Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Studie belegt: überwiegende Mehrheit der Bevölkerung der Ost-West-Debatte überdrüssig

17.12.2012
Über 23 Jahre nach dem Mauerfall ist die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung der Ost-West-Debatte überdrüssig.
Ostdeutsche bewerten sich entgegen weitverbreiteter Auffassung selbst deutlich positiver als Westdeutsche. Das belegt eine aktuelle Studie, die im Auftrag der Hochschulinitiative Neue Bundesländer durchgeführt wurde.

Ostdeutsche sehen sich selbst weitaus positiver als Westdeutsche. Das ist das Ergebnis einer Studie, die das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Hochschulinitiative Neue Bundesländer durchgeführt hat.

Für die repräsentative Bevölkerungsumfrage wurden insgesamt 1600 Personen aus West und Ost unter anderem nach ihrer Einschätzung hinsichtlich Klischees, Unterschieden und Gemeinsamkeiten sowie ihren Assoziationen in Bezug auf Ost- bzw. Westdeutschland befragt.

Im Rahmen der Untersuchung ordneten sich Ostdeutsche zu 47 Prozent positive Eigenschaften und 12 Prozent negative Merkmale zu – die Westdeutschen hingegen sahen bei sich selbst mit 17 Prozent deutlich weniger positive und mit 21 Prozent etwas mehr negative Eigenschaften.

Der Osten ist beliebter geworden: So hat die Studie ergeben, dass im Westen Vorurteile gegenüber Ostdeutschland inzwischen schwächer ausgeprägt sind als umgekehrt. Bundesweit nehmen die Befragten generell Unterschiede zwischen den alten und neuen Bundesländern immer weniger wahr – zwei Drittel der Westdeutschen fühlen sich im Osten nicht fremd, und junge Ostdeutsche haben geringe Berührungsängste gegenüber den alten Bundesländern. Nur noch ein Fünftel der unter 30-Jährigen in Ostdeutschland - deutlich weniger als früher - gibt an, sich eher als Ostdeutsche zu fühlen.

„Es ist erfreulich“, so die Ministerin für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt und Koordinatorin der Hochschulinitiative Neue Bundesländer, Prof. Dr. Birgitta Wolff, „dass die Untersuchungen aus Allensbach zum einen zeigen, dass die Spannungen zwischen Ost- und Westdeutschen seit Mitte der 1990er Jahre deutlich zurückgegangen sind und zum anderen die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung offensichtlich kein Interesse mehr daran hat, Deutschland gedanklich in Ost und West zu teilen, sie fühlt viel mehr gesamtdeutsch. Diese Entwicklung weiter voran zu treiben und gemeinsam mit den ostdeutschen Hochschulen die Vorurteile westdeutscher Studieninteressierter gegenüber den neuen Bundesländern abzubauen, dafür setzt sich die Hochschulinitiative bereits seit fünf Jahren ein.“
Hintergrund
Die Hochschulinitiative Neue Bundesländer ist eine Initiative der Wissenschaftsministerien der Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die Kampagne „Studieren in Fernost“ wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Ziel der Kampagne ist es, mehr westdeutsche Studieninteressierte für ein Studium in Ostdeutschland zu gewinnen.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Redaktionsbüro Hochschulinitiative Neue Bundesländer
Litfaß-Platz 1
10178 Berlin

Tel.: 030/70 01 86 850
Fax: 030/70 01 86 294
E-Mail: presse@hochschulinitiative.de
www.studieren-in-fernost.de
www.facebook.com/StudierenInFernost
http://twitter.com/fernost

Katrin Kuhn | idw
Weitere Informationen:
http://www.studieren-in-fernost.de/de/fakten/pressebereich/pressemitteilungen-kampagne/pm-121217.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave
02.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

nachricht Europaweite Studie zu Antibiotikaresistenzen in Krankenhäusern
18.11.2016 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weiterbildung zu statistischen Methoden in der Versuchsplanung und -auswertung

06.12.2016 | Seminare Workshops

Bund fördert Entwicklung sicherer Schnellladetechnik für Hochleistungsbatterien mit 2,5 Millionen

06.12.2016 | Förderungen Preise

Innovationen für eine nachhaltige Forstwirtschaft

06.12.2016 | Agrar- Forstwissenschaften