Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Staatliche Förderung entscheidend für wachsende Dynamik im Elektroautomarkt

25.05.2009
Der Europamarkt für Elektrofahrzeuge demonstriert erhebliches Potenzial: Bis zum Jahr 2015 könnte er ein Volumen von bis zu 480.000 Einheiten erreichen. Mit dieser neuen Prognose revidiert Frost & Sullivan ihre Schätzung vom Vorjahr, die noch von 250.000 Elektrofahrzeugen bis 2015 ausging. Als Hauptgrund für die Neubewertung nennt die Unternehmensberatung die sich verändernde Angebotsdynamik.

Fahrzeughersteller, Zulieferer, Versorgungseinrichungen und andere Unternehmen setzen längst auf Elektroautos. Die entscheidenden Impulse sowohl für die Angebots- als auch für die Nachfrageseite dürften aber zunächst von staatlicher Förderung und Kaufanreizen ausgehen.

„Angesichts der gegenwärtigen Lage der Autoindustrie, der Abhängigkeit vom Öl und der verfügbaren Technologien ist es Zeit für einen Wandel -- und dafür sind Elektrofahrzeuge die richtige Wahl“, so Anjan Hemanth Kumar, Senior Research Analyst bei Frost & Sullivan. „Wir glauben, dass den Regierungen eine zentrale Rolle bei der Realisierung des Traums von einer ‚echten grünen Mobilität‘ zukommt.“

Zwar haben einige europäische Länder schon wichtige Initiativen gestartet, um das Wachstum im Markt für Elektrofahrzeuge anzukurbeln. Und doch sind die Schritte in Richtung Kommerzialisierung in vielen Fällen noch sehr vage. So erhalten die Kunden vielerorts keine Förderung und keine Anreize für den Kauf von Elektrofahrzeugen. In Deutschland gibt es für die Käufer lediglich eine fünfjährige Befreiung von der Kfz-Steuer. Frankreich, die Niederlande, Belgien und Österreich bieten vage definierte Subventionen für grüne Fahrzeuge an, und in Italien sind Steuerbefreiungen und Subventionen auf bestimmte Regionen beschränkt. In Dänemark besteht der einzige finanzielle Anreiz für den Kauf eines neuen Elektrofahrzeugs im Erlass der 180 Prozent Steuer, die beim Kauf eines Neuwagens normalerweise anfallen. Im Gegensatz dazu kündigte die britische Regierung einen Bonus von bis zu 5.000 Pfund (5.600 Euro) für Käufer von Elektrofahrzeugen an. Das ist die erste Maßnahme dieser Größenordnung

zur Ermutigung von Verbrauchern.

„Frost & Sullivan vertritt die Ansicht, dass die Subventionen für die Verbraucher klar geregelt und mit detaillierten Budgets ausgestattet werden sollten“, unterstreicht Kumar. „Zudem muss gewährleistet werden, dass eine adäquate Zahl von Fahrzeugen zur Verfügung steht. Das ist ein Problem, da es bisher nicht genügend Elektrofahrzeuge auf den Straßen gibt, deren Halter in den Genuss von Fördermitteln kommen können. Die meisten Modelle werden frühestens 2011 zu kaufen sein.“

Um die weitere Verbreitung von Elektrofahrzeugen zu fördern, sollten die Regierungen für das erste Jahr die Verfügbarkeit von mindestens vier Ladestationen pro Elektrofahrzeug gewährleisten, bis zum fünften Jahr kann diese Zahl dann auf 2,5 Ladestationen pro Fahrzeug reduziert werden. Benötigt wird auch eine Schnellade-Infrastruktur.

Neben der Frage finanzieller Anreize müssen auch administrative Probleme gelöst werden. „Es liegt in der Macht der Regierungen, die Standardisierung von Batterien und Infrastruktur zu beeinflussen und die grüne Bewegung in der Automobilindustrie zu stärken“, so Kumar. „Bei den Elektrofahrzeugen hat Europa die wichtige Chance, in der Entwicklung von Batterietechnologien die Führungsrolle zu übernehmen. Einheimischen Herstellern könnten Anreize gegeben werden, Arbeitsplätze in Westeuropa zu schaffen und zu halten, statt sie nach Fernost zu verlagern, wie dies gegenwärtig der Fall ist.“

Für weitere Informationen zu Frost & Sullivans Studien zum Markt für Elektroautos wenden Sie sich bitte unter Angabe Ihrer vollständigen Kontaktdaten an Katja Feick - Corporate Communications (katja.feick@frost.com).

Über Frost & Sullivan
Frost & Sullivan ist eine weltweit tätige Unternehmensberatung, die in Partnerschaft mit ihren Kunden innovative Wachstumsstrategien entwickelt. Mit einem Serviceportfolio bestehend aus den Bereichen Growth Partnership Services, Growth Consulting und Corporate Training & Development unterstützt Frost & Sullivan seine Kunden dabei, eine auf Wachstum ausgerichtete Kultur zu etablieren und entsprechende Strategien umzusetzen.

Seit über 45 Jahren in unterschiedlichen Branchen und Industrien tätig, verfügt Frost & Sullivan über einen enormen Bestand an Marktinformationen und unterhält mittlerweile 35 Niederlassungen auf sechs Kontinenten. Der Kundenstamm von Frost & Sullivan umfasst sowohl Global-1000-Unternehmen als auch aufstrebende Firmen und Kunden aus der Investmentbranche.

Kontakt:
Katja Feick
Corporate Communications – Europe
Clemensstr. 9
D – 60487 Frankfurt
Tel.: +49 (0) 69 7703343
E-Mail: katja.feick@frost.com

Katja Feick | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://www.frost.com
http://www.automotive.frost.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave
02.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

nachricht Europaweite Studie zu Antibiotikaresistenzen in Krankenhäusern
18.11.2016 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Event News

ICTM Conference 2017: Production technology for turbomachine manufacturing of the future

16.11.2016 | Event News

Innovation Day Laser Technology – Laser Additive Manufacturing

01.11.2016 | Event News

#IC2S2: When Social Science meets Computer Science - GESIS will host the IC2S2 conference 2017

14.10.2016 | Event News

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie