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Pflanzenstoffe bei Erschöpfungssymptomen - Institut für Lebensmittelwissenschaft sucht Probanden

09.06.2010
In Deutschland leiden rund 300.000 Menschen unter einer lähmenden dauerhaften Müdigkeit. Ausgeprägte geistige und körperliche Erschöpfungssymptome sind die Folge – es fehlt die Energie, und für die betroffenen Menschen wird der Alltag zur Qual. Jede Anstrengung führt zu einer Symptomverschlechterung.
Menschen mit vorliegendem Erschöpfungssyndrom verfügen nur noch über einen Bruchteil ihres früheren Leistungsvermögens. Sie sind kaum noch in der Lage, ihr bisheriges Leben in Beruf, Familie und Freizeit im gewohnten Umfang zu bewältigen. Die Erschöpfung und Ermüdung führt zu einer starken Beeinträchtigung der Lebensqualität.

Das Institut für Lebensmittelwissenschaft und Ökotrophologie der Leibniz Universität Hannover testet in einer Studie unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Hahn Auswirkungen eines pflanzlichen Lebensmittelextraktes bei Männern und Frauen mit beginnendem Erschöpfungssyndrom. Zur Durchführung der Studie sucht das Institut gesunde Studienteilnehmer zwischen 30 und 60 Jahren, die seit mindestens einem und höchstens sechs Monaten unter Erschöpfungserscheinungen leiden, die aber nicht durch eine fortdauernde Überanstrengung verursacht wird und sich auch durch Ruhe nicht wesentlich bessert.

Folgende Symptome (die einzeln oder in Kombination auftreten können) deuten das Vorliegen eines Erschöpfungssyndroms an:

o erhebliche Reduzierung des früheren Aktivitätsniveaus
o länger anhaltende starke Erschöpfung
o Symptomverschlechterung bei körperlicher und/oder geistiger Anstrengung
o keine Verbesserung durch Ruhe und Schlaf
o Muskelkrämpfe oder –schmerzen
o Gelenkschmerzen
o Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen
o Kopfschmerzen
o Halsschmerzen
o empfindliche Hals- und Achsellymphknoten
Charakteristisch ist dabei, dass die Erschöpfung nicht auf eine anhaltende Überlastung oder eine mit Müdigkeit einhergehenden Krankheit zurückgeführt werden kann, sondern scheinbar grundlos auftritt.

Zur Überprüfung der Eignung als Teilnehmer findet eine telefonische Vorauswahl statt, am ersten Untersuchungstag werden die Symptome nochmals mittels Fragebögen erfasst. Die Studiendauer beträgt acht Wochen. Während dieser Zeit muss täglich eine Filmtablette mit dem Lebensmittelextrakt verzehrt werden. Es wird insgesamt vier Untersuchungstermine (zu Beginn, nach sieben Tagen, nach vier Wochen und nach acht Wochen) geben. An allen Tagen wird der individuelle Gesundheitszustand, vor allem bezogen auf den Erschöpfungszustand, überprüft. Zusätzlich gibt es am Anfang und Ende der Studie je eine Blutabnahme zur Erfassung von Standardparametern (z.B. Blutbild, Schilddrüsenfunktion) statt.

Interessierte werden gebeten, sich bei Dr. Gaby Kressel unter der Telefonnummer Tel. 0511/762-2987 von 9 -12 Uhr oder per E-Mail unter kressel@nutrition.uni-hannover.de zu melden.

Pressestelle
Leibniz Universität Hannover
Welfengarten 1
30167 Hannover
Tel. : 0511/762-5342
Fax : 0511/762-5391
mailto:info@pressestelle.uni-hannover.de

Dr. Gaby Kressel | Leibniz Universität Hannover
Weitere Informationen:
http://www.uni-hannover.de

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