Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

RUB-Psychologen erforschen Ursachen für Angststörungen: Teilnehmer für laufende Studie gesucht

22.09.2011
Neue Angsttherapie für Kinder zeigt erste Erfolge
RUB-Psychologen erforschen Ursachen für Angststörungen
Teilnehmer für laufende Studie gesucht

Eine neue Therapieform zur Behandlung von Angststörungen, etwa Trennungsängsten oder Phobien, erforscht das Team von Prof. Dr. Silvia Schneider derzeit am RUB-Lehrstuhl für Klinische Kinder- und Jugendpsychologie.

„Es ist das erste große Programm zur Behandlung von kindlichen Ängsten im Alter von 7 bis 13 Jahren in Deutschland“, so Katrin Hötzel. „Der größte Teil der Kinder ist nach Abschluss der Therapie geheilt oder hat Verhaltensweisen gelernt, um mit den Ängsten umzugehen.“

In Kooperation mit dem King‘s College London untersuchen die RUB-Forscher die genetischen Ursachen von kindlichen Ängsten. Die Ergebnisse können zukünftig helfen, die Behandlung besser auf das Kind zuzuschneiden bzw. frühzeitig zu klären, welche Form der Behandlung notwendig ist.

Für die Studie suchen die Wissenschaftler Kinder im Alter zwischen 7 und 13 Jahren. Interessierte können sich unverbindlich per Telefon unter der Rufnummer 0234-3227689 oder per E-Mail melden (karen.krause@rub.de, katrin.hoetzel@rub.de).

Therapieprogramm und Forschungsmethoden

Das Therapieprogramm von Prof. Schneider basiert auf der kognitiven Verhaltenstherapie, d.h. Gedanken und Verhaltensweisen stehen im Mittelpunkt. Im Gegensatz zu anderen Programmen beziehen die Therapeuten bei der Behandlung der Trennungsangst z. B. nicht nur die Ängste der Kinder mit ein, sondern hinterfragen auch den Beitrag von Ängsten der Eltern. Nach anfänglich gemeinsamen Sitzungen mit Eltern und Kindern lernen die Kinder ihre Ängste Schritt für Schritt allein zu meistern. „Wenn die Kinder ihren Ängsten nie begegnen, dann verstärken sich diese“, erklärt Hötzel. „Bei uns stellen sich die Kinder immer wieder kleinen Mutproben und verlieren so die Ängste oder lernen anders mit ihnen umzugehen.“ Die Studienteilnehmer erhalten 16 Therapiesitzungen und füllen einige Fragebögen aus, die den Therapieerfolg ermitteln. Außerdem werten die Forscher die genetischen Informationen von Kind und Eltern aus, die sie mit Wattestäbchen aus Wangenschleimhautproben gewinnen.

Weitere Informationen

Dipl.-Psych. Karen Krause oder Dipl.-Psych. Katrin Hötzel, Fakultät für Psychologie der Ruhr-Universität, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-27689
karen.krause@rub.de
katrin.hoetzel@rub.de
Angeklickt
Frühere Presseinformation zum Thema
http://aktuell.ruhr-uni-bochum.de/pm2011/pm00084.html.de
Redaktion: Dr. Julia Weiler

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://aktuell.ruhr-uni-bochum.de/pm2011/pm00084.html.de

Weitere Berichte zu: Angststörung Hötzel RUB-Psychologen Verhaltensweise

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Studie zu Bildungsangeboten für die Industrie 4.0 in Österreich
05.02.2018 | Fachhochschule St. Pölten

nachricht Schildkrötengehirne sind komplexer als gedacht
05.02.2018 | Eberhard Karls Universität Tübingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Im Focus: Quantenbits per Licht übertragen

Physiker aus Princeton, Konstanz und Maryland koppeln Quantenbits und Licht

Der Quantencomputer rückt näher: Neue Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial von Licht als Medium, um Informationen zwischen sogenannten Quantenbits...

Im Focus: Demonstration of a single molecule piezoelectric effect

Breakthrough provides a new concept of the design of molecular motors, sensors and electricity generators at nanoscale

Researchers from the Institute of Organic Chemistry and Biochemistry of the CAS (IOCB Prague), Institute of Physics of the CAS (IP CAS) and Palacký University...

Im Focus: Das VLT der ESO arbeitet erstmals wie ein 16-Meter-Teleskop

Erstes Licht für das ESPRESSO-Instrument mit allen vier Hauptteleskopen

Das ESPRESSO-Instrument am Very Large Telescope der ESO in Chile hat zum ersten Mal das kombinierte Licht aller vier 8,2-Meter-Hauptteleskope nutzbar gemacht....

Im Focus: Neuer Quantenspeicher behält Information über Stunden

Information in einem Quantensystem abzuspeichern ist schwer, sie geht meist rasch verloren. An der TU Wien erzielte man nun ultralange Speicherzeiten mit winzigen Diamanten.

Mit Quantenteilchen kann man Information speichern und manipulieren – das ist die Basis für viele vielversprechende Technologien, vom hochsensiblen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Auf der grünen Welle in die Zukunft des Mobilfunks

16.02.2018 | Veranstaltungen

Smart City: Interdisziplinäre Konferenz zu Solarenergie und Architektur

15.02.2018 | Veranstaltungen

Forschung für fruchtbare Böden / BonaRes-Konferenz 2018 versammelt internationale Bodenforscher

15.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

17.02.2018 | Energie und Elektrotechnik

Stammbaum der Tagfalter erstmalig umfassend neu aufgestellt

16.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Neue Strategien zur Behandlung chronischer Nierenleiden kommen aus der Tierwelt

16.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics