Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Privathaushalte nutzen verstärkt Erneuerbare Energien

13.06.2013
Solarkollektoren, Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen sind in deutschen Privathaushalten weiter auf dem Vormarsch. Zwischen 2006 und 2012 hat sich ihr Anteil nochmals deutlich erhöht, liegt aber immer noch jeweils im einstelligen Prozentbereich. Das zeigt eine aktuelle Studie, die von RWI und forsa im Auftrag des BMWi durchgeführt wurde.

Solarkollektoren, Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen sind in deutschen Privathaushalten weiter auf dem Vormarsch. Zwischen 2006 und 2012 hat sich ihr Anteil nochmals deutlich erhöht, liegt aber immer noch jeweils im einstelligen Prozentbereich.

Das zeigt eine aktuelle Studie zum Energieverbrauch der privaten Haushalte, die von RWI und forsa im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums durchgeführt wurde. Den größten Beitrag zur Energieversorgung liefern demnach nach wie vor die konventionellen Energieträger Erdgas und Heizöl mit einem Anteil von 34,5% bzw. 27,2% im Jahr 2010. Zudem zeigt die Studie, dass die relative Stromkostenbelastung deutscher Privathaushalte mit zunehmendem Haushaltseinkommen immer stärker abnimmt.

In Deutschland war zu Beginn des Jahres 2012 auf 8,9% aller bewohnten Wohngebäude ein Solarwärmekollektor installiert; im Vergleich zu 4,9% im Jahr 2006 ist dies nahezu eine Verdopplung. Deutlich weiter verbreitet als damals sind auch Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen: Anfang 2012 war auf 5,5% aller bewohnten Wohngebäude eine Photovoltaikanlage montiert (2006: 1,8%), 4,2% hatten eine Wärmepumpe (2006: 2,4%). Dies sind einige der Ergebnisse der Studie „Erhebung des Energieverbrauchs der privaten Haushalte für die Jahre 2009-2010“, die vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) und forsa im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) durchgeführt wurde.

Im Rahmen der repräsentativen Erhebung nahmen mehr als 7 100 private Haushalte des forsa-Panels an einer bildschirmgestützten Befragung teil, die den Verbrauch einzelner Energieträger wie Strom, Heizöl oder Erdgas ermittelte. Die Ergebnisse wurden anschließend auf alle deutschen Haushalte hochgerechnet. Danach leisteten Erdgas und Heizöl mit einem Anteil von 34,5% bzw. 27,2% im Jahr 2010 den weitaus größten Beitrag zur Energieversorgung der Haushalte, mit sehr deutlichem Abstand gefolgt von Strom (18,7%).

Mit steigendem Haushaltseinkommen sinkt der Anteil der Stromkosten
Die Studie liefert darüber hinaus weitere interessante Ergebnisse, etwa zu den Stromkostenanteilen am Nettoeinkommen von 2 224 privaten Haushalten. Wie erwartet nimmt die relative Stromkostenbelastung mit zunehmendem Haushaltsnettoeinkommen immer stärker ab.

So liegt der Median des Stromkostenanteils für die 125 Haushalte der zweituntersten Einkommenskategorie von 500 bis unter 1 000 Euro bei 4,9%, während der Median des Stromkostenanteils der 204 einkommensstärksten Haushalte 1,4% beträgt. Der Median teilt eine Anzahl von Werten in zwei Hälften, die Werte in der einen Hälfte sind kleiner, die in der anderen größer als der Medianwert. Die Studie zeigt auch, dass Haushalte, die ihre jährliche Fahrleistung mit dem PKW einschätzen sollen, diese im Durchschnitt um etwa 2 950 km unterschätzen.

Wesentliches Ziel der Erhebung ist, die bis vor wenigen Jahren noch unzureichende Datenbasis zum Energieverbrauch der privaten Haushalte zu verbessern. Die Studie basiert auf der bislang dreimaligen Befragung eines zu weiten Teilen identischen Panels von Haushalten und ist damit weltweit die umfangreichste Panelbefragung zum Einsatz und der Verwendung von Energie in Haushalten.

Ihre Ansprechpartner:
Prof. Dr. Manuel Frondel, Tel.: (0201) 8149-204
Sabine Weiler (Pressesprechern), Tel.: (0201) 8149-213

Joachim Schmidt | idw
Weitere Informationen:
http://www.rwi-essen.de/haushaltsenergieverbrauch

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Neue Studie „Education first! Bildung entscheidet über die Zukunft Sahel-Afrikas“
29.11.2017 | Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung

nachricht Zukunftsstudie zum Autoland Saarland veröffentlicht
29.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Neue Wirkstoffe aus dem Baukasten: Design und biotechnologische Produktion neuer Peptid-Wirkstoffe

13.12.2017 | Biowissenschaften Chemie

Analyse komplexer Biosysteme mittels High-Performance-Computing

13.12.2017 | Informationstechnologie