Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Selbstfahrende Autos verlässlicher als Menschen

08.01.2014
Großes Einsparpotenzial durch weniger Unfälle und nötigen Kraftstoff

Selbstfahrende Autos schaffen laut dem US-Forschungsinstitut Rand einen Mehrwert für die Gesellschaft. Die Technologie bedeutet aber auch eine Reihe großer Veränderungen im gesetzlichen Bereich. Für die Studie wurden die aktuelle Literatur ausgewertet und 30 Interessengruppen, wie Automobilriesen, Technologiefirmen und Behörden befragt.


Stau: Autonome Autos können ihn verhindern
(Foto: pixelio.de/Rainer Sturm)

Vorteile überwiegen Nachteile

Laut dem Forschungsinstitut übertreffen die Vorzüge, die autonom betriebene Fahrzeuge mit sich bringen, die möglichen Nachteile bei weitem. Weltweite Schlagzeilen machte Google, indem seine selbstfahrende Autoflotte vom Bundesstaat Nevada im Jahr 2012 die Zulassungsgenehmigung für die Benutzung auf öffentlichen Straßen erhielt.

Die Technologie scheint ausgereift: Bis März 2013 hatten die Google-Autos 500.000 Meilen zurückgelegt, ohne einen einzigen Unfall zu verursachen. Laut Google können mit den Autos 90 Prozent aller Verkehrsunfälle verhindert werden. Der volkswirtschaftliche Schaden durch Verkehrsunfälle allein in den USA wird von der American Automobile Association mit 450 Mrd. Dollar beziffert.

Effizienterer Verkehr möglich

Die selbstfahrenden Autos fahren auch schneller und effizienter in der Kolonne. Kraftstoffverbrauch und Stehzeiten ließen sich so einsparen. 101 Mrd. Dollar werden jährlich aufgrund von Wartezeiten im Verkehr vergeudet. Auch das Parkplatzsuchen könnte zum Fremdwort werden. Die autonomen Autos würden dann ihre Passagiere abladen und selbstständig mithilfe von Navigationssystemen auf Parkplatzsuche gehen.

Die negativen Seiten sind laut der US-amerikanischen Untersuchung, dass die Technologie zu höherer Mobilität verleitet und damit ein noch dichteres Verkehrsaufkommen verursachen könnte. Ein kleiner Fehler in der standardisierten Software könnte zudem zu vielen Unfällen führen. Und nicht zuletzt könnten internetbezogene Systeme von Cyberkriminellen möglicherweise gehackt werden.

Gesetzesanpassungen als Hürde

Die gesetzliche Umsetzung von selbstfahrenden Autos im Straßenverkehr scheint eine nicht zu unterschätzende Herausforderung für den Gesetzgeber zu sein. So gehen die Straßenverkehrsgesetze, die Zulassungsordnung und die rechtlichen Grundlagen zur Unfallhaftung immer von einem Fahrer aus, der am Steuer sitzt und die Verantwortung trägt. Bei selbstfahrenden Autos wäre der Mensch nur noch Beifahrer.

Für die politisch Verantwortlichen empfiehlt die Studie das Anpassen von Straßenverkehrsgesetzen an die Technologie von autonomen Fahrzeugen sowie die Klarstellung, wer der Eigentümer der Daten ist, die erhoben und ausgewertet werden können. So sollte die Privatsphäre der Nutzer am Ende erhalten bleiben.

Außerdem sollten Haftungsregeln entwickelt werden, indem man die Leistung von autonomen Autos mit denen von durchschnittlichen menschlichen Autofahrern vergleicht. Daher sollten die besseren Haftungsregeln und günstigeren Prämien die Langzeitvorteile von autonomen Fahrzeugen widerspiegeln.

Video: http://www.youtube.com/watch?v=cdgQpa1pUUE

Christian Sec | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://rand.org
http://www.youtube.com/watch?v=cdgQpa1pUUE

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Zirkuläre Wirtschaft: Neues Wirtschaftsmodell für die chemische Industrie?
28.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Unternehmen entwickeln sich zu Serviceanbietern
25.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen

23.08.2017 | Veranstaltungen

Logistikmanagement-Konferenz 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Spot auf die Maschinerie des Lebens

23.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die Sonne: Motor des Erdklimas

23.08.2017 | Physik Astronomie

Entfesselte Magnetkraft

23.08.2017 | Physik Astronomie