Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Rendite! Rendite? - Frankfurt School legt Studie „Kundennutzen von Bankprodukten“ vor

27.03.2012
Finanzieller Erfolg, Sicherheit, Liquidität, Einfachheit, Transparenz, Individualität. Dies sind die sechs Nutzendimensionen, die Bankprodukte für Kunden stiften sollen. Der finanzielle Erfolg ist somit nur eine Dimension von sechs. Dies ist das zentrale Ergebnis einer Studie, die jetzt an der Frankfurt School of Finance & Management entstanden ist.

Basis sind die Ergebnisse aus 210 qualitativen Interviews und drei Fokusgruppendiskussionen, die das Team um Professor Dr. Dominik Georgi, Inhaber der Deutsche Bank Professur für Retail Banking und Dienstleistungsmanagement an der Frankfurt School, führte. Ergänzt durch die Analyse von Sekundärmaterial konnten die Wissenschaftler die sechs erwähnten Dimensionen identifizieren. Zu ihnen gehören jeweils zahlreiche Einzelkriterien, die produktspezifisch interpretierbar sind: So stellt der Verzicht der Banken auf Kontoführungsgebühren für Girokonten einen finanziellen Erfolg für den Kunden dar.

Der Nutzen eines Bankprodukts ist nicht allein die Rendite. Einzelschicksale der Finanzkrise haben die Bedeutung von Sicherheit und Risiko offenbart. Die Verfasser zeigen explizit auf, dass Prozessdimensionen wie Transparenz und Einfachheit einen eigenständigen Nutzen für den Kunden schaffen – etwa wenn der Anleger das Gefühl hat, die für ihn richtige Entscheidung getroffen zu haben. Auch hier schafft die Studie ein differenzierteres Verständnis als bisher vorherrschend. „Mehr Informationen schaffen nicht automatisch mehr Transparenz“, so Moritz Mink, Projektleiter im Team der Deutsche Bank Professur für Retail Banking & Dienstleistungsmanagement an der Frankfurt School. „Entscheidend ist, wie die Informationen dargestellt und aufbereitet werden, so dass der Kunde das Produkt wirklich versteht und gleichsam fassen kann“.

Die Studienergebnisse unterstützen Banken bei der Ausgestaltung ihres Privatkundengeschäfts. Professor Georgi erläutert: „Verstehen die Banken, womit und wodurch sie für ihre Kunden einen Nutzen schaffen, können sie ihre Prozesse, Produkte sowie die Beratung gezielt daraufhin ausrichten. Die Studie schafft auch die Grundlage für Verbraucherschutzmaßnahmen.“ Weiter führt er aus: „Bisher standen in der Diskussion um Kundennutzen immer Einzelaspekte isoliert im Fokus. Jetzt liegt ein Bezugsrahmen vor, anhand dessen sich die Verantwortlichen dem Thema ganzheitlich widmen können!“

Interessierten Journalisten senden wir die Studie gerne kostenfrei zu. Professor Dr. Dominik Georgi und Moritz Mink stehen für Medienanfragen zur Verfügung. Kontakt: Angelika Werner, Tel. 069 154 008 708, Mobil 0173 7250905, a.werner@fs.de

Angelika Werner | idw
Weitere Informationen:
http://www.fs.de/georgi
http://www.fs.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Soziale Phobie: Hinweise auf genetische Ursache
10.03.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten