Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sex, Kaffee und Naseputzen erhöhen Schlaganfallrisiko

06.05.2011
Entscheidend ist plötzlicher und kurzer Anstieg des Blutdrucks

Kaffee, Sex und Naseputzen könnten das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, erhöhen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Universitair Medisch Centrum gekommen. Das Team um Monique Vlak identifizierte insgesamt acht Risikofaktoren, die mit Blutungen im Gehirn im Zusammenhang stehen. Sie alle erhöhen den Blutdruck, die Folge kann ein Platzen von Blutgefäßen sein.

Experten wie Sharlin Ahmed von der Stroke Association erklärten, dass weitere Untersuchungen notwendig sind, um festzustellen, ob diese Risikofaktoren wirklich für die Ruptur verantwortlich sind.

Zu Blutungen im Gehirn kann es kommen, wenn ein geschwächtes Blutgefäß, ein Aneurysma, platzt. Die Folge kann eine Schädigung des Gehirns oder der Tod sein. Für die aktuelle Studie begleiteten die Wissenschaftler 250 Patienten drei Jahre lang. Ziel war es herauszufinden, was genau zu einem Platzen der Blutgefäße führt. Es zeigte sich, dass Kaffee für mehr als einen von zehn Fällen verantwortlich war. Das Risiko von Kaffeetrinkern ist zwar nur um das 1,7-fache erhöht, dennoch tritt es häufiger auf als andere Risikofaktoren.

Erschrecken kann lebensbedrohend sein

Erschrecken erhöhte das Risiko um mehr als das 23-Fache. Trotzdem war es in der Folge nur für 2,7 Prozent der Schlaganfälle verantwortlich. Vlak erklärte, dass alle Auslöser einen plötzlichen und kurzen Anstieg des Blutdrucks hervorrufen, der durchaus zu einer Ruptur eines Aneurysma führen kann. Laut den Wissenschaftlern hat eine von 50 Personen ein Aneurysma, aber nur wenige platzen tatsächlich. Weniger Kaffee oder die präventive Behandlung könnte das Risiko senken. Details der Studie wurden in dem Fachmagazin Stroke http://stroke.ahajournals.org veröffentlicht.

Die Studie untersuchte nur die Ursachen für das Platzen von Aneurysmen. Ein hoher Blutdruck schwächt die Gefäße jedoch schon von vorn herein. Er kann durch Übergewicht, Rauchen und mangelnde Bewegung hervorgerufen werden. Laut BBC erleiden allein in Großbritannien mehr als 150.000 Menschen jährlich einen Schlaganfall. Fast 29.000 dieser Schlaganfälle sind auf Blutungen im Gehirn zurückzuführen.

Michaela Monschein | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.umcutrecht.nl
http://www.stroke.org.uk

Weitere Berichte zu: Blutdruck Blutgefäß Naseputzen Ruptur Schlaganfall Schlaganfallrisiko Sex stroke

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Erste großangelegte Genomstudie prähistorischer Skelette aus Afrika
27.09.2017 | Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte / Max Planck Institute for the Science of Human History

nachricht Wie gesund werden wir alt?
18.09.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

18.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik