Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

PIAAC startet mit seiner Teststudie ins Feld

23.04.2010
PIAAC, Programme for the International Assessment of Adult Competencies, hat am 6. April seinen Feldtest begonnen und befragt 1.500 zufällig ausgewählte Personen zu ihren Kompetenzen.

Die OECD-geförderte Studie untersucht das Kompetenzniveau von Erwachsenen im internationalen Vergleich und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales finanziert.

Mindestens 1.500 Personen wurden und werden für PIAAC im nun gestarteten Feldtest kontaktiert und in einer persönlichen Befragung interviewt. Die Befragten im Alter von 16 bis 65 Jahren aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Thüringen, Sachsen und Bayern wurden über eine Einwohnermeldeamts-Stichprobe zufällig ausgewählt, um das Erhebungsdesign und die Erhebungsinstrumente zu testen. Auch die eigens für PIAAC entwickelte Befragungssoftware für die Hauptuntersuchung vom Herbst 2011 bis Frühjahr 2012 soll hierdurch optimiert werden.

PIAAC ist nicht nur inhaltlich sondern auch methodisch eine einzigartige Studie, weshalb die 65 Interviewer von TNS Infratest auch besonders geschult wurden. Die Befragungen für PIAAC erfordern von ihnen Kompetenzen, die über ihre normale Berufserfahrung hinaus gehen. Sie wurden Mitte März von GESIS- und TNS Infratest-Mitarbeiter/innen intensiv in zwei Gruppen fünf Tage lang auf ihre besondere Aufgabe vorbereitet. Neben einer Einführung in PIAAC selbst und in das Design der Feldstudie umfasste das Training eine detaillierte Einführung in die Erhebungssoftware und den gesamten Interviewverlauf. Die Interviewer wurden anhand von praktischen Übungen sowohl mit der Durchführung als auch mit den Inhalten des Fragebogens und der Kompetenzmessung vertraut gemacht.

Die nächsten Monate werden ganz im Zeichen der Feldstudie stehen: Das PIAAC-Team wird die Feldarbeit überwachen, regelmäßige Rücksprache mit dem Erhebungsinstitut und dem internationalen PIAAC-Konsortium halten sowie qualitätssichernde Maßnahmen, wie z.B. das Auswerten von Audiomitschnitten, durchführen. Daneben werden bereits Vorbereitungen für die Hauptstudie getroffen.

Die Ergebnisse von PIAAC werden wichtige Entscheidungsgrundlagen für die Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik liefern sowie Hinweise darüber geben, inwieweit unsere Bildungsangebote verbessert werden müssen, um die Aus- und Weiterbildungssysteme der teilnehmenden Länder den zukünftigen Anforderungen des 21. Jahrhunderts anzupassen. Mit der nationalen Projektdurchführung von PIAAC ist GESIS unter Leitung von PD Dr. Beatrice Rammstedt beauftragt worden.

Ansprechpartnerin:
PD Dr. Beatrice Rammstedt;
Tel.: 0621-1246-516;
beatrice.rammstedt@gesis.org

Kerstin Hollerbach | idw
Weitere Informationen:
http://www.gesis.org
http://www.gesis.org/piaac

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Zirkuläre Wirtschaft: Neues Wirtschaftsmodell für die chemische Industrie?
28.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Unternehmen entwickeln sich zu Serviceanbietern
25.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Neptun regnet es Diamanten: Forscherteam enthüllt Innenleben kosmischer Eisgiganten

21.08.2017 | Physik Astronomie

Ein Holodeck für Fliegen, Fische und Mäuse

21.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Institut für Lufttransportsysteme der TUHH nimmt neuen Cockpitsimulator in Betrieb

21.08.2017 | Verkehr Logistik