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Schlaganfall: Stammzellen-Therapie als Erste Hilfe

28.01.2013
Tests mit Ratten erfolgreich - Hoffnung auf schnelle Regeneration

Stammzellen, die direkt nach einem Schlaganfall verabreicht werden, könnten laut dem Hospital Universitario La Paz einen Beitrag zur Genesung leisten.


Stammzelle: bietet große Hoffnung nach einem Schlaganfall (Foto: SPL)

Ratten, denen Stammzellen 30 Minuten nach einem Schlaganfall injiziert wurden, verfügten nach zwei Wochen wieder über eine fast normale Gehirnfunktion. Das Team um Exuperio Diez-Tejedor schätzt, dass dieses Verfahren auch beim Menschen erfolgreich ist. Details der Studie wurden in dem Fachmagazin Stem Cell Research and Therapy http://stemcellres.com veröffentlicht.

Symptome gelindert

Derzeit wird bei der Behandlung häufig auf Medikamente gesetzt, die Blutgerinnsel innerhalb der ersten Stunde nach einem Schlaganfall auflösen sollen. Die aktuelle Studie steht in einer Reihe anderer Untersuchungen, die nahelegen, dass Stammzellen den Patienten durch die Verbesserung der Fähigkeit des Körpers, geschädigtes Gewebe zu reparieren, helfen könnten.

Stammzellen gelten als die Zellen des Körpers, die sich in viele verschiedene Zellarten verwandeln können und damit theoretisch auch jene Zellen ersetzen, die durch eine Krankheit oder Verletzung verloren wurden. Neue Tests mit Patienten haben positive Ergebnisse erbracht. Die Symptome eines Schlaganfalls verbesserten sich nach der Injektion von Stammzellen.

Ratten erholten sich rascher

Für Erhebung gewannen die Wissenschaftler eine bestimmte Art von Stammzellen aus Fett und Knochenmark. In einem nächsten Schritt wurden sie in die Blutgefäße von Ratten injiziert, die kurz zuvor einen künstlich ausgelösten Schlaganfall erlitten hatten. Obwohl sich die injizierten Zellen nicht zur betroffenen Gehirnregion zu bewegen schienen, ging es den behandelten Ratten besser als jenen, die keine Stammzellen bekamen. Binnen 24 Stunden erholten sie sich rascher und nach zwei Wochen schnitten sie bei Verhaltenstests fast normal ab.

Laut den Wissenschaftlern könnte die frühe Verabreichung der Zellen sogar die typische Kettenreaktion der Schädigung des Gewebes unterbrechen. Diez-Tejedor zufolge hat das neue Verfahren zu einer verbesserten Heilung geführt, ohne das die Herkunft der Stammzellen von Bedeutung ist. Dadurch könnten sich laut dem Wissenschaftler auch bessere Einsatzmöglichkeiten bei Tests mit Patienten ergeben. "Vor allem Fettzellen sind im Übermaß vorhanden und einfach ohne einen großen chirurgischen Eingriff zu gewinnen."

Sofortige Behandlung möglich

Die Einfachheit der Gewinnung der Zellen sowie die Möglichkeit, allogene Zellen von anderen Ratten einzusetzen und nicht die eigenen Zellen der Tiere entnehmen und in einer Kultur züchten zu müssen, bedeutet, dass die Behandlungsmöglichkeit innerhalb von Minuten nach dem Schlaganfall zum Einsatz kommen kann. "Vom Standpunkt der klinischen Umsetzung aus sind allogene Stammzellen attraktiv, da sie einfach von jungen gesunden Spendern gewonnen, verstärkt und für den sofortigen Einsatz nach einem Schlaganfall gelagert werden können."

Michaela Monschein | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://bit.ly/cDACyx

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