Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Preis-Wert: Wie viel kostet ein Windpark?

15.04.2011
Deloitte setzt mit innovativem Ansatz neue Standards bei der Assetbewertung von Wind- und Solaranlagen

Im Rahmen des europäischen Reports "Valuing Wind and Solar Farm Developers" hat Deloitte eine innovative Methode zur Bewertung von industriellen Solar- und Windkraftanlagen über den kompletten Projektzyklus hinweg gewählt und damit ein lange währendes Problem der Branche gelöst.

Mittels der Regressionsanalyse ist es den Experten geglückt, signifikante Multiples für die Bewertung dieser Anlagen zu gewinnen und so einfache Wertableitungen zu ermöglichen.

Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass die Kapazität von Windparks in der Planungs- und Antragsphase kaum preisbestimmend wirkt. Des Weiteren beeinflussen die installierten Kapazitäten (Megawatt) die Transaktions-Multiples erheblich, ab 200 Megawatt steigen diese überproportional an. Schließlich hat die jüngst überwundene Krise zu keinem deutlichen Preisverfall geführt.

"Der Markt für die Solar- und Windenergie zeigt enormes Zukunftspotenzial - insbesondere in Deutschland. Die Ereignisse in Japan und die energiepolitische Kehrtwende der Bundesregierung bringen zusätzliche Impulse. Beide Energieträger, die derzeit global einen Anteil von 3 Prozent aufweisen, könnten bis 2030 auf einen Marktanteil von bis zu 20 Prozent wachsen. Investoren, die Milliarden Euro in Solar- und Windparks investieren, können vor allem in der Anfangsphase von innovativen Bewertungsansätzen profitieren", erläutert David Krüger, Partner und Leiter Cleantech bei Deloitte.

Analysen von Wind- und Solaranlagen

Ziel der Deloitte-Untersuchung war, einen Marktwert von Windkraft- und Solarkapazitäten anhand von Multiples in verschiedenen Stadien des Projekt-Lebenszyklus zu ermitteln: von der ersten Projektplan-Prüfung bis hin zu fertig installierten und Strom erzeugenden Anlage. Den unterschiedlichen Charakteristika von Wind- und Sonnenkraftanlagen wurde durch getrennte Analysen Rechnung getragen.

Solar: Deutliche Differenzen zu Windkraft

Deloitte nutzte die Methode der Regressionsanalyse, um den Zusammenhang zwischen Transaktionspreis und den Variablen (Anlagengröße, Projektstand) zu bestimmen. Analysebasis im Windkraftsektor waren 72 Transaktionen der letzten fünf Jahre, die meisten davon in Europa. Für Photovoltaik-Anlagen wurden 32 Transaktionen aus den letzten vier Jahren analysiert.

Bei der Windkraft lagen die entsprechenden Multiple-Werte für genehmigte, im Bau befindliche und installierte Kapazitäten bei 0,5, 1,1 und 1,6. Dies bedeutet, dass der Gesamtunternehmenswert einer Anlage mit 100 MW Kapazität im Marktdurchschnitt 160 Millionen Euro beträgt. Bei der Solarkraft wurden Multiples von 4,0 bei installierten und 0,2 bei Anlagen im Bau ermittelt. Die deutliche Differenz zu den Windkraftanlagen resultiert zum einen aus der unterschiedlichen Natur bei den Energieanlagen, zum anderen aber auch aus dem geringeren Stichprobenumfang bei Solaranlagen.

"Schallmauer" 200 MW

Des Weiteren untersucht der Report den Einfluss von Größe und Zeit bei der Bewertung von Windkraftanlagen. Dabei zeigte sich, dass installierte Kapazitäten über 200 MW den Wert überproportional steigern - der Faktor liegt in etwa bei 0,5 Mio. Euro pro MW.

"Die Ergebnisse unserer Analysen können für eine Bewertung von
Windkraft- und Solarpark-Entwickler verwendet werden - insgesamt hat sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen Projektfortschritt, Anlagengröße und Bewertung gezeigt. Je weiter die Wind-/Solarfarm fortgeschritten ist, desto höher ist der Unternehmenswert - dieser steigt auch überproportional mit der installierten Leistung. Dabei zeigt sich, dass die zurückliegende Wirtschaftskrise die Preisentwicklung der Anlagen kaum beeinflusst hat", kommentiert Andreas Suerbaum, Valuation Services Partner bei Deloitte.

Den kompletten Report erhalten Sie auf Anfrage.

Informationen erhalten Sie auch auf unserer Deloitte Cleantech Roadshow in Düsseldorf, Stuttgart, Frankfurt und Berlin. Alle Termine zu den Veranstaltungen finden Sie hier. Bitte akkreditieren Sie sich

bei: Isabel Milojevic; Tel +49 89 29036-8825; imilojevic@deloitte.de.

Über Deloitte

Deloitte erbringt Dienstleistungen aus den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance für Unternehmen und Institutionen aus allen Wirtschaftszweigen. Mit einem Netzwerk von Mitgliedsgesellschaften in mehr als 150 Ländern verbindet Deloitte erstklassige Leistungen mit umfassender regionaler Marktkompetenz und verhilft so Kunden in aller Welt zum Erfolg. "To be the Standard of Excellence" - für rund 170.000 Mitarbeiter von Deloitte ist dies gemeinsame Vision und individueller Anspruch zugleich.

Die Mitarbeiter von Deloitte haben sich einer Unternehmenskultur verpflichtet, die auf vier Grundwerten basiert: erstklassige Leistung, gegenseitige Unterstützung, absolute Integrität und kreatives Zusammenwirken. Sie arbeiten in einem Umfeld, das herausfordernde Aufgaben und umfassende Entwicklungsmöglichkeiten bietet und in dem jeder Mitarbeiter aktiv und verantwortungsvoll dazu beiträgt, dem Vertrauen von Kunden und Öffentlichkeit gerecht zu werden.

Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu Limited, eine "private company limited by guarantee" (Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach britischem Recht), und/oder ihr Netzwerk von Mitgliedsunternehmen. Jedes dieser Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig und unabhängig. Eine detaillierte Beschreibung der rechtlichen Struktur von Deloitte Touche Tohmatsu Limited und ihrer Mitgliedsunternehmen finden Sie auf www.deloitte.com/de/UeberUns.

© 2011 Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

Isabel Milojevic | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.deloitte.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Studie zu sicherem Autofahren bis ins hohe Alter
19.06.2017 | Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften