Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Städtische Infrastruktur zukunftsgerichtet planen

16.12.2010
Neue Studie zeigt Herausforderungen und Handlungsoptionen für die technische und soziale Infrastrukturplanung der Städte auf

Die Rahmenbedingungen für die Planung der städtischen Infrastrukturen in Deutschland haben sich seit einigen Jahren stark verändert. Ursachen sind vor allem der demografische Wandel, Klimaveränderungen sowie die Folgen der kulturellen, technischen und wirtschaftlichen Globalisierung.

Neben diesen „Megatrends“ müssen weitere Herausforderungen berücksichtigt werden, die von großer Bedeutung für die künftige Entwicklung der Städte und unserer Lebensverhältnisse sind. Eine neue Studie des Deutschen Instituts für Urbanistik und der Wüstenrot Stiftung zeigt Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten in den Bereichen technischer und sozialer Infrastruktur auf.

Im Energiesektor ist ein Umschwung zu einer nachhaltigeren Energieversorgung als wir sie heute kennen dringend geboten. Ideal wäre hier die Nutzung dezentraler Systeme, die sich in lokale bzw. regionale Netzwerke einbinden lassen. Auch im Gesundheitssektor stehen erhebliche Strukturveränderungen an, aus denen sich neue, veränderte Finanzierungs- und Organisationsfragen für die kommunalen Krankenhäuser ergeben. In Bildung und Erziehung werden sich nicht nur Angebote und Inhalte verändern, Reformen werden auch die Schließung oder Zusammenlegung von Standorten nach sich ziehen, um mehr Effizienz und schlankere Organisationsformen zu schaffen.

Diese Entwicklungen werden sich auf die vorhandene Infrastruktur und damit auf die Rahmenbedingungen des Städtebaus auswirken. Sie haben daher bedeutenden Einfluss auf die künftige Planung technischer und sozialer Infrastruktur und stellen die Städte vor neue Herausforderungen, zu denen es bislang kaum städtebauliche Orientierungen gibt.

Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) führte die Studie im Auftrag der Wüstenrot Stiftung durch. Gemeinsames Ziel war es, anhand des Forschungsprojekts zu einer fundierten Ausarbeitung der Grundlagen für eine neue Form und Qualität von städtebaulichen Orientierungswerten zu gelangen. Die Ergebnisse sollen den Städten dabei helfen, in der Infrastrukturplanung wie auch in den Weichenstellungen für einen zukunftsgerichteten Städtebau die zu erwartenden Entwicklungen adäquat zu berücksichtigen und die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Stadtentwicklung zu schaffen. Die Studie liefert die in unterschiedlichen infrastrukturellen Handlungseldern notwendige systematische Erfassung der Faktoren, die die Ver- bzw. Entsorgung der Städte mit Strom, Wärme, Wasser, Abwasser sowie öffentlichem Personennahverkehr beeinflussen und Leistungen wie auch bauliche Einrichtungen der sozialen Infrastruktur - vor allem in den Bereichen Bildung und Gesundheit - verändern.

Bibliographische Angaben: Infrastruktur und Stadtentwicklung. Technische und soziale Infrastrukturen - Herausforderungen und Handlungsoptionen für Infrastruktur- und Stadtplanung. Herausgegeben vom Deutschen Institut für Urbanistik und der Wüstenrot Stiftung, Edition Difu, Band 10, 2010, 496 S., zahlreiche, auch farbige Abb., Tab., Übers. ISBN: 978-3-88118-483-0, 26,- EUR.

http://www.difu.de/publikationen/2010/infrastruktur-und-stadtentwicklung.html

Langfassung im Difu-Newsletter Berichte 4/2010, Dezember 2010:
http://www.difu.de/sites/difu.de/files/archiv/publikationen/zeitschriften/difu-b... (Seite 4-5)
Weitere Informationen:
Dipl.-Sozial-Ökonom Jens Libbe, Deutsches Institut für Urbanistik
Telefon: 030/39001-115, E-Mail: libbe@difu.de
Dr. Stefan Krämer, Wüstenrot Stiftung, Ludwigsburg
Telefon: 07141/16-4766, E-Mail: stefan.kraemer@wstg.de
Weitere Informationen im Internet:
http://www.difu.de/publikationen/2010/infrastruktur-und-stadtentwicklung.html
http://www.difu.de
Kurzinfo: Deutsches Institut für Urbanistik
Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) ist als größtes Stadtforschungsinstitut im deutschsprachigen Raum die Forschungs-, Fortbildungs- und Informationseinrichtung für Städte, Kommunalverbände und Planungsgemeinschaften. Ob Stadt- und Regionalentwicklung, kommunale Wirtschaft, Städtebau, soziale Themen, Umwelt, Verkehr, Kultur, Recht, Verwaltungsthemen oder Kommunalfinanzen: Das 1973 gegründete unabhängige Berliner Institut - mit einem weiteren Standort in Köln (Bereich Umwelt) - bearbeitet ein umfangreiches Themenspektrum und beschäftigt sich auf wissenschaftlicher Ebene praxisnah mit allen Aufgaben, die Kommunen heute und in Zukunft zu bewältigen haben. Der Verein für Kommunalwissenschaften e.V. ist alleiniger Gesellschafter des in der Form einer gemeinnützigen GmbH geführten Forschungsinstituts.
Pressekontakte:
Deutsches Institut für Urbanistik (Difu)
Sybille Wenke-Thiem
Ltg. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Zimmerstr. 13-15 , 10969 Berlin
E-Mail: wenke-thiem@difu.de
Telefon: 030/39001-209
Telefax: 030/39001-130

Sybille Wenke-Thiem | idw
Weitere Informationen:
http://www.difu.de/publikationen/2010/infrastruktur-und-stadtentwicklung.html
http://www.difu.de
http://www.kommunalweb.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Studie zu Bildungsangeboten für die Industrie 4.0 in Österreich
05.02.2018 | Fachhochschule St. Pölten

nachricht Schildkrötengehirne sind komplexer als gedacht
05.02.2018 | Eberhard Karls Universität Tübingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Im Focus: Developing reliable quantum computers

International research team makes important step on the path to solving certification problems

Quantum computers may one day solve algorithmic problems which even the biggest supercomputers today can’t manage. But how do you test a quantum computer to...

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Verlässliche Quantencomputer entwickeln

22.02.2018 | Informationstechnologie

Histologie in 3D: Neue Färbemethode ermöglicht Nano-CT-Aufnahmen von Gewebeproben

22.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Forscher entdecken neuen Signalweg zur Herzmuskelverdickung

22.02.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics