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Passivrauchen: Ein Drittel der Toten sind Kinder

26.11.2010
600.000 Menschen sterben jährlich an den Folgen des blauen Dunstes

Jährlich sterben 600.000 Menschen an den Folgen von Passivrauchen. Das hat die erste weltweite Studie zu diesem Thema ergeben. Ein Drittel der Getöteten sind laut Weltgesundheitsorganisation WHO Kinder, die dem Rauch vielfach zu Hause ausgesetzt sind.

Höheres Risiko für Kinder

Bei der Auswertung von Daten aus 192 Ländern stellte sich heraus, dass Passivrauchen vor allem für Kinder gefährlich ist. Sie sind einem höheren Risiko eines plötzlichen Kindstodes, Lungenentzündung und Asthma ausgesetzt. Passivrauchen kann zu Herzerkrankungen, Erkrankungen der Atemwege und Lungenkrebs führen.

Die WHO ist vor allem wegen jener 165.000 Kinder besorgt, die in Südostasien und Afrika an Atemwegsinfektionen gestorben sind. Sie waren dem Passivrauchen vor allem zu Hause mehr als alle anderen ausgesetzt. Laut Peruga ist die Kombination von Infektionskrankheiten und Passivrauchen tödlich. Nicht nur das Risiko von Atemwegserkrankungen steigt, die Lungen der betroffenen Kinder könnten sich auch langsamer entwickeln als in einem rauchfreien Umfeld.

Europa und Asien besonders gefährdet

Weltweit waren im Jahr 2004 rund 40 Prozent der Kinder, 33 Prozent der nichtrauchenden Männer und 35 Prozent der nichtrauchenden Frauen dem Passivrauchen ausgesetzt. Die Wissenschaftler schätzen, dass dadurch 379.000 Todesfälle durch Herzerkrankungen, 165.000 durch Infektionen der unteren Atemwege, 39.000 durch Asthma und 21.400 durch Lungenkrebs verursacht wurden.

In Europa und Asien sind die meisten Menschen dem Passivrauchen ausgesetzt. Am geringsten betroffen sind die Menschen in Nord-, Mittel- und Südamerika, dem östlichen Mittelmeerraum und Afrika.

Die WHO-Studie zeigte auch, dass das Passivrauchen große Auswirkungen auf Frauen hat. 281.000 sollen laut BBC weltweit bereits an den Folgen gestorben sein. Verantwortlich dafür ist, dass Frauen um 50 Prozent wahrscheinlicher dem Passivrauchen ausgesetzt sind als Männer.

Michaela Monschein | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.who.int

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