Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Offshore-Windparks könnten bis 2020 Strom für 37 Millionen Haushalte liefern

24.08.2009
Globale Kapazität von Offshore-Windparks wird einer neuen Studie der Energieberatungsfirma ODS-Petrodata zufolge im kommenden Jahrzehnt jährlich um 32 Prozent anwachsen.

Der Bericht "International Offshore Wind Market to 2020" (Internationaler Offshore-Windenergiemarkt bis 2020) prognostiziert, dass die Kapazität von Offshore-Windparks weltweit bis zum Jahre 2020 bis auf 55 Gigawatt ansteigen wird. Dies entspricht dem Energiebedarf von fast 37 Millionen europäischen Haushalten. Die derzeit installierte Kapazität beträgt noch weniger als zwei Gigawatt.

Auf der Basis einer Analyse von mehr als 700 Projekten und Prognosen in der Datenbank ODS-Petrodatas geht das Unternehmen davon aus, dass bis zum Jahre 2014 61,4 Mrd. USD in den Sektor investiert werden. Im Zeitraum von 2016 bis 2020 könnten sich diese Investitionsausgaben verdoppeln.

"Die Kreditkrise und andere einschränkende Faktoren haben den Markt zwar gebremst, es besteht in diesem Sektor jedoch auch weiterhin eine immense Geschäftsgelegenheit", erklärte David Gault, Renewables Manager bei ODS-Petrodata. "Hierbei handelt es sich um grosse Industrieprojekte für deren Fertigstellung grosse Mengen an Gerätschaften, Arbeitskraft und Innovation erforderlich sein werden.

Der Zeitpunkt eignet sich ausgezeichnet für Unternehmen in anderen Sektoren, beispielsweise in der Offshore-Öl- und Gasförderung, um zu überlegen, ob sie nicht auch ein Stück von diesem Kuchen abhaben möchten."

Engpässe in der Lieferkette werden bereits durch neue Marktteilnehmer behoben. Mehrere junge europäische Hersteller von Turbinen, die für einen Offshore-Einsatz geeignet sind, werden die Vorherrschaft von Siemens und Vestas in den nächsten Jahren herausfordern. Hinzu kommen in der Zukunft noch diverse asiatische Hersteller, unter anderem südkoreanische Konglomerate wie Hyundai und mindestens 10 chinesische Firmen.

Hinsichtlich der für den Aufbau von Turbinen erforderlichen Schiffe zeigen die Forschungsergebnisse ODS-Petrodatas, dass der derzeitige Engpass in diesem Bereich schnell behoben sein könnte, wenn alle sich derzeit im Bau befindlichen Schiffe planmässig geliefert und alle derzeit geplanten Schiffe dem Plan entsprechend fertiggestellt werden. Letztendlich wird dies eine Frage des Zugangs zu finanziellen Ressourcen sein. Bei einigen der potenziellen Eigentümer handelt es sich jedoch um grosse Baufirmen mit erheblichen internen Ressourcen.

Grossbritannien hält derzeit sowohl hinsichtlich der installierten Kapazität als auch der laufenden Projekte eine Führungsrolle. 2013 und 2014 könnten sich die Aktivitäten dort jedoch abschwächen. Deutschland wird diesen Rückgang voraussichtlich mehr als ausgleichen und sich ab 2014 zu einer wahren Macht in diesem Sektor entwickeln. Langfristig werden auch China und die USA eine bedeutende Rolle spielen.

Es gibt einen starken Trend hin zu Projekten, die in tieferen Gewässern weiter vom Land entfernt durchgeführt werden. Dies dürfte neue Gelegenheiten für innovative Aufbauverfahren, neue Schiffskonstruktionen, Fundamente für den Einsatz in Tiefseegewässern, Kabel zur Übertragung von Strom über lange Strecken sowie neue Möglichkeiten zur Bewältigung von Betriebs- und Wartungsproblemen schaffen.

ANSPRECHPARTNER: David Gault; Renewables Manager; ODS-Petrodata Ltd; Tel. +44-1224-597-800

David Gault | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.ods-petrodata.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wiederverwendung von IT- und Kommunikationsgeräten schont Klima und Ressourcen
23.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Klimawandel verstärkt Selenmangel
21.02.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie