Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Additive Manufacturing": Der 3D-Druck für metallische Strukturen bietet großes Potenzial für ...

02.12.2013
...komplexe Produkte und Prozesse in verschiedenen Industriebereichen

- Das weltweite Marktvolumen des 3D-Drucks für metallische Strukturen ("Additive Manufacturing") lag 2012 bei 1,7 Milliarden Euro

- In den kommenden zehn Jahren erwarten die Roland Berger-Experten, dass sich das Marktvolumen mehr als vervierfachen wird

- Vor allem in der Luftfahrt-, Medizintechnik- und Automobilindustrie wird "Additive Manufacturing" verstärkt zum Einsatz kommen

- Technologische Verbesserungen und eine Senkung der Prozesskosten um bis zu 50 Prozent werden die Nachfrage nach "Additive Manufacturing" in den nächsten fünf Jahren deutlich ankurbeln

Die Herstellung von dreidimensionalen Objekten mithilfe von 3D-Druckern für metallische Strukturen ("Additive Manufacturing") könnte schon bald in der Serienproduktion eingesetzt werden. Bereits in den 1980er Jahren erkannten Unternehmen die Kosten-, Zeit- und Gestaltungsvorteile dieser Technologie bei der Fertigung von Prototypen und Kleinserien. 2012 betrug das weltweite Marktvolumen von "Additive Manufacturing" 1,7 Milliarden Euro. Auf die Herstellung von metallenen Strukturen entfallen davon heute ca. zehn Prozent.

Die Roland Berger-Experten gehen davon aus, dass sich der Umsatz dieser Technologie im nächsten Jahrzehnt sogar mehr als vervierfachen wird. Denn die Kosten, die mit dieser Technologie verbunden sind, werden in Zukunft deutlich sinken. Dadurch wird "Additive Manufacturing" für viele Anwendungsbereiche wesentlich interessanter.

Das sind die zentralen Ergebnisse der Studie "Additive Manufacturing
- A Game Changer for the Manufacturing Industry?" von Roland Berger Strategy Consultants.

"Der Einsatz der 3D-Drucker, um Metallprodukte herzustellen, bietet bereits heute ein großes Potenzial für spezielle Komponenten wie etwa Einspritzdüsen, Prothesen oder Werkzeugeinsätze", meint Martin Eisenhut, Partner von Roland Berger Strategy Consultants.

"Entwickler und Hersteller, die diesen Markt zeitig für sich entdecken und entsprechende Lösungen anbieten, können in den kommenden Jahren stark von der wachsenden Nachfrage profitieren", prognostiziert Eisenhut.

"Additive Manufacturing" - starke Umsatzentwicklung erwartet

Der Markt für 3D-Printing für metallische Strukturen befindet sich noch in seinen Anfängen: Der weltweite Gesamtumsatz von "Additive Manufacturing" macht gerade mal ein Prozent Umsatzanteil in der Werkzeugmaschinenindustrie aus. Der Markt für "Additive Manufacturing" wird allerdings in den kommenden Jahren wesentlich stärker zulegen. "In den letzten zehn Jahren ist die Nachfrage für diese Technologie nur langsam gewachsen, doch das wird sich bald ändern", erklärt Roland Berger-Experte Bernhard Langefeld. "Bis 2015 wird sich der Umsatz von "Additive Manufacturing" voraussichtlich vervierfachen - zugunsten deutscher Maschinenbauer. Denn sie machen schon heute knapp 70 Prozent des weltweiten Markts aus."

Außerdem hat sich inzwischen auch ein Markt für "Additive Manufacturing"-Dienstleistungen entwickelt, der die Herstellung, Prozessentwicklung und Designoptimierung abdeckt. Diese Dienstleister suchen häufig die Nähe zu den High-Tech-Herstellern in der Luftfahrtindustrie oder Formel 1.

Mehr Anwendungsmöglichkeiten zu geringeren Kosten

Der erwartete Aufschwung wird vor allem einer deutlichen Preissenkung dieser Technologie zu verdanken sein. Sind die Kosten für das 3D-Printing von Metallprodukten derzeit mehr als zehn Mal so hoch wie bei konventionellen Fertigungsmethoden, so werden die Materialkosten für diese Technologie in den kommenden fünf Jahren um 50 Prozent sinken. In den darauffolgenden fünf Jahren werden sie voraussichtlich um weitere 30 Prozent nachlassen. "Noch mehr Unternehmen aus verschiedenen Industriebereichen werden daher die großen Vorteile dieser Technologie für sich entdecken", sagt Berger-Partner Eisenhut.

Trotzt der noch hohen Kosten werden die Vorteile des "Additive Manufacturing" bereits in zahlreichen Industriesektoren geschätzt.

Wettbewerbsfähig ist diese Technologie schon heute, wenn sich aufgrund verfahrensspezifischer Designlösungen Produktlebenszykluskosten - vor allem Treibstoffverbrauch - einsparen lassen. Dank dieser Technologie können z.B. Flugzeughersteller das Gewicht von Verschlüssen für Sicherheitsgurte erheblich senken: Über die gesamte Einsatzdauer eines Flugzeugs lassen sich so über 3 Millionen Liter Kerosin bzw. rund zwei Millionen Euro einsparen.

Aufgrund der Geometriefreiheit dieses Verfahrens sind künftig auch optimierte Einspritzdüsen für Flugzeugtriebwerke möglich, die eine effizientere Verbrennung ermöglichen.

Auch in der Zahntechnik wird "Additive Manufacturing" erfolgreich
eingesetzt: Mit seiner Hilfe können täglich 450 Kronen pro Anlage produziert werden, während ein Zahntechniker pro Tag nur etwa 40 Kronen produzieren kann. "Der Vorteil der 3D-Scans liegt in der Möglichkeit, Produkte passgenau herzustellen", sagt Berger-Spezialist Langefeld. "Mit dem Verfahren lassen sich neue Geometrien, Leistungsmerkmale und integrierte Funktionen in metallischen Bauteilen realisieren, die mit konventionellen Maschinen gar nicht möglich wären - und das bei Kosten, die nicht von der geometrischen Komplexität und Losgröße des Bauteils abhängen. Solche Perspektiven werden dieser innovativen Technologie zu einem echten Durchbruch verhelfen", fasst Langefeld zusammen.
Die Studie können Sie herunterladen unter:
www.rolandberger.com/press_releases
Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter unter:
www.rolandberger.com/press-newsletter
Roland Berger Strategy Consultants, 1967 gegründet, ist eine der weltweit führenden Strategieberatungen. Mit rund 2.700 Mitarbeitern und 51 Büros in 36 Ländern ist das Unternehmen erfolgreich auf dem Weltmarkt aktiv. Die Strategieberatung ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 250 Partnern.
Pressekontakt:
Claudia Russo
Roland Berger Strategy Consultants
Tel.: +49 89 9230-8190
E-Mail: claudia.russo@rolandberger.com

Claudia Russo | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.rolandberger.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Erste großangelegte Genomstudie prähistorischer Skelette aus Afrika
27.09.2017 | Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte / Max Planck Institute for the Science of Human History

nachricht Wie gesund werden wir alt?
18.09.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise