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Phantasie kuriert Bauchweh bei Kindern

13.10.2009
Vorstellungskraft ist wichtiger Faktor für die Genesung

Die Vorstellungskraft hilft Kindern dabei, chronische Bauchschmerzen ohne erkennbare Ursache loszuwerden. Zu diesem Schluss kommen Mediziner der University of North Carolina in der Fachzeitschrift Pediatrics.

Sie zeigten in Untersuchungen, durch das regelmäßige Anhören bestimmter Audio-CDs die Ergebnisse der medikamentösen Behandlung ihrer Bauchschmerzen wesentlich und auch langfristig verbessert werden.

"Können Kinder auf diese Weise einen eigenen Beitrag leisten, um ihr Bauchweh zu verringern, sind die Ergebnisse weitaus besser als nur mit der üblichen Therapie", erklärt Studienleiterin Miranda van Tilburg. Vorteilhaft sei diese Methode weiters, da sie billig und gut kombinierbar ist.

Jedes fünfte Kind leidet an Schmerzen des Unterleibs, für die man keine Ursache findet. Die Wissenschaftler untersuchten 30 Kinder zwischen sechs und 15 Jahren mit dieser Symptomatik und verabreichten ihnen acht Wochen lang die üblichen Medikamente. Per Zufall erhielt jedes zweite Kind zusätzlich ein Trainingsprogramm auf Audio-CDs, das jeden Tag eine zehnminütige Anleitung für Phantasieübungen bot. Die Kinder sollten sich dabei etwa vorstellen, auf einer Wolke zu schweben und sich dabei zu entspannen.

Der Kurs beinhaltete auch therapeutische Lektionen wie die Anleitung zur Vorstellung eines warmen, leuchtenden Objekts, das in der Hand zerschmilzt. Anschließend sollten die Kinder die Hand auf den Bauch legen und Wärme und Licht auf diesen übergehen lassen, was vor Schmerzen schütze.

Die Audiomethode zeigte großen Erfolg. Die leicht verständlichen Übungen bereiteten den Kindern nicht nur Spaß, sondern führten bei drei Viertel der so geschulten Kinder nach ihren eigenen Angaben dazu, dass der Schmerz nur mehr halb so stark oder sogar noch schwächer war. Das war in der Vergleichsgruppe nur bei jedem Vierten der Fall. Auch bei dieser Kontrollgruppe stieg der Behandlungserfolg um mehr als das Doppelte, als man ihr später ebenfalls das Kreativitäts-Training anbot. Sechs Monate nach Beendigung des Trainings war die Besserung noch immer bei zwei Drittel der Kinder vorhanden.

Johannes Pernsteiner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.unc.edu

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