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Stammzellen-Verfahren ohne Embryos beschleunigt

19.10.2009
Alternative ist 200 Mal effektiver und doppelt so schnell

Wissenschaftler des Scripps Research Institute haben ein neues Verfahren zur drastischen Erhöhung des Ertrags von Stammzellen aus adultem Gewebe entwickelt. Dabei handelt es sich um einen konkreten Fortschritt bei der Herstellung großer Mengen von Stammzellen ohne den Einsatz von Embryos. Mit Hilfe von drei Wirkstoffen gelang es dem Team um Sheng Ding, das Verfahren 200 Mal effektiver und doppelt so schnell zu machen. Details der Studie wurden in Nature Methods veröffentlicht.

Die Herstellung von Stammzellen aus adulten menschlichen Hautzellen wurde erstmals 2007 von japanischen und US-amerikanischen Wissenschaftlern der Öffentlichkeit präsentiert. Mit Viren wurden vier Gene in die Zellen eingebracht, die die Aktivierung und Deaktivierung von anderen Genen anregten und so dazu führten, dass diese wieder zu Stammzellen wurden. Dieses Verfahren dauerte laut BBC jedoch Wochen und die Erfolgsrate lag bei einer von 10.000 Zellen.

Chemikalien zur Optimierung

Die aktuellen Forschungen basieren auf diesem Verfahren und auf der Hinzufügung von Chemikalien zur Optimierung. Es war zuvor bereits gelungen, die Anzahl der entstandenen Zellen mit zwei Verbindungen zu erhöhen, die einen natürlichen Vorgang einleiteten, der die Zellen näher an einen den Stammzellen ähnlichen Zustand brachte. Durch die Hinzufügung von Thiazovivin erhöhte sich die Anzahl der umgewandelten Zellen um das 200-Fache. Bei Thiazovivin handelt es sich um ein kleines Molekül, das beim Überleben von Zellen eine Rolle spielt. Der endgültige Umwandlungsprozess dauerte zwei Wochen. Zuvor war dafür ein Monat erforderlich.

Laut Sheng Ding sei es gelungen, einen grundlegenden Ablauf in den Zellen zu beeinflussen. In Hinsicht auf Geschwindigkeit und Effektivität seien bedeutende Fortschritte erzielt worden. Es handle sich um die erste Beschleunigung der Umprogrammierung menschlicher Zellen. Er geht davon aus, dass dieses Verfahren rasch übernommen werden und zu entscheidenden Fortschritten beitragen wird.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.scripps.edu
http://www.nature.com/nmeth

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