Dr. Philipp Sandner
Technische Universität München
Lehrstuhl „Strategie und Organisation“
Telefon: 089 289-24818
E-Mail: philipp.sandner@tum.de

Dr. Ulrich Marsch | Technische Universität München
Weitere Informationen:
http://www.strategie.wi.tum.de
http://www.chinese-champions.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Neue Studie „Education first! Bildung entscheidet über die Zukunft Sahel-Afrikas“
29.11.2017 | Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung

nachricht Zukunftsstudie zum Autoland Saarland veröffentlicht
29.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nanostrukturen steuern Wärmetransport: Bayreuther Forscher entdecken Verfahren zur Wärmeregulierung

Der Forschergruppe von Prof. Dr. Markus Retsch an der Universität Bayreuth ist es erstmals gelungen, die von der Temperatur abhängige Wärmeleitfähigkeit mit Hilfe von polymeren Materialien präzise zu steuern. In der Zeitschrift Science Advances werden diese fortschrittlichen, zunächst für Laboruntersuchungen hergestellten Funktionsmaterialien beschrieben. Die hiermit gewonnenen Erkenntnisse sind von großer Relevanz für die Entwicklung neuer Konzepte zur Wärmedämmung.

Von Schmetterlingsflügeln zu neuen Funktionsmaterialien

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil

14.12.2017 | Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Was für IT-Manager jetzt wichtig ist

14.12.2017 | Unternehmensmeldung

30 Baufritz-Läufer beim 25. Erkheimer Nikolaus-Straßenlauf

14.12.2017 | Unternehmensmeldung

Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil

14.12.2017 | Veranstaltungsnachrichten