Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wie sehen Sie "Recht" und "Eigentum" im Internet?

12.08.2009
Institut für Strategieentwicklung (IFSE) an der Universität Witten/Herdecke startet Umfrage zur "Digitalen Mentalität 2009" unter http://www.ifse.de/digimen

Das Institut für Strategieentwicklung (IFSE) an der Universität Witten/ Herdecke hat unter http://www.ifse.de/digimen/ eine Umfrage zur digitalen Mentalität der Nutzer im Internet gestartet.

Themen sind das Urheberrecht, Geschäftsmodelle sowie Fragen nach einer Gratiskultur und dem Rechtsbewusstsein. "In einer Zeit, in der die Popkomm als größte Musikmesse Deutschlands abgesagt wurde, Verlage ein Leistungsschutzrecht fordern sowie SPD und Bündnis 90/Die Grünen die Kulturflatrate ins Wahlprogramm aufgenommen haben, sind dies zentrale Fragen der deutschen Kreativwirtschaft", begründet Hergen Wöbken, Geschäftsführer des Instituts, die Idee.

"Viele glauben, das Internet sei ein rechtsfreier Raum, in dem es dazu auch noch alles umsonst gibt. Wir möchten da genauer hinsehen - wie weit verbreitet ist dieser Glaube und zahlen nicht bereits viele Nutzer im Internet?", führt Wöbken weiter aus. Ein Beispiel: Früher musste man CDs kaufen um Musik hören zu können. Mit dem Internet kamen Tauschbörsen und Downloadmöglichkeiten auf, die das Geschäft der großen Plattenfirmen erheblich unter Druck setzten.

Mittlerweile sind Portale zum Kauf von Dateien gut laufende Modelle, um mit Musik Geld zu verdienen. "Früher wollte man einen Tonträger in der Hand halten können, heute kaufen viele Nutzungsrechte an einer Datei, die nur noch aus virtuellen Einsen und Nullen besteht. Zudem werden Internetradios immer populärer. Da höre ich meine Musik und brauche mich nicht mehr um Dateien und deren Sicherung zu kümmern", kommentiert Patrick Hypscher, der Leiter des Projektes, eine weitere Möglichkeit. "Es geht uns um die Nutzung, um die Haltung zum Internet eben auch als große Musikbox oder als Kino. Nur wer die Haltung seiner Kunden kennt, kann auch neue Geschäftsmodelle entwickeln, die am Markt funktionieren", ergänzt Wöbken.

Ziel der Umfrage ist eine Identifikation von Nutzertypen. Dabei können Wöbken und Hypscher, beide Alumni der Wirtschaftsfakultät, auf reichhaltige Erfahrung aufbauen: Bereits im Jahr 2004 hat das IFSE für Microsoft in der weit beachteten Studie "Digitale Mentalität 2004" vier Raubkopiertypen identifiziert und beschrieben. Die "Digitale Mentalität 2009" wird in eigener Trägerschaft durchgeführt und frei zur Verfügung gestellt. Die Online-Umfrage ist unter http://www.ifse.de/digimen/ erreichbar. Mit jedem ausgefüllten Fragebogen wird 1 EUR an eine gemeinnützige Organisation gespendet, insgesamt bis zu 1.000 EUR.

Das Institut für Strategieentwicklung wurde 2003 an der Universität Witten/Herdecke gegründet. Es bearbeitet Themen an der Schnittstelle von Wirtschaft, Kultur und Politik.

Weitere Informationen bei Patrick Hypscher, Institut für Strategieentwicklung, 030 40 57 48 34, digimen@ifse.de

Kay Gropp | idw
Weitere Informationen:
http://www.ifse.de/digimen/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Europaweite Studie zu „Smart Engineering“
30.03.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE