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Strukturstudie BWe MOBIL 2011

14.11.2011
Im Auftrag der Landesagentur für Elektromobilität und Brennstoffzellentechnologie Baden-Württemberg untersucht das Fraunhofer IAO Chancen und Risiken für das Land im Zuge des elektromobilen Wandels. Die wichtigsten Erkenntnisse sind ab sofort in der Strukturstudie BWe mobil 2011 zusammengefasst.

Der Wandel zur Elektromobilität bringt in den kommenden Jahren eine Reihe an Veränderungen ganz unterschiedlicher Facetten mit sich. Im Jahr 2020 werden weltweit ca. 50 Prozent mehr PKWs verkauft als zum heutigen Stand.

Relativ betrachtet, soll der Anteil von PKWs mit reinem Verbrennungsmotor von heute rund 98 Prozent auf ca. 67 Prozent im Jahr 2020 fallen. Der Anteil rein batterieelektrischer Fahrzeugkonzepte könnte zu diesem Zeitpunkt rund 5 Prozent betragen.

Die Erhebungen, die das Fraunhofer IAO im Rahmen der aktuellen Strukturstudie »BWe mobil 2011« im Auftrag der Landesagentur für Elektromobilität und Brennstoffzellentechnologie Baden-Württemberg durchgeführt hat, deuten darauf hin, dass bereits im Jahr 2020 nahezu die Hälfte des weltweiten Marktpotenzials (Zuwachs) auf Komponenten des elektrifizierten Antriebsstrangs (Elektrische Maschine, Leistungselektronik, Batteriesystem, Ladegerät) entfallen, was einem Wert von ca. hundert Milliarden Euro entspricht. Unter optimaler Ausnutzung bestehender Potenziale könnten im Automobilland Baden-Württemberg, bedingt durch das Wachstum, nahezu 10 000 neue Arbeitsplätze entstehen.

Um zukünftig jedoch starke Beschäftigungseffekte im Land zu generieren, ist es wichtig, eine hohe Wertschöpfungstiefe bei den so genannten neuen Antriebsstrangkomponenten zu erreichen. Dies erfordert Erkenntnisse aus Forschung und Entwicklung, welche auf die industrielle Fertigung übertragen werden müssen. Der im Land hervorragend aufgestellte Anlagen- und Maschinenbau kann und muss diesen Prozess begleiten.

Kleine und mittelständische Unternehmen als wesentliche Akteure in der automobilen Wertschöpfungslandschaft Baden-Württembergs müssen zudem aktiv in den Wissenstransfer großer Unternehmen und Forschungseinrichtungen eingebunden werden. Nur durch die Befähigung des Mittelstands lässt sich eine wettbewerbsfähige »elektromobile« Wertschöpfungsstruktur ganzheitlich im Land etablieren.

Claudia Garád | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.iao.fraunhofer.de

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