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Steuersätze 1993-2008 im internationalen Vergleich

08.09.2008
Trend: Unternehmensteuersätze sinken weiter, Umsatzsteuersätze gewinnen weltweit an Bedeutung

Im globalen Wettbewerb bleibt die Tendenz zur Senkung der Unternehmensteuer bestehen. Im Gegenzug bleiben die Umsatzsteuersätze konstant. Das ist das Ergebnis von KPMG's Corporate and Indirect Tax Rate Survey 2008.

Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft vergleicht seit 16 Jahren regelmäßig Steuersätze in rund 100 Ländern, darunter die 30 OECD-Mitgliedstaaten und alle 27 EU-Staaten. Erstmals seit 1994 hat keines der untersuchten Länder seine Unternehmensteuersätze erhöht.

Der durchschnittliche weltweite Unternehmensteuersatz 2008 liegt bei 25,9 Prozent. Nach wie vor haben die EU-Mitgliedstaaten die niedrigste Unternehmensteuerbelastung aller Industriestaaten. Mit einem Rückgang von über 11 Prozentpunkten in den vergangenen neun Jahren sank die durchschnittliche Steuerbelastung für Kapitalgesellschaften in den EU-Mitgliedstaaten auf 23,2 Prozent.

Die höchste durchschnittliche Unternehmensteuer wurde im asiatisch-pazifischen Raum mit 28,4 Prozent ermittelt. In Deutschland wurde im Zuge der Unternehmensteuerreform 2008 die Ertragsteuerbelastung von 38,4 Prozent im Vorjahr um fast 9 Prozentpunkte auf 29,51 Prozent reduziert. Damit liegt Deutschland aber nach wie vor nicht nur über dem europäischen, sondern auch über dem weltweiten Durchschnitt.

Beim Betrachten der Umsatzsteuersätze zeigt sich ein anderes Bild: Weltweit liegt der Umsatzsteuersatz bei 15,7 Prozent. Die EU-Staaten weisen mit durchschnittlich 19,49 Prozent die höchsten Umsatzsteuersätze aus. Die Umsatzsteuersätze in den OECD-Mitgliedstaaten liegen durchschnittlich bei 16,9 Prozent. Deutschland liegt mit 19 Prozent knapp unter dem EU-Durchschnitt.

Ernst Gröbl, im KPMG-Vorstand für den Geschäftsbereich Tax zuständig: "Bereits seit einigen Jahren lässt sich erkennen, dass Regierungen der Umsatzsteuer erhöhte Aufmerksamkeit schenken. Diese Tendenz wird vor allem daran deutlich, dass immer mehr Länder indirekte Steuersysteme implementieren. Diese existieren schon in 135 Staaten, und weitere Länder, wie beispielsweise Indien, bereiten deren Einführung vor."

Pressekontakt:
KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft
Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Marita Reuter/Thomas Blees
Tel.: (0 30) 20 68-11 18, Fax: (0 30) 20 68-11 48
eMail: mreuter@kpmg.com / tblees@kpmg.com

Thomas Blees | KPMG
Weitere Informationen:
http://www.kpmg.de

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