Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Steigendes Interesse großer Pharmaunternehmen schafft enormes Wachstumspotenzial für Contract Manufacturing

29.02.2012
Technisches Know-how und potenzielle Zeit- und Kosteneinsparungen steigern Rentabilität von Auftragsfertigung

Große Pharmaunternehmen sehen in der Auslagerung der pharmazeutischen Herstellung zunehmend eine strategische Option, die ihnen ermöglicht, sich auf die Kernkompetenzen im Bereich F&E zu konzentrieren. Das Auslaufen des Patentschutzes von wichtigen Blockbuster-Medikamenten im Wert von 45 Milliarden US-Dollar und von biologischen Wirkstoffen im Wert von 30 Milliarden US-Dollar bis 2018 dürfte außerdem die Kapazitätsauslastung der Fertigungsanlagen verringern und Outsourcing so für Pharma- und Biotech-Unternehmen zu einer rentablen Lösung machen.

Laut einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Frost & Sullivan (http://www.pharma.frost.com) erwirtschaftete der europäische Markt für pharmazeutische Auftragsfertigung (Pharmaceutical Contract Manufacturing) im Jahr 2011 Umsätze von 10,02 Milliarden US-Dollar, die bis zum Jahr 2018 auf 20,75 Milliarden US-Dollar anwachsen sollen. Der europäische Markt für Biotech-Auftragsfertigung soll im selben Zeitraum von 1,21 Milliarden US-Dollar auf rund 2,67 Milliarden US-Dollar ansteigen.

„Da Pharma- und Biotech-Unternehmen darum bemüht sind, sich stärker auf ihre internen Kernkompetenzen zu konzentrieren, etabliert sich Outsourcing immer mehr als strategische Fertigungsoption“, erklärt Frost & Sullivan Research Analystin Aiswariya Chidambaram. „Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise haben zusammen mit den dürftigen Leistungen der Wagniskapitalbranche in Europa die Popularität der Auftragsfertigung verstärkt, die sich inzwischen zu einem Synonym für Kostenreduzierung und die Möglichkeit, Produkte zeitgerecht auf den Markt zu bringen, entwickelt hat.”

Gleichzeitig dürften sich durch den Patentablauf zahlreicher wichtiger Blockbuster-Medikamente großer Pharma- und Biotech-Unternehmen die Kapazitätsauslastungen der Fertigungsanlagen auf die Hälfte reduzieren. Dies wird die Tendenz zur Auslagerung der Fertigung seitens großer Pharmakonzerne verstärken. Zurzeit decken die großen Pharmaunternehmen zwischen zehn und 25 Prozent des gesamten Umsatzes von Auftragsfertigern in Europa. Frost & Sullivan prognostiziert, dass diese Anteile bis zum Jahr 2013 auf 40 Prozent ansteigen werden, und bis zum Jahr 2018 auf 50 Prozent.

Dennoch dürften die strikten gesetzlichen Anforderungen einigen Druck auf Auftragshersteller ausüben. Da die rechtlichen Rahmenbedingungen in Europa aufgrund von Kontaminationsproblemen, Sicherheitsstandards und Arzneimittelrückrufen zunehmend strenger werden, dürften die Kosten für Zulassungsverfahren einen Großteil der Fixkosten von Auftragsherstellern ausmachen.

Trotz dieser Herausforderungen sind die Aussichten für den Markt extrem positiv. Frost & Sullivan rechnet für den europäischen Markt für pharmazeutische Auftragsfertigung mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 10,9 Prozent für den Zeitraum von 2011-2018, während für die entsprechende Biotech-Sparte eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 12,1 Prozent für denselben Zeitraum zu erwarten ist.

„Obwohl die Nachfrage nach Fertigungskapazität steigt, sollten Auftragshersteller bei der Planung eines Kapazitätsausbaus sorgfältig Nutzen und Risiken abwägen, um nicht durch Überkapazitäten belastet zu werden, die in der Folge zur Übernahme kleinerer Auftragshersteller durch größere Unternehmen führen könnten,” warnt Aiswariya. „Für richtig positionierte und technologisch entsprechend gerüstete Auftragshersteller ergibt sich in diesem kapitalintensiven und technologiegetriebenen Markt für Auftragsfertigung sicherlich ein enormes unerschlossenes Potenzial.“

Für weitere Informationen zu Frost & Sullivans Studie European Pharmaceutical and Biotech Contract Manufacturing Markets kontaktieren Sie bitte Katja Feick - Corporate Communications (katja.feick@frost.com).

Die Studie European Pharmaceutical and Biotech Contract Manufacturing Markets ist Bestandteil des Growth Partnership Service Programms Pharmaceuticals & Biotechnology, das außerdem Analysen zu den folgenden Bereichen umfasst: European Biosimilars Market and Generic Pharmaceuticals Market – A Global Analysis. Sämtliche Studien im Subskriptionsservice basieren auf ausführlichen Interviews mit Marktteilnehmern und bieten detaillierte Informationen über Marktchancen und Branchentrends.

Über Frost & Sullivan
Frost & Sullivan ist der globale Partner für Unternehmen, wenn es um Wachstum, Innovation und Marktführung geht. Die Dienstleistungen Growth Partnership Services und Growth Consulting helfen dem Kunden, innovative Wachstumsstrategien zu entwickeln, eine auf Wachstum ausgerichtete Kultur zu etablieren und entsprechende Strategien umzusetzen. Seit 50 Jahren in unterschiedlichen Branchen und Industrien tätig, verfügt Frost & Sullivan über einen enormen Bestand an Marktinformationen und unterhält mittlerweile mehr als 40 Niederlassungen auf sechs Kontinenten. Der Kundenstamm von Frost & Sullivan umfasst sowohl Global-1000-Unternehmen als auch aufstrebende Firmen und Kunden aus der Investmentbranche. Weitere Informationen zum Thema Growth Partnerships unter http://www.frost.com.

Titel der Studie: European Pharmaceutical and Biotech Contract Manufacturing Markets (M78C-52)

Kontakt:
Katja Feick
Corporate Communications – Europe
Clemensstr. 9
D – 60487 Frankfurt
Tel.: +49 (0) 69 7703343
E-Mail: katja.feick@frost.com
http://www.frost.com
Twitter: twitter.com/frost_sullivan

Katja Feick | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://www.frost.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Europaweite Studie zu „Smart Engineering“
30.03.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie