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Spritschlucker: SUVs erobern deutschen Markt

12.11.2010
Trotz CO2-Kritik knapp 34.000 Fahrzeuge im Oktober verkauft

Der deutsche Markt für Geländelimousinen, sogenannte Sport Utility Vehicles (SUV), boomt. Einer aktuellen Erhebung des Centers Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen nach stieg die Zahl der verkauften SUV-Modelle im Oktober auf den Rekordwert von 33.857 Fahrzeugen. Damit ist bereits jeder neunte in der Bundesrepublik zugelassene Neuwagen ein SUV. Die CO2-Debatte ändert kaum etwas daran.

2015 bereits 416.000 SUVs

"Obwohl der höhere Verbrauch einen stärkeren CO2-Ausstoß mit sich bringt und viele der Wagen damit öffentlich am Pranger stehen, setzt sich der Trend unaufhörlich fort", so CAR-Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer gegenüber pressetext. "Die Verkaufszahlen nehmen zu, obwohl der SUV immer weniger explizit als Geländeauto angeboten wird. Er ist zwar ein Fahrzeug, das so aussieht, aber in vielen Fällen dazu nicht genutzt wird", sagt Dudenhöffer.

Nahmen die PS-starken Geländewagen vor 15 Jahren noch einen Nischenstatus ein, so sind sie heute kaum mehr wegzudenken. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Im Oktober des Jahres waren 13,2 Prozent aller in Deutschland zugelassenen Neuwagen SUVs. Die CAR-Prognose für 2015 geht sogar von 416.000 abgesetzten SUVs aus. Zeichnet sich der Trend bis dahin faktisch ab, dann gäbe es dann 28 Prozent oder 91.000 Geländewagen mehr als in 2010.

"Die Prognosen sind eher zurückhaltend und daher äußerst konservativ", erklärt Dudenhöffer. Denn künftig weiter angeheizt wird die stetig wachsende Nachfrage durch neue Modelle wie den BMW X1 oder den Mini Countryman, meint der Branchenkenner. Erstmals auf den SUV-Zug aufgesprungen ist auch die zu Renault gehörende rumänische Billigmarke Dacia, die mit dem Duster für 11.990 Euro derzeit den preisgünstigsten Geländewagen am Markt anbietet.

Weniger Verbrauch und Kompaktheit

Die Automobilunternehmen dürften die gestiegene Nachfrage nach SUVs aber vor allem zur Weiterentwicklung nutzen. Dabei geht der Trend zusehends weg vom großen, überschweren Spritsäufer hin zu einem kompakten Hochbeiner. Beispiele dafür sind unter anderem der Ford Kuga oder der VW Tiguan. Denn der Studie zufolge sind bereits über 70 Prozent der SUVs kompakt und daher nicht mehr wirklich mit den früheren Brüdern aus den USA vergleichbar.

Unterstrichen wird dieser Aspekt dadurch, dass es unter den heute zu kaufenden SUVs immer weniger echte Geländewagen gibt. Zwei Drittel der Fahrzeuge verfügen laut der CAR-Studie nur noch über einen Zweiradantrieb. Ein Ausflug ins Gelände dürfte damit schwierig werden. Zu den 2010 am häufigsten verkaufen SUVs gehören der VW Tiguan mit knapp 33.000 abgesetzten Autos sowie der BMW X1 mit 22.000 und der Audi Q5 mit 18.617 Modellen.

Florian Fügemann | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.uni-due.de/car

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