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Rückkehr der Investoren

03.02.2010
Deloitte-Umfrage zu Private Equity: verhaltener Optimismus / Zukunftstrend Gesundheitsbranche

Die Private-Equity-Branche erholt sich derzeit spürbar von den Folgen der Wirtschaftskrise. Laut der Deloitte-Umfrage "Private Equity Survey Q4 2009" stieg der Stimmungsindikator seit der letzten Befragung im Sommer 2008 um 23 Prozent auf 95 Punkte und liegt damit auf dem Niveau von 2003.

Hauptursache ist der wiederkehrende Optimismus in die gesamtwirtschaftliche Entwicklung - ganz besonders gilt das für die Healthcare-Branche. 70 Prozent der Umfrageteilnehmer können sich ein Investment in diesen Bereich vorstellen, wobei deutsche Unternehmen weit oben auf dem Wunschzettel stehen. Besonders die demografische Entwicklung wird als Chance, als größtes Risiko dagegen die staatliche Regulierung gesehen. Im Bereich der Healthcare-Branche halten Private Equity Häuser vor allem Medizintechnik-, Labor- und

Diagnostik- sowie- Biotech-Unternehmen für attraktiv, überdies erwarten sie einen Privatisierungstrend bei stationären Leistungsträgern wie beispielsweise Krankenhäusern.

"Die Stimmung in der Wirtschaft hebt sich. Zwar ist der Fremdkapitalzugang immer noch problematisch, insgesamt erwarten aber 42 Prozent der Befragten eine Stabilisierung der Kreditvergabe, 26 Prozent gehen sogar von einer Verbesserung aus", erklärt Karsten Hollasch, Partner Transaction Advisory Services von Deloitte. "Der gesamtwirtschaftlichen Lage blicken nur noch sieben Prozent pessimistisch entgegen."

Restriktive Geldvergabe, mehr Deals als im Vorjahr, Exits weiterhin schwierig

Die restriktive Geldvergabe durch Banken sowie die Forderung nach hohen Eigenkapitalquoten der Private-Equity-Gesellschaften stellen nach Ansicht von 72 Prozent der Manager allerdings ernste Probleme dar - bei den bestehenden Beteiligungen hingegen gehen immerhin 36 Prozent von einer Verbesserung der Finanzlage aus.

Verhaltener Optimismus herrscht bei den Geschäftsaktivitäten: Nicht zuletzt aufgrund des hohen Exit-Staus rechnen 55 Prozent in naher Zukunft mit zunehmenden Transaktionsvolumina, 60 Prozent der Manager erwarten neue Investitionen, allerdings hat für 38 Prozent vor allem die Portfoliobetreuung in den nächsten Monaten Priorität.

Schwierig sind derzeit Exits: Da IPOs kaum infrage kommen, setzen 56 Prozent der Befragten auf Trade Sales mit strategischen Investoren. Insgesamt steigen die durchschnittlichen Haltezeiten von Portfoliogesellschaften und das Deal Closing dauert deutlich länger, davon sind 64 Prozent überzeugt.

Healthcare-Sektor besonders attraktiv

Die Zukunft liegt unter anderem im Healthcare-Sektor: Über die Hälfte der Befragten verfügen hier über mindestens ein Investment, über 70 Prozent wollen in naher Zukunft investieren. Die begehrtesten Investitionsziele sind dabei medizintechnische, pharmazeutische und biotechnologische Unternehmen. Stationäre Leistungsträger wie Krankenhäuser werden wegen des öffentlichen Einflusses und hohen Regulierungsgrads als deutlich weniger attraktiv beurteilt. Noch, denn über 80 Prozent der Befragten sehen etwa die Hälfte der Kapazitäten binnen einer Dekade in privater Hand - eine Wachstumsrate von durchschnittlich zwölf Prozent pro Jahr.

Bei Investitionen in die Gesundheitsbranche bevorzugt die Hälfte vor allem deutsche Anbieter. Hierbei handelt es sich meist um kleinere, mittelständische Betriebe, bei denen ein Generationswechsel ins Haus steht. Die positiven (Wachstums-)Aussichten für die Branche gründen vor allem auf der demografischen Entwicklung der meisten Industrieländer, die neue Versorgungsformen mit Wachstumspotenzial entstehen lässt. Als größtes Hindernis wird jedoch die staatliche Regulierung des Sektors gesehen.

"Angesichts der sich abzeichnenden Erholung und der erwarteten besseren Verfügbarkeit von Fremdkapital herrscht in der Private-Equity-Branche verhaltener Optimismus. Auf absehbare Zeit wird jedoch der Portfoliobetreuung deutlich mehr Bedeutung zukommen.

Für die Investoren bleiben neben der Gesundheitsbranche künftig auch insbesondere die Konsumgüterindustrie und der Servicesektor interessant, während die Automobil- und die Investitionsgüterindustrie bis auf Weiteres kaum gute Perspektiven bieten", fasst Karsten Hollasch zusammen.

Den kompletten Report finden Sie unter
http://www.presseportal.de/go2/PrivateEquitySurveyQ4_2009 zum Download.
Über Deloitte
Deloitte erbringt Dienstleistungen aus den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance für Unternehmen und Institutionen aus allen Wirtschaftszweigen. Mit einem Netzwerk von Mitgliedsgesellschaften in mehr als 140 Ländern verbindet Deloitte erstklassige Leistungen mit umfassender regionaler Marktkompetenz und verhilft so Kunden in aller Welt zum Erfolg. "To be the Standard of Excellence" - für rund 169.000 Mitarbeiter von Deloitte ist dies gemeinsame Vision und individueller Anspruch zugleich.

Die Mitarbeiter von Deloitte haben sich einer Unternehmenskultur verpflichtet, die auf vier Grundwerten basiert: erstklassige Leistung, gegenseitige Unterstützung, absolute Integrität und kreatives Zusammenwirken. Sie arbeiten in einem Umfeld, das herausfordernde Aufgaben und umfassende Entwicklungsmöglichkeiten bietet und in dem jeder Mitarbeiter aktiv und verantwortungsvoll dazu beiträgt, dem Vertrauen von Kunden und Öffentlichkeit gerecht zu werden.

Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu, einen Verein schweizerischen Rechts, und/oder sein Netzwerk von Mitgliedsunternehmen. Jedes dieser Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig und unabhängig. Eine detaillierte Beschreibung der rechtlichen Struktur von Deloitte Touche Tohmatsu und seiner Mitgliedsunternehmen finden Sie auf www.deloitte.com/de/UeberUns .

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Isabel Milojevic | presseportal
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