Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Smartphone-Konzepte und Apps als neue Einnahmequellen für europäische Automobilhersteller

14.02.2012
Gebot der Stunde ist ein fließender ökosystemorientierter Ansatz, bei dem verschiedene Partner Mehrwert zu einem umfassenden Angebot beisteuern

Automobilhersteller in Europa und Nordamerika haben als Antwort auf die Smartphone-Bedrohung einen Gang zugelegt. Ein Großteil der Hersteller hat den Markt mit kostenlosen Apps für die Bereiche Kundenpflege und Pannenhilfe überschwemmt, während andere Apps mit Mehrwert, wie Remote Start/Stop geschaffen haben.

Auch Neuentwicklungen, wie Nokia MirrorLink - ein Standard, auf dessen Basis Alpine inzwischen ein Hauptgerät als Nachrüstlösung geschaffen hat - eröffnen neue Umsatzmöglichkeiten für Automobilhersteller, indem sie Smartphone-Apps im Fahrzeuginneren ermöglichen, und zwar in Form von vollständigen, externen Terminals, mit Steuerungen, bei denen fahrzeugspezifische Mensch-Maschine-Schnittstellen (engl. Human Machine Interface - HMI) zum Einsatz kommen. Dies erzeugt im Gegenzug starkes Interesse an HMI-Elementen, sowohl als Umsatzerzeuger als auch als Markendifferentiatoren. Konzepte wie Chevrolet MyLink oder GMC Intellilink sind Beisp iele für diese HMI-Lösungen seitens der Autohersteller.

Laut einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Frost & Sullivan (http://www.automotive.frost.com), Connectivity, App Stores, and Cloud-based Delivery Platforms: Future of Connected Infotainment and Telematics Market, wird im nächsten Jahr fast jeder Autohersteller Apps entwickeln und über die allgemein bekannten App-Stores vertreiben. Das Interesse von Handyherstellern, wie HTC, Samsung, LG und Sony, an dem Standard Nokia MirrorLink zeigt dessen Potential, zu einem Industriestandard zu werden, und ermöglicht Autoherstellern, Apps zu standardisieren und daraus Umsätze zu gewinnen.

„Mobile Apps haben bereits im Verbrauchersegment zu einer Revolution geführt und sich zu einem machtvollen alternativen Geschäftsmodell und einer guten Umsatzquelle für Handyhersteller entwickelt“, erklärt Frost & Sullivan Research Analyst Krishna Jayaraman. „Obwohl für den Automarkt nicht von einer ähnlichen Situation ausgegangen werden kann, ermutigen Standards wie MirrorLink und andere Entwicklungen die Autohersteller, in Zukunft auf Smartphone-Apps zu setzen. Eine wichtige treibende Kraft ist hierbei zudem der verstärkte Schwerpunkt auf HMI-Planung und -Entwicklung.”

Technologien für Smartphone-Schnittstellen, wie Ford SYNC Applink, Nokia MirrorLink und zahlreiche andere Konzepte haben Autohersteller davon überzeugt, Smartphones und die entsprechenden Apps nicht als Bedrohung, sondern als zusätzliche Umsatzquelle und Anziehungsfaktor zu sehen. Dadurch, und durch das Aufkommen von Touchscreens und erweiterten sprachbasierten Benutzerschnittstellen im Fahrzeuginneren, ist es für Autohersteller an der Zeit, diese Antriebskräfte zu nutzen und daraus eine zusätzliche Einnahmequelle zu machen.

„Die größte sich daraus ergebende Herausforderung ist, dass Autohersteller den vormals zweitrangigen Software-Anbietern, Handyherstellern und App-Unternehmen mehr Spielraum einräumen als bisher“, erläutert Jayaraman. „Wenn man bedenkt, wie streng die Automobilhersteller gewöhnlich ihre Zulieferkette kontrollieren, so dürfte dies die schwerste Hürde sein, die überwunden werden muss, wenn Automobilhersteller aus Apps und Smartphone-Schnittstellen Gewinne erzielen möchten.”

Autohersteller müssen eine Art Ökosystem von Entwicklern und Apps erschaffen, welches ins Fahrzeuginnere integriert werden kann, entweder durch einen gemeinsamen Standard, wie Nokia MirrorLink, oder durch eigene, entwickelte Standards, wie das zusammen mit RealVNC entwickelte Jaguar Connect and View.

„In beiden Fällen sind keine engen Geschäftsverbindungen zwischen OEM, Tier-1- oder Tier-2-Zulieferern gefordert“, so Jayaraman abschließend. „Gefragt ist hingegen ein ökosystemorientierter Ansatz, indem jeder Partner Mehrwert zum Gesamtangebot beisteuert.“

Frost & Sullivan wird im Rahmen der bevorstehenden Telematics Update Konferenz ‚Content & Apps for Automotive 2012’, die am 18. und 19. April 2012 in München stattfinden wird, einen Vortrag zum Thema Smartphone-Konzepte und Apps in der Automobilbranche halten. Bei Interesse an weiteren Informationen zur Veranstaltung, wenden Sie sich bitte in englischer Sprache an Frau Cathy Conneff, Telematics Update, (cconneff@telematicsupdate.com). Webseite zur Veranstaltung: http://www.telematicsupdate.com/contenteu/index.php

Bei Interesse an weiteren Informationen zu Frost & Sullivans Studie Connectivity, App Stores, and Cloud-based Delivery Platforms: Future of Connected Infotainment and Telematics Market bzw. Den Vortragsunterlagen zum oben genannten Frost & Sullivan Vortrag kontaktieren Sie bitte Katja Feick, Corporate Communications (katja.feick@frost.com).

Die Studie Connectivity, App Stores, and Cloud-based Delivery Platforms: Future of Connected Infotainment and Telematics Market ist Bestandteil des Growth Partnership Service Programms Automotive & Transportation, das außerdem Analysen zu den folgenden Bereichen umfasst: Executive Analysis of European and North American Automotive App Store Concepts and Services, Strategic Analysis of the Global Automotive Market for IT Mobility Platforms und Strategic Analysis of the European Market for Telematics-enabled Usage-based Insurance. Sämtliche Studien im Subskriptionsservice basieren auf ausführlichen Interviews mit Marktteilnehmern und bieten detaillierte Informationen über Marktchancen und Branchentrends.

Über Frost & Sullivan
Frost & Sullivan ist der globale Partner für Unternehmen, wenn es um Wachstum, Innovation und Marktführung geht. Die Dienstleistungen Growth Partnership Services und Growth Consulting helfen dem Kunden, innovative Wachstumsstrategien zu entwickeln, eine auf Wachstum ausgerichtete Kultur zu etablieren und entsprechende Strategien umzusetzen. Seit 50 Jahren in unterschiedlichen Branchen und Industrien tätig, verfügt Frost & Sullivan über einen enormen Bestand an Marktinformationen und unterhält mittlerweile mehr als 40 Niederlassungen auf sechs Kontinenten. Der Kundenstamm von Frost & Sullivan umfasst sowohl Global-1000-Unternehmen als auch aufstrebende Firmen und Kunden aus der Investmentbranche. Weitere Informationen zum Thema Growth Partnerships unter http://www.frost.com.

Titel der Studie: Connectivity, App Stores, and Cloud-based Delivery Platforms: Future of Connected Infotainment and Telematics Market (M785-18)

Kontakt:
Katja Feick
Corporate Communications – Europe
Clemensstr. 9
D – 60487 Frankfurt
Tel.: +49 (0) 69 7703343
E-Mail: katja.feick@frost.com
http://www.frost.com
Twitter: twitter.com/frost_sullivan

Katja Feick | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://www.frost.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Ab ins Ungewisse: Über das Risikoverhalten von Jugendlichen
19.01.2017 | Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

nachricht Der Klang des Ozeans
12.01.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Scientists spin artificial silk from whey protein

X-ray study throws light on key process for production

A Swedish-German team of researchers has cleared up a key process for the artificial production of silk. With the help of the intense X-rays from DESY's...

Im Focus: Forscher spinnen künstliche Seide aus Kuhmolke

Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei DESY einen zentralen Prozess für die künstliche Produktion von Seide entschlüsselt. Mit Hilfe von intensivem Röntgenlicht konnten die Wissenschaftler beobachten, wie sich kleine Proteinstückchen – sogenannte Fibrillen – zu einem Faden verhaken. Dabei zeigte sich, dass die längsten Proteinfibrillen überraschenderweise als Ausgangsmaterial schlechter geeignet sind als Proteinfibrillen minderer Qualität. Das Team um Dr. Christofer Lendel und Dr. Fredrik Lundell von der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellt seine Ergebnisse in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften vor.

Seide ist ein begehrtes Material mit vielen erstaunlichen Eigenschaften: Sie ist ultraleicht, belastbarer als manches Metall und kann extrem elastisch sein....

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neuer Algorithmus in der Künstlichen Intelligenz

24.01.2017 | Veranstaltungen

Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme

24.01.2017 | Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Interview mit Harald Holzer, Geschäftsführer der vitaliberty GmbH

24.01.2017 | Unternehmensmeldung

MAIUS-1 – erste Experimente mit ultrakalten Atomen im All

24.01.2017 | Physik Astronomie

European XFEL: Forscher können erste Vorschläge für Experimente einreichen

24.01.2017 | Physik Astronomie