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Onlinesucht macht Jugendliche depressiv

04.08.2010
Experte: "Flucht in virtuelle Welt ernüchtert bei der Rückkehr"

Internetsüchtige Jugendliche haben ein erhöhtes Risiko für Depressionen. Das berichten chinesische und australische Forscher in den "Archives of Pediatrics & Adolescent Medicine". Sie untersuchten 1.000 Teenager im Durchschnittsalter von 15 Jahren und beobachteten sie über ein Jahr.

Bei jenen mit problematisch-exzessiver Internetnutzung war die Depressionsgefahr zweieinhalb mal so hoch wie beim Durchschnitt. Ein Zusammenhang zwischen Internetsucht und Depression war zuvor schon mehrfach vermutet worden (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/100203007/).

Schwieriges Zurückkommen ins reale Leben

"Kinder und Jugendliche fliehen oft in exzessives Spielen, wenn sie mit der realen Lebenswelt nicht mehr zurechtkommen. Das Zurückkommen von dort ist dann ernüchternd", erklärt Armin Köppe von der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen gegenüber pressetext. Dass depressive Verstimmungen mit Sucht allgemein zusammenhängen können, betont Bernd Dillinger vom Info-Portal IPOS http://onlinesucht.at . "Was davon zuerst kommt, ist nicht geklärt. Allerdings kann das Internet auch eine positive Ressource sein, wenn die Depression jeglichen Antrieb nimmt", so der Experte.

Für den Begriff "Internetsucht" mahnt Dillinger zu vorsichtigem Gebrauch, sobald es Jugendliche betrifft. "Exzessives Verhalten und das Ausloten eigener Grenzen sind in der Jugend häufig. Sie betreffen nicht nur Computer und Internet, sondern oft auch das Fortgehen oder den Alkoholkonsum. Mit dem Erwachsenwerden verschwinden sie meist wieder. Bevor man einem jungen Menschen vorschnell den Suchtstempel aufdrückt, ist es besser, von problematischen Verhaltensweisen mit erhöhtem Suchtrisiko zu sprechen."

Masssives Problem in Ostasien

Unterschätzen sollte man Onlinesucht deshalb aber nicht. Sie zeigt sich neben hoher Online-Zeit vor allem im Verlust des Zeitgefühls, im Übersehen existenzieller Bedürfnisse und in Entzugssymptomen ohne Web. Das wirkt sich auch negativ aus auf soziale Beziehungen oder schulische Leistungen (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/100422025/). In China und Südkorea gab es in diesem Kontext mehrere Todesfälle bei Jugendlichen. "Die Erforschung des Phänomens ist deshalb in diesen Ländern schon weiter fortgeschritten als in Europa", so Köppe.

Johannes Pernsteiner | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.dhs.de

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