Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

So reduzieren mittelständische IT-Abteilungen ihre Kosten um 20 Prozent

05.05.2011
MFG und Partner schulen KMU im Umgang mit innovativen IT-Services

IT-Abteilungen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) können mithilfe von IT Service Management (ITSM) rund 20 Prozent der IT- und Personalkosten einsparen.

Zu diesem Ergebnis kommt die neue Projektstudie der europäischen Initiative INNOTRAIN IT, an der sich über 200 Unternehmen aus Deutschland, Österreich, Polen, Slowakei, Tschechien und Ungarn beteiligten. Ab September 2011 schult die MFG Baden-Württemberg mittelständische IT-Verantwortliche, wie sie die auf ihre Bedürfnisse angepassten ITSM-Methoden einsetzen.

Eine Optimierung der IT-Leistungserbringung von rund 20 Prozent können mittelständische Unternehmen erzielen, wenn sie ihre IT-Infrastruktur mit den Methoden des IT Service Managements (ITSM) optimieren. Das ist eines der zentralen Ergebnisse, zu der die europäische Initiative INNOTRAIN IT unter Leitung der MFG Baden-Württemberg in ihrer neuen Projektstudie zum Status quo von ITSM in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) kommt.

Die zwölf Projektpartner haben Unterschiede in der Einführung und Anwendung von ITSM in den sechs zentraleuropäischen Regionen Deutschland, Österreich, Polen, Slowakei, Tschechien und Ungarn untersucht. Insgesamt beteiligten sich über 200 Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen.

Das Konzept von ITSM sieht vor, Geschäftsprozesse mit einer strukturierten IT-Organisation bestmöglich zu unterstützen. So kann beispielsweise die Auslagerung bestimmter IT-Services eine Rolle spielen, damit IT-Verantwortliche im Arbeitsalltag nicht nur mit der Bereitstellung und Wartung von Druckern, Software oder Servern beschäftigt sind. Nutzen Unternehmen zum Beispiel die frei werdenden Ressourcen um Innovationen auf Infrastrukturebene einzuführen, sind Effizienzsteigerungen bis zu 58 Prozent möglich, so das Ergebnis der unter Federführung der Hochschule Heilbronn durchgeführten Studie. Die Befragung belegt außerdem, dass die Nutzung innovativer IT-Services einen direkten Einfluss auf die Gewinnentwicklung im Unternehmen hat.

ITSM bei Unternehmen bekannt, aber nicht systematisch angewandt
Weiterhin zeigt die Befragung, dass in zentraleuropäischen KMU immer noch eine große Lücke zwischen dem Wissen über ITSM und dessen Anwendung besteht. Fast 40 Prozent der befragten Unternehmen kennen zwar ITSM-Rahmenwerke wie ITIL (IT Infrastructure Library) oder CoBIT sowie die jeweiligen Methoden, aber nur 10 Prozent wenden diese systematisch an. Den Studienergebnissen zufolge hindert vor allem die Komplexität der bestehenden ITSM-Rahmenwerke die Unternehmen daran, sich systematisch der Philosophie und der Methoden von ITSM zu bedienen.

Darüber hinaus bemängelten die Befragten, dass es bislang keine geeigneten Trainingsmöglichkeiten gebe, die die besonderen Erfordernisse von kleineren und mittleren Unternehmen berücksichtigen.

MFG und Partner schulen Mittelständler im Umgang mit ITSM
Dieser Herausforderung begegnet das EU-Projekt INNOTRAIN IT. Mit zwölf Projektpartnern, von denen drei aus Baden-Württemberg kommen – die Beatrix Lang GmbH aus Birenbach, die Hochschule Heilbronn sowie die MFG Baden-Württemberg – werden in sechs zentraleuropäischen Regionen auf die Bedarfe der KMUs angepasste ITSM-Methoden entwickelt. Begleitend dazu werden ab September 2011 speziell auf die Bedürfnisse von KMU zugeschnittene ITSM-Schulungen angeboten.

Bis Ende 2012 sollen in allen sechs Partnerregionen insgesamt 120 solcher Trainings durchgeführt, 800 Innovationsprozesse angestoßen und rund 1.000 Botschafter für IT-Innovationen ausgebildet werden. Allein in Baden-Württemberg werden rund 200 mittelständische IT-Verantwortliche geschult.

Innovative KMU sind wichtiger Wirtschaftsfaktor
Die Erkenntnisse der vorliegenden Studie sind sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftlich von großer Bedeutung: Rund 99% aller Unternehmen in der Europäischen Union sind Klein- und Mittelbetriebe, die insgesamt über 85 Millionen Menschen beschäftigen. Die IT-Abteilungen von KMU in Zentraleuropa stehen daher vor der wichtigen Aufgabe, durch einen anhaltenden Innovationsprozess den wirtschaftlichen Erfolg ihrer Unternehmen zu sichern.
KMU, deren Produkte stark IT-abhängig sind, müssen sich in einem extrem innovativen Umfeld behaupten. Dieser Herausforderung können die Betriebe nur mit einer zuverlässigen IT-Infrastruktur begegnen. Wenn es ihnen gelingt, diese gut zu organisieren und zu entwickeln, erhöht sich ihr Innovationspotential und sie werden zum Innovationsmotor ihrer Regionen.

Die Studie kann unter http://bit.ly/lOS9Km kostenfrei heruntergeladen werden.

Weiterführende Links:
http://bit.ly/lOS9Km
www.innotrain-it.eu
innovation.mfg.de
Über INNOTRAIN IT
INNOTRAIN IT will IKT-Innovationsbarrieren in Zentraleuropa durch Schärfung des Bewusstseins für neue und innovative IT-Service-Management-Tools beseitigen. Im Rahmen des Projektes werden IT-Verantwortliche dazu ausgebildet, diese Services mithilfe von IT Service Management (ITSM) effektiv zu nutzen und strategische IKT Prozesse sowie Produkt- oder Serviceinnovationen in ihren Betrieben zu verwirklichen. Ferner wird der transnationale Austausch von Wissen, Werkzeugen und Methoden zum Thema ITSM gepflegt. Die zwölf Partnerorganisationen aus sechs europäischen Ländern, die am Projekt INNOTRAIN IT beteiligt sind, entwickeln ein Trainingskonzept und eine Online-Trainingsplattform. Das ambitionierte Ziel des Projekts ist es, durch Präsenz- und Online-Trainings 1.000 IT-Verantwortliche in ITSM auszubilden und 800 innovative Prozesse in zentraleuropäischen Unternehmen anzustoßen. Das Projekt wird vom Europäischen Fonds für Regionalentwicklung mit 1,5 Millionen Euro gefördert und hat eine Laufzeit von 36 Monaten (04/2010 – 03/2013).
Über die MFG Baden-Württemberg
Als Innovationsagentur des Landes für IT und Medien stärkt die MFG Baden-Württemberg seit 1995 den IT-, Medien- und Kreativstandort Baden-Württemberg. Sie verbessert die landesweite Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit u. a. durch die Förderung regionaler, nationaler und internationaler Kooperationen. Im Mittelpunkt steht die Unterstützung von erfolgreichem Unternehmertum, besonders in kleinen und mittelständischen Unternehmen, sowie deren Vernetzung mit anwendungsnaher Forschung und öffentlichen Förderprogrammen.

Fachliche Ansprechpartnerin

MFG Baden-Württemberg mbH
Innovationsagentur des Landes
für Informationstechnologie und Medien
Breitscheidstraße 4
70174 Stuttgart
Kirsten Wissing
Projektleiterin Europäische Innovationsförderung / IT und Mittelstand
Tel.: 0711-90715-320
Fax: 0711-90715-350
E-Mail: wissing@mfg.de
innovation.mfg.de
Ansprechpartnerin für die Presse
Silke Ruoff
Leiterin Stabsstelle Kommunikation/Marketing
Tel.: 0711-90715-316
Fax: 0711-90715-350
E-Mail: ruoff@mfg.de
innovation.mfg.de

Silke Ruoff | MFG Baden-Württemberg mbH
Weitere Informationen:
http://innovation.mfg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wiederverwendung von IT- und Kommunikationsgeräten schont Klima und Ressourcen
23.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Klimawandel verstärkt Selenmangel
21.02.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2017

23.02.2017 | Veranstaltungen

Wie werden wir gesund alt? - Alternsforscher tagen auf interdisziplinärem Symposium in Magdeburg

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus

23.02.2017 | Förderungen Preise

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Planeten außerhalb unseres Sonnensystems: Bayreuther Forscher dringen tief ins Weltall vor

23.02.2017 | Physik Astronomie