Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nur einer von sieben Deutschen lebt gesund / Immer mehr Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die Folge

22.03.2011
Rund acht von zehn Bundesbürgern wissen, dass Übergewicht, ein ungesunder Lebenswandel oder ein erhöhter Blutdruck das Herz krank macht. Doch nur einer von sieben Deutschen lebt und ernährt sich wirklich gesund.
Fast die Hälfte treibt wenig oder gar keinen Sport. 40 Prozent essen zu viel Süßes und fast jeder Dritte raucht täglich Zigaretten. Die Folge: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie Herzschwäche oder Vorhofflimmern, gehören mit Abstand zu den häufigsten Gründen für Krankenhausaufenthalte in Deutschland. Tendenz steigend. Das ergab eine repräsentative Umfrage des IMWF Institut für

Management- und Wirtschaftsforschung unter mehr als 1.000 Bundesbürgern.

Während die Männer gerne ein Glas Alkohol zu viel trinken und stärker dazu neigen, viel und fett zu essen, können sich Frauen vor allem bei Süßem nicht zurückhalten. 45 Prozent nehmen nach eigener Aussage zu viel zuckerhaltige Lebensmittel zu sich (Männer: 34 Prozent). Außerdem neigen Frauen häufiger als Männer dazu, aus Frust und Stress zu essen.

Zu einer gesunden Lebensführung gehört aber nicht nur das gesunde Essen, sondern auch ausreichend Bewegung. Gut jeder zweiten Frau fehlt es an sportlicher Betätigung. Bei den Männern gaben knapp 40 Prozent an, gar keinen oder zu wenig Sport zu treiben.

"Die Deutschen sind sich bewusst, dass sie ungesund leben und damit Herz-Kreislauf-Erkrankungen Vorschub leisten", sagt Wilhelm Alms, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des IMWF. "Studien belegen, dass durch eine konsequente Änderung der Lebensführung ein Großteil der Herz-Kreislauf-Erkrankungen vermieden werden kann."

Zu den Risikofaktoren für Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems zählen vor allem Übergewicht, ein zu hoher Cholesterinspiegel, Bluthochdruck, Rauchen, ein übermäßiger Alkoholkonsum und ungenügende körperliche Bewegung.

Rund 42 Prozent aller Todesfälle in Deutschland werden durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursacht. Neben Schlaganfall und Herzinfarkt nehmen dabei auch die weniger beachteten Krankheiten immer mehr zu. So zählt beispielsweise Vorhofflimmern mit einer Million Betroffenen längst zu den Volkskrankheiten. Und Gesundheitsexperten erwarten, dass diese Zahl in den kommenden Jahren deutlich steigen wird. Vorhofflimmern gehört zu den bedeutendsten Herzrhythmusstörungen und gilt als eine der häufigsten Ursachen für Arztbesuche und Krankenhausaufenthalte.

Hintergrundinformationen
Im Auftrag des IMWF Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung wurden 1.002 Bundesbürger zum Thema "Gesundheitsvorsorge in Deutschland" befragt. Die Ergebnisse sind bevölkerungsrepräsentativ.

IMWF - Institut für Management- und Wirtschaftsforschung Das IMWF wurde aus der Erfahrung heraus gegründet, dass die Ergebnisse wissenschaftlicher Ausarbeitungen und Marktanalysen für Entscheider in der Wirtschaft oftmals nicht die hinreichende Praxisnähe und Relevanz haben. In Folge dessen bleibt die Unterstützung wissenschaftlicher Institutionen durch Unternehmen oftmals hinter den Erwartungen der Lehrstühle zurück. Vor diesem Hintergrund versteht sich das IMWF als Plattform, auf der Kontakte zwischen Wissenschaft und Unternehmen geknüpft werden, die an fundierter Aufarbeitung relevanter Management- und Wirtschaftsthemen interessiert sind.

Roland Heintze | Faktenkontor GmbH
Weitere Informationen:
http://www.imwf.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Neue Gene für das Risiko von allergischen Erkrankungen entdeckt
21.11.2017 | Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft

nachricht Bedeutung von Biodiversität in Wäldern könnte mit Klimawandel zunehmen
17.11.2017 | Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

Neues Elektro-Forschungsfahrzeug am Institut für Mikroelektronische Systeme

21.11.2017 | Veranstaltungen

Raumfahrtkolloquium: Technologien für die Raumfahrt von morgen

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wasserkühlung für die Erdkruste - Meerwasser dringt deutlich tiefer ein

21.11.2017 | Geowissenschaften

Eine Nano-Uhr mit präzisen Zeigern

21.11.2017 | Physik Astronomie

Zentraler Schalter

21.11.2017 | Biowissenschaften Chemie