Radpendeln hält das Herz gesund

Wer den Weg zum Arbeitsplatz mit dem Rad oder zu Fuß zurücklegt, schützt damit die Umwelt und fördert die Gesundheit. Speziell kommt diese regelmäßige Bewegung jedoch dem Herz zugute, außerdem sind Rad- und Fußpendler weniger dick als Autolenker.

Das wiesen nun Forscher der University of North Carolina (UNC) nach. Ihre Studie unter 2.300 arbeitenden Erwachsenen wurde in der Zeitschrift Archives of Internal Medicine publiziert.

Besonderes Augenmerk legten die Forscher auf Risikofaktoren für koronare Herzkrankheiten. Sie ließen ihre Probanden Fitness-Tests durchlaufen und überprüften die Gesundheitsdaten. Daneben fragten sie nach Länge und Dauer des Anfahrtsweges in die Arbeit sowie danach, welcher Anteil davon mit dem Auto, mit öffentlichem Verkehr, zu Fuß oder mit dem Rad zurückgelegt wurde.

Nicht einmal jeder fünfte wählte eine der letzteren beiden, aktiven Fortbewegungsformen. Um möglichst genaue Ergebnisse zu erzielen, verpassten die Forscher den Teilnehmern zusätzlich einen Beschleunigungsschreiber, der an vier Tagen genauen Rückschluss auf die Art der körperlichen Aktivität gab.

Das Ergebnis bestätigt die bisherige Annahme, dass das tägliche Radfahren oder Fußgehen die Gesundheit fördert. In Fitness-Tests schnitten die aktiven Pendler durchwegs besser ab, zudem fand man bei ihnen Werte, die speziell der Herzgesundheit entgegenkommen. „Wer aktive Formen des Arbeitsweges wählt, ist weniger übergewichtig oder fettsüchtig, hat niedrigere Triglyzeride-Werte sowie ein günstigeres Blutdruck- und Insulinniveau als jemand, der immer mit dem Auto fährt“, berichtet Forschungsleiterin Penny Gordon-Larsen.

Dass Radpendeln besonders in den USA stark im Hintertreffen ist, betont die Kinesiologin Pamela Wittman von der Kansas State University http://www.k-state.edu gegenüber pressetext. „Sieben von zehn US-Amerikanern schaffen es nicht, sich an mindestens fünf Wochentagen eine halbe Stunde zumindest moderat zu bewegen, was jedoch für die Aufrechterhaltung der Gesundheit notwendig wäre.“

Es sei sehr sinnvoll, aktives Pendeln in die Arbeit stärker zu fördern, da regelmäßige, kurze Bewegungseinheiten bessere Effekte zeigen als längere und sporadische Besuche im Fitness-Center. Andere Beispiele für moderate Bewegungen seien schnelles Gehen, Haus- und Gartenarbeit, Tanzen oder Wasseraerobic.

„Wichtig ist dabei, dass man die Grenze überschreitet, in der eine Anstrengung bloß gemächlich ist. Herzschlag, Atmung und Schwitzen geben Auskunft darüber“, so Wittman.

Media Contact

Johannes Pernsteiner pressetext.austria

Weitere Informationen:

http://www.unc.edu

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