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SEPA-Start 2014: Energieversorger erwachen nur langsam aus der Lethargie

26.04.2012
Erst rund 30 Prozent der Energieversorger in Deutschland bereiten sich adäquat auf die Anforderungen für den verbindlichen SEPA-Einführungstermin in knapp zwei Jahren vor. Nur langsam setzt in der Branche ein Umdenken ein.

Erste Vorstudien laufen und Budgets werden kalkuliert. Konkrete Masterpläne, wie Abläufe und IT auf SEPA-Überweisungen und -Lastschriften umgestellt werden sollen, fehlen allerdings bei der Mehrheit. Die Versorger unterschätzen vor allem die enormen Anpassungen für ihre extrem komplexen IT-Landschaften. Wer bis Ende 2012 nicht mit der Umsetzung begonnen hat, wird den Termin nicht einhalten können, ergibt eine aktuelle Markteinschätzung von Steria Mummert Consulting.

Die Energiebranche müsste eigentlich SEPA-Vorreiter sein. Denn die Versorger verwalten riesige Kundenstämme, viele mit mehr als 100.000 Kunden. Gerade im Lastschriftverfahren ergeben sich daraus massive Umstellungsmaßnahmen bei den Abläufen. Beispielsweise müssen die Versorger ab 2014 nun Vorlauf-Fristen für Lastschriften einhalten sowie geänderte Zeiträume für die Widerspruchsmöglichkeit des Zahlungspflichtigen gegen autorisierte Lastschriften berücksichtigen. Gleichzeitig ergeben sich neue Prozesse bei der Umstellung auf die einheitlichen Kontonummern (IBAN) und Bankleitzahlen (BIC). „Selbst die Portale zur automatischen Umwandlung werden die SEPA-Kontodaten nicht zu 100 Prozent umstellen. Die Nachbearbeitungsmenge steigt bei einem großen Kundenstamm stark an und bedeutet damit gerade bei Energieversorgern einen Mehraufwand für zusätzliche Prüfschritte und Prozesse für die Fehlerbehebung“, sagt Franz Müller, Energie-Experte von Steria Mummert Consulting.

Darüber hinaus haben die Energielieferanten infolge des Unbundlings stark in spezifische und ausgeprägte IT-Systeme investieren müssen – vor allem in Software für Kundenmanagement und Abrechnung. Diese sehr komplexen IT-Landschaften werden nun bei der SEPA-Einführung zum Bremser. Standardrezepte greifen nicht. „Selbst das Umstellen auf die IBAN und BIC erzeugt deutlich mehr Planungsaufwand als bei Unternehmen, mit stark standardisierten Abläufen und IT-Systemen“, so Franz Müller von Steria Mummert Consulting.

Langes Zögern können sich Energieversorger damit kaum noch leisten. Und die von der EU zugestandenen Übergangsregelungen bedeuten nur vermeintlich eine Erleichterung. Zwar behalten bestehende Einzugsermächtigungen weiterhin ihre Gültigkeit und müssen nicht unmittelbar durch die neuen Mandate ersetzt werden. Mittelfristig bedeuten diese Kompromiss-Regelungen aber mit großer Wahrscheinlichkeit weitere Zusatzkosten. Damit tickt für deutsche Energieversorger die Uhr für die SEPA-Umstellung. Es führt kein Weg vorbei, sich mit der Stammdaten-Migration und der Einrichtung eines Mandatsmanagements zu befassen.

Über Steria Mummert Consulting
Steria Mummert Consulting zählt zu den zehn führenden Anbietern für Management- und IT-Beratung im deutschen Markt und bietet Business-Services, die unter Einsatz modernster Informationstechnologie Unternehmen wie Behörden ein effizienteres und profitableres Arbeiten ermöglichen. Als Teil der Steria Gruppe verbindet das Unternehmen die tiefgehende Kenntnis der Geschäftsmodelle seiner Kunden mit einer umfassenden internationalen Expertise in IT und Business Process Outsourcing. So gelingt es Steria Mummert Consulting, den Herausforderungen seiner Kunden mit innovativen Lösungen zu begegnen. Durch seinen kooperativen Beratungsstil arbeitet Steria Mummert Consulting eng und partnerschaftlich mit seinen Kunden zusammen, begleitet sie bei ihren Transformationsprozessen, stellt so sicher, dass sie sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können, und trägt damit zu einer nachhaltigen Verbesserung der Erfolgsposition seiner Kunden bei. 20.000 Steria-Mitarbeiter in 16 Ländern stehen hinter den Systemen, Services und Prozessen, die Tag für Tag die Welt in Gang halten, und berühren dabei das Leben von Millionen Menschen weltweit. 1969 gegründet, unterhält Steria heute Standorte in Europa, Indien, Nordafrika und Südostasien. Der Umsatz des Unternehmens betrug im Jahr 2011 1,75 Milliarden Euro. 21 Prozent (inkl. Trust für Mitarbeiter-Aktien in UK) des Kapitals sind im Besitz der Steria-Mitarbeiter. Die Gruppe, mit Hauptsitz in Paris, ist an der Euronext Paris gelistet.

Jörg Forthmann | Steria Mummert Consulting
Weitere Informationen:
http://www.steria-mummert.de

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