Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Studie belegt beruflichen Erfolg von Hochschulabsolventen

08.04.2009
Schavan: "Studieren lohnt sich - wir müssen gerade in der Krise alles daran setzen, um mehr junge Menschen für ein Studium zu gewinnen"

Absolventinnen und Absolventen von Universitäten und Fachhochschulen haben zehn Jahre nach dem Examen Berufe, mit denen sie zufrieden sind und in denen sie angemessen bezahlt werden.

Ihre Erwerbstätigenquote liegt bei rund 90 Prozent, die Arbeitslosenquote bei nur einem Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Untersuchung der Hochschul-Informations GmbH (HIS), die den beruflichen und persönlichen Werdegang von über 5400 Hochschulabsolventen des Jahrgangs 1997 untersuchte.

Mit der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Befragung von Hochschulabsolventen zehn Jahre nach dem Examen wurde erstmals ein derart großer Zeitraum im Anschluss an ein Hochschulstudium analysiert.

Bundesbildungsministerin Annette Schavan sagte dazu am Mittwoch in Berlin: "Die jetzt vorliegende Studie zeigt sehr deutlich: Studieren lohnt sich. Gerade in Zeiten der Krise ist eine gute Ausbildung der Schlüssel für gute Berufschancen. Wir wollen mehr junge Menschen für ein Studium gewinnen. Deshalb müssen wir die Studienbedingungen konsequent weiter verbessern, um eine Studienanfängerquote von 40 Prozent eines Jahrgangs zu erreichen. Mit der BAföG-Reform, der Ausweitung des Begabtenförderung und dem Hochschulpakt haben wir dieses Ziel bereits kräftig voran gebracht. Die Neuordnung der Studienplatzvergabe und die Neuauflage des Hochschulpaktes sind die entscheidenden Schritte, die wir jetzt tun müssen."

Die Absolventenbefragung ergab, dass die Quote der Erwerbstätigen auf einem hohen Niveau liegt: 91 Prozent der Fachhochschul- und 89 Prozent der Universitätsabsolventen sind nach zehn Jahren erwerbstätig. Ihre Erwerbstätigenquote liegt damit deutlich über dem Durchschnitt der Gesamtbevölkerung. Erfolgreicher Berufsverlauf und Familie müssen dabei keine Gegensätze darstellen. 60 Prozent der Hochschulabsolventinnen und -absolventen haben zehn Jahre nach ihrem Examen Kinder. Dieser Anteil dürfte noch weiter ansteigen, denn immerhin wünschen sich rund die Hälfte der bisher Kinderlosen Nachwuchs.

Sehr markant ist vor allem die niedrige Arbeitslosen-Quote: sie betrifft lediglich ein Prozent der Befragten und ist zudem in der Regel nur ein Übergangsphänomen. Arbeitslosigkeit tritt meistens direkt nach dem Studium oder nach einer weiteren Ausbildungsphase - etwa dem Referendariat bei Lehrerinnen und Lehrern - ein. Auch befristete Arbeitsverträge oder Beschäftigungen unterhalb des Qualifikationsniveaus treten relativ selten auf: Fünf Prozent der Fachhochschulabsolventen und zehn Prozent der Universitätsabsolventen haben einen befristeten Arbeitsvertrag, und nur jeder Zehnte ist inadäquat beschäftigt.

Die Brutto-Jahreseinkommen sind ebenfalls vergleichsweise hoch und liegen im Durchschnitt zehn Jahre nach dem Abschluss bei rund 60 000 Euro. Allerdings zeigen sich hier deutliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Fachrichtungen: während Sozialpädagogen im Durchschnitt ein Jahresgehalt von 38 000 Euro erhalten, liegt das Jahreseinkommen bei Wirtschaftsingenieuren durchschnittlich bei über 100 000 Euro.

Die HIS-Studie "Aufgestiegen und erfolgreich. Ergebnisse der dritten HIS-Absolventenbefragung des Jahrgangs 1997 zehn Jahre nach dem Examen" kann unter www.his.de/ abgerufen werden.

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.his.de/
http://www.bmbf.de/press/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave
02.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

nachricht Europaweite Studie zu Antibiotikaresistenzen in Krankenhäusern
18.11.2016 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie