Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ressourcenstudie: Konsequente Kreislaufführung bringt Rohstoff- und Energiewende voran

28.09.2016

Die konsequente Kreislaufführung von Wertstoffen kann wesentlich dazu beitragen, die Rohstoff- als auch Energiewende weiter voranzutreiben. Das ist das Ergebnis der neuen Ressourcenstudie von Fraunhofer UMSICHT im Auftrag der ALBA Group.

Danach sparte der Rohstoffversorger und Umweltdienstleister allein durch seine Recyclingaktivitäten im Jahr 2015 Treibhausgasemissionen in Höhe von 5,9 Millionen Tonnen ein. Dieselbe Menge klimaschädlicher Gase bindet ein Mischwald von 587 703 Hektar Fläche; das entspricht knapp vier Mal der Fläche des Stadtgebietes von Mexico City.


Studie »resources SAVED by recycling«.

ALBA Group

Zugleich schonte die ALBA Group vergangenes Jahr rund 51,8 Millionen Tonnen Primärressourcen durch die Kreislaufführung von rund 5,5 Millionen Tonnen Wertstoffen. Mit den geschonten Ressourcen ließen sich etwa 130 der weltweit größten Schüttgutfrachter füllen.

»Die Ergebnisse der Studie machen deutlich, dass Kreislaufführung unentbehrlich ist, um die Ziele des Weltklimavertrags zu erreichen. Unser Recycling reduziert die Treibhausgasemissionen, zugleich ebnen wir damit Schritt für Schritt den Weg zu einer Zukunft ohne Abfall«, so Dr. Axel Schweitzer, Vorstandsvorsitzender ALBA Group plc & Co. KG. »Ebenso wichtig für uns: Die Schließung von Stoffkreisläufen reduziert die negativen sozialen und ökologischen Folgen des Ressourcenabbaus in den Herkunftsländern erheblich – wir übernehmen somit Verantwortung entlang der gesamten Lieferkette.«

Neu in der aktuellen Untersuchung »resources SAVED by recycling« des Fraunhofer-Instituts UMSICHT: Neben den Metallen Aluminium, Kupfer und Stahl weisen die Wissenschaftler erstmals auch die unternehmensspezifische Ressourcenschonung durch das Recycling von Messing, Zink, Edelstahl und Blei aus. Damit trägt die diesjährige Studie der erweiterten Wertschöpfung auf den Schrottrecyclingplätzen der ALBA Group Rechnung.

»Metalle spielen bei der Schonung natürlicher Ressourcen eine hervorgehobene Rolle. Ihre Primärgewinnung und Verarbeitung ist meist sehr ressourcenintensiv. Insofern ist es hochinteressant zu sehen, wie von uns zuvor noch nicht untersuchte Metalle abschneiden«, so Dr. Markus Hiebel, Leiter der Abteilung Nachhaltigkeits- und Ressourcenmanagement Fraunhofer UMSICHT.

»Insbesondere bei Messing haben wir ein beachtliches Potenzial entdeckt: Allein das ALBA Group-Recycling von 48 000 Tonnen Messing führte zu einer Schonung von mehr als 5 Millionen Tonnen Primärressourcen. Erkenntnisse wie diese helfen dabei zu verstehen, welche Einflussgrößen es für den Umwelt-, Ressourcen- und Klimaschutz noch gibt.«

Im Detail analysierte Fraunhofer UMSICHT für die diesjährige Untersuchung das ALBA Group-Recycling der Stoffströme Aluminium, Kupfer, Stahl, Edelstahl, Blei, Zink, Messing, Elektroaltgeräte, Papier/Pappe/Karton, Glas, Leichtverpackungen, Kunststoffe und Holz auf ihre Umwelteffekte hin. Auch die mechanisch-physikalische Stabilisierung (MPS) zur Verwertung von Restabfällen ging in die Ergebnisse der Untersuchung ein.

Die vollständigen Ergebnisse der Studie »resources SAVED by recycling« sind auf dem ALBA Group-Informationsportal www.resources-saved.com  einzusehen.

Dipl.-Chem. Iris Kumpmann | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT
Weitere Informationen:
http://www.umsicht.fraunhofer.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wiederverwendung von IT- und Kommunikationsgeräten schont Klima und Ressourcen
23.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Klimawandel verstärkt Selenmangel
21.02.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie