Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Warum und wie oft zum Hausarzt?

07.09.2009
Neue Bevölkerungsstudie zu Einflussfaktoren auf die Inanspruchnahme niedergelassener Ärzte (M-V)

Am Institut für Community Medicine der Universität Greifswald wird zurzeit eine Studie zu Häufigkeit und Einflussfaktoren der Inanspruchnahme niedergelassener Ärzte durchgeführt.

Als Einflussfaktoren werden neben dem gesundheitlichen Status und Einstellungen zur Inanspruchnahme der Studienteilnehmer auch Faktoren wie Erreichbarkeit niedergelassener Haus- und Fachärzte sowie Wartezeiten untersucht.

Dazu wird derzeit in den Landkreisen Ostvorpommern und Uecker-Randow sowie der kreisfreien Stadt Greifswald ein Fragebogen an eine zufällig ausgewählte Stichprobe von 1.200 Personen der Allgemeinbevölkerung ab 60 Jahren versandt. Die Universität bittet alle Angeschriebenen um die Rücksendung der ausgefüllten Fragebögen. Dies ist notwendig, damit mit der Studie belastbare Aussagen getroffen werden können.

Hintergrund der Studie

Von den im Jahr 2006 in Mecklenburg-Vorpommern tätigen 1.138 Hausärzten werden 40,6 % (462 Ärzte) bis zum Jahr 2020 das Alter von 68 Jahren erreichen und somit voraussichtlich altersbedingt aus der Praxis ausscheiden. Dies kann bei bestehender Wiederbesetzungsproblematik vor allem in dünn besiedelten ländlichen Regionen zu relativ langen Fahrzeiten oder sogar zu Versorgungslücken führen. Gleichzeitig nimmt aufgrund des demographischen Wandels der Bevölkerung der Anteil älterer Patienten und somit auch die Inanspruchnahme medizinischer Leistungen deutlich zu. Die Ergebnisse der nun beginnenden Studie sollen eine bessere Planung der ambulanten medizinischen Versorgungskapazitäten ermöglichen. Die beiden Landkreise im Vergleich zu einer kreisfreien Stadt sind beispielhaft für ländliche bzw. städtische Regionen in Mecklenburg-Vorpommern.

Ansprechpartner Universitätsklinikum Greifswald
Institut für Community Medicine
Abt. Versorgungsepidemiologie und Community Health
Prof. Dr. med. Wolfgang Hoffmann, MPH
Ellernholzstraße 1-2, 17475 Greifswald
T +49 3834 86-77 50
E wolfgang.hoffmann@uni-greifswald.de
Wissenschaftliche Leitung:
Dipl.-Psych. Konstanze Fendrich
T +49 3834 86-77 55
E fendrich@uni-greifswald.de

Constanze Steinke | idw
Weitere Informationen:
http://www.community-medicine.de
http://www.klinikum.uni-greifswald.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Soziale Phobie: Hinweise auf genetische Ursache
10.03.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

Unter der Haut

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Die Evolutionsgeschichte der Wespen, Bienen und Ameisen erstmals entschlüsselt

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neurone am Rande der Katastrophe: Wie das Gehirn durch kritische Zustände effizient arbeitet

23.03.2017 | Seminare Workshops

Müll in den Weltmeeren überall präsent: 1220 Arten betroffen

23.03.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz