Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Studie zur Bildung in der zweiten Lebenshälfte veröffentlicht

08.06.2012

Kristina Schröder: "Weiterbildung für ältere Beschäftigte gewinnt zunehmend an Bedeutung"

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Effekte von Weiterbildung in der zweiten Lebenshälfte analysiert.

Das Ergebnis: Weiterbildung rechnet sich auf jeder Ebene. Die Beschäftigten haben höhere Lohnzuwächse zu verzeichnen. Zudem gehen mit der Weiterbildungsbeteiligung ein größeres Maß an Zufriedenheit, ein höheres Sicherheitsempfinden - bezogen auf den Arbeitsplatz - sowie ein besserer Gesundheitszustand einher. Für Unternehmen rechnen sich Fördermaßnahmen für ältere Beschäftigte vor allem, wenn Wissen über neue Prozesse und Produkte vermittelt werden. Der volkswirtschaftliche und damit gesellschaftliche Effekt kommt besonders zum Tragen, wenn Weiterbildung dazu beiträgt, Beschäftigte länger im Erwerbsleben zu halten. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln hat eine "Aktivierungsrendite" von 97,5 Milliarden für das Jahr 2030 und knapp 141 Milliarden Euro für das Jahr 2035 errechnet.

"Die zunehmende Veränderung der Altersstruktur in Unternehmen wird die Weiterbildung für ältere Beschäftigte immer stärker in den Fokus rücken", sagte die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder.

"Weiterbildung bedeutet für ältere Beschäftigte nicht nur weitere Qualifizierung, sondern auch Anerkennung und Wertschätzung. Das erzeugt zusätzliche Motivationsschübe. Deshalb unterstützen wir in unseren Programmen sowohl die Weitergabe von Erfahrungen Älterer als auch deren Qualifizierung, z. B. im Umgang mit neuen Medien oder im ehrenamtlichen Engagement."

Mit der Studie leistet das Bundesfamilienministerium einen Beitrag zur Diskussion über die Gestaltung unserer alternden Gesellschaft. Erstmalig wurde für Weiterbildung in der zweiten Lebenshälfte eine Bildungsrendite ermittelt. Jüngste Befragungen belegen, dass immer mehr Menschen länger arbeiten wollen, sogar über die Regelarbeitszeit hinaus. In einer kontinuierlichen Weiterbildung liegt ein Schlüssel für längere Beschäftigung. Die "Aktivierungsrendite" kommt auch der jüngeren Generation zugute, denn höhere Einnahmen in der Steuer und in der Sozialversicherung entlasten Jüngere und verbessern die Versorgung im Alter.

Neben der Weiterbildung älterer Beschäftigter nimmt das Bundesfamilienministerium die Herausforderungen des demografischen Wandels auch in andern Bereichen in den Blick - etwa mit der Förderung familienfreundlicher und flexibler Arbeitszeiten, der erfolgreichen Einführung der Familienpflegezeit, dem Bundesfreiwilligendienst sowie der Stärkung der Jugendfreiwilligendienste, dem Kitaausbau, der Weiterentwicklung der Mehrgenerationenhäuser, der Fortführung des Programms "Soziales Wohnen im Alter" oder mit der Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive in der Altenpflege.

Die Ergebnisse der Studie werden bei der Fachtagung "Die deutsche Wirtschaft und der demografische Wandel" vorgestellt, die vom Bundesfamilienministerium und dem "Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft - econsense" gemeinsam am 11. Juni in Berlin im Meistersaal am Potsdamer Platz durchgeführt wird.

Eine Kurzfassung der Studie finden Sie unter www.bmfsfj.de

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
E-mail: poststelle@bmfsfj.bund.de <mailto:poststelle@bmfsfj.bund.de>
Internet: http://www.bmfsfj.de <http://www.bmfsfj.de>
Servicetelefon: 01801 90 70 50
Wann können Sie anrufen?
montags bis donnerstags von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr

| BMFSFJ
Weitere Informationen:
http://www.bmfsfj.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

Branchentreff für IT-Entscheider - Rittal Praxistage IT in Stuttgart und München

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

WHZ erhält hochmodernen Prüfkomplex für Schraubenverbindungen

23.05.2017 | Maschinenbau

«Schwangere» Stubenfliegenmännchen zeigen Evolution der Geschlechtsbestimmung

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Tumult im trägen Elektronen-Dasein

23.05.2017 | Physik Astronomie